Hilfe bei Fersensporn

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Hilfe bei Fersensporn

Wenn die Füße nach einem langen Tag auf den Beinen wehtun, kann das verschiedene Gründe haben. Manchmal steckt ein Fersensporn dahinter.

Vorprogrammierte Fußprobleme

In jungen Jahren fallen Fußprobleme oft nicht so stark ins Gewicht wie im Alter von 50 aufwärts. Mit zunehmendem Alter verändern sich Füße. Oft werden sie breiter, was eine Schuhgröße mehr ausmachen kann. Auch das Fußgewölbe senkt sich und kann zu einem Senkfuß beitragen. Kommen schlecht sitzende Schuhe, Bewegungsmangel, einseitige Bewegung oder Übergewicht dazu, sind Fußprobleme vorprogrammiert. Beugen Sie vor!

Passendes Schuhwerk

Was Füße beweglich hält, sind kleine aktive Auszeiten. Dazu Füße im Sitzen und/oder Stehen bewusst nach außen und innen kreisen. Füße nach vorne wippen, auf die Zehenspitzen stellen und absenken. Beweglich bleiben sie zudem, wenn mit den Zehen bewusst etwas aufgegriffen wird. Sei es ein kleiner Ball, eine Zeitung oder ein Seil. Denn Greifübungen halten den gesamten Fuß auf Trab. Solche kurzen, aktiven Momente lassen sich auch problemlos in den Arbeitsalltag einbauen, zum Beispiel in der Mittagspause oder wenn Sie sitzen. Praktizieren Sie das ein paar Wochen, geht es in Gewohnheit über und sobald Sie sitzen, bewegen Sie Ihre Füße. Außerdem tun Sie ihnen mit passenden Strümpfen und Schuhen nur Gutes. Atmungsaktive Socken und Strümpfe, zum Beispiel mit Kompression, helfen aktiv dabei sie fit zu halten, besonders wenn Sie lange stehen müssen. Kompressionssocken gibt es etwa in Sportabteilungen in der Rubrik Laufen. Im Hinblick auf Schuhe empfiehlt es sich ebenfalls, atmungsaktive Materialien wie Leder, Stoff oder speziell gekennzeichnete Materialien (wie bei Laufschuhen) auszuwählen. Eine weiche Polsterung und genug Halt sind ratsam, damit der Fuß im Lauf des Tages ausreichend unterstützt wird. Doch was macht Sinn, wenn aus banalen Fußschmerzen ein Fersensporn wird?

Wenn jeder Schritt zu viel ist       

Rund zehn Prozent der Erwachsenen, allen voran Frauen, bekommen auf einmal unerträgliche Schmerzen in den Füßen. Von außen ist nichts zu sehen. Lediglich die Haut an der Ferse kann sich etwas wärmer oder nach längerem Gehen heiß anfühlen. Von selbst verschwinden die Schmerzen nicht. Zur Diagnose eines Fersensporns ist eine Röntgenaufnahme aussagekräftig. Hier zeigt sich dann das Übel: Ein dornenförmiger, knöcherner Fortsatz am Fersenkochen. Dieser bildet sich durch kleine Sehnenverletzungen, die verkalken. Die Schmerzen gehen nicht vom Sporn an sich aus, sondern von der Entzündung der an den Fersenknochen angrenzenden Sehne. Wird diese auf lange Sicht nicht behandelt, kann sich der Fersensporn zum Dauerzustand entwickeln. Es gibt zwei bevorzugte Areale des Sporns: Auf der unteren Seite des Fersenknochensoder im oberen Fußbereich, am Ansatz der Achillessehne.          

High Heels und Sandalen

Neben Alter und Geschlecht kann Übergewicht dazu beitragen, dass sich ein Fersensporn ausbildet. Auch eine verkürzte Wadenmuskulatur, zum Beispiel wenn über Jahre überwiegend High Heels getragen werden, zählen zu den Ursachen. Flache Schuhe mit sehr dünner Sohle bieten dem Fuß überhaupt keine Dämpfung und Stütze, sodass ein Fersensporn entstehen kann. In akuten Situationen kann Schmerzgel oder ein schmerzstillendes Medikament kurzfristig zur Linderung beitragen. Auch Kälte, zum Beispiel als Kühl-Pack, wirkt lindernd. Doch die Ursache ist damit nicht behoben. Eine der besten Möglichkeiten sind individuell vom Orthopädie-Schuhmacher angefertigte Sohlen zum Einlegen in Schuhe. Bei bestehender Diagnose können Ärzte diese verordnen. Spezielle Fersensporn-Einlagen haben eine weiche Bettung im Bereich der Ferse, bieten dem Fuß insgesamt Halt und Stabilität. Eine erste, schnelle Hilfe bieten Gel-Fersenkissen, die sich in jeden Schuh kleben lassen. Diese gibt es in jedem Drogeriemarkt. Wer sportlich aktiv ist, sollte sich vor den eigentlichen Trainingseinheiten unbedingt ausreichend aufwärmen. Schuhe mit etwas Absatz, zum Beispiel drei bis fünf Zentimeter mit fester Sohle und weichem Innenleben helfen dabei, dass die Schmerzen nachlassen. Neben Einlagen ist das beste und sinnvollste Mittel aber gezielte Fußgymnastik mit speziellen Übungen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Oktober-Ausgabe von KOSMETIK international
 

 

Von | Fotos: stock.adobe.com/Pixel-Shot