Hautunreinheiten professionell abdecken

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Hautunreinheiten professionell abdecken

Bei nicht wenigen Menschen hat die Maskenpflicht Hautunreinheiten oder Rosacea verstärkt. Wer darunter leidet, würde sich oft am liebsten verstecken. Als Beauty-Expertin können Sie mit Profi-Tricks dazu beitragen, dass sich Ihre Kunden wohler fühlen.

Die lang anhaltenden Schließungen bis zum Frühjahr 2021 und die Corona-Notbremse haben in der Beauty-Branche Spuren hinterlassen. Ein unschöner Nebeneffekt der Pandemie: Insbesondere Personen, die den Mund-Nasen-Schutz über mehrere Stunden tragen, leiden deutlich häufiger unter Hautbeschwerden. Eine bestehende Akne oder Rosacea, die bekannterweise durch exogene Faktoren wie das Reiben der Maske verschlimmert werden kann, wird also zusätzlich noch getriggert. Durch die Lockerung der Maßnahmen und das Wiederstattfinden von Events, dem Büroalltag und Reisen stehen Betroffene nun wieder häufiger vor der Frage: Wie decke ich meine Hautunreinheiten professionell ab? Hier können Sie als Beauty-Fachkraft bei Ihren Kundinnen punkten, indem Sie ihr mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen.

Tipps vom Beauty-Profi: Mehr Klarheit

Bei einer Rosacea zum Beispiel hat Star-Visagist Horst Kirchberger einige optische Kniffe, um selbst diese unruhige Haut gut aussehen zu lassen: „Ich empfehle für ein  ansehnliches und haltbares Make-up eine klare, simple Vorgehensweise: Sorgen Sie für ein ruhiges, ebenmäßiges Hautbild und schaffen Sie, falls notwendig, durch Contouring gute Proportionen.“ Bei allen dekorativen Partien (Brauen, Augen, Mund) darf eine gewisse Klarheit der Farben angewandt werden. Denn der stärkere Kontext wirkt in der Regel  nachhaltig stabil, rät der Beauty-Experte.

Nur nicht zu hell werden

Weil die Rosacea-Haut immer ein starkes Porenrelief aufweist, empfiehlt Horst Kirchberger, nicht mit Camouflage-Make-up zu arbeiten. Sein Tipp: Auf die betroffenen Stellen eine möglichst hautidentische Cover Cream tupfen und so die Rötungen kaschieren. Diese Cover Cream  dürfe flächig und verlaufend aufgetragen werden: „Auf keinen Fall sollten Sie den Farbton der Cover Cream zu hell wählen. Eine zu helle Nuance würde kein befriedigendes Ergebnis liefern, weil Rötungen schnell wieder durchschlagen“, lautet die Devise. Wird die Grundierung anschließend fixiert, ist ein loser, ebenfalls nicht zu heller Puder zu verwenden.

Mit Cover Cream zum Ziel

Eine andere Möglichkeit, ein ebenmäßiges Hautbild zu schaffen – weniger aufwendig und durchaus auch empfehlenswert – ist es, die betroffenen roten Hautpartien zuerst mit einer hautidentischen Cover Cream abzudecken. Am besten pattern Sie diese mit desinfizierten Fingern auf. „Achten Sie dabei auf die Farbe: Je dunkler die roten Stellen, desto satter darf die Farbe der Cover Cream sein“, sagt Horst Kirchberger. Anschließend mit einem Mineralpuder-Make-up das Gesicht inklusive der bereits abgedeckten Stellen
abtupfen. Auch hier möglichst den natürlichen Hautton der Trägerin als Nuance wählen. Ärzte raten dazu, bei Rosacea möglichst ölfreie Puder mit mineralischen Pigmenten zu verarbeiten. Grundsätzlich gilt beim Makeup: Je stärker deckend es gearbeitet ist, desto eher dürfen auch Augen und Mund intensiver als üblich betont werden! Sind auch die  Augen von Rötungen befallen, decken wir diese auch mit einer Cover Cream ab. Diese Schicht bleibt allerdings dünner. „Um endgültig ‚neutrale‘ Zustände herzustellen, gebe ich ums ganze Auge gerne einen farbneutralen Lidschatten, etwa ‚Greige‘, eine beige-graue Tönung ohne Rotanteil“, so Horst Kirchberger.

Was muss noch getan werden, um das Make-up bei Hautunreinheiten und Rosacea abzurunden? Das lesen Sie in dem Artikel "Kein Versteckspiel" in der November-Ausgabe von KOSMETIK international.

Fotos: stock.adobe.com/vladimirfloyd

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