Meine Marke? Das bin ich!

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Meine Marke? Das bin ich!

Haben Sie schon mit dem Gedanken gespielt, mit Ihren eigenen Produkten zu arbeiten? Mit einem Produktportfolio, das Ihre fachliche Handschrift trägt und das es nur bei Ihnen gibt? Dann sollten Sie weiterlesen – unsere Expertin erklärt, wie‘s funktioniert.

Warum wird man Unternehmerin? Weil man etwas unternehmen will! Zum Beispiel eigene Ideen entwickeln, eigene Konzepte umsetzen usw. Wie sieht die Realität aus?

Selbstbestimmt kalkulieren

In vielen Bereichen wird es den Unternehmerinnen/Kosmetikerinnen nicht leicht gemacht – durch eine überladene Bürokratie, keine freie Lohnautonomie und vieles mehr. Hat die Kosmetikerin sich bei der Produktwahl für ein Depot entschieden, muss sie sich mit einer unverbindlichen Preisempfehlung auseinandersetzen – die dann häufig im Internet drastisch unterboten wird, sodass im kalkulatorischen Vergleich den Kosmetikerinnen der Gewinn verlorengeht.

Selbst die Gestaltung des Instituts wird einigen Kosmetikerinnen wohlwollend aus der Hand genommen, sodass das Unternehmen eigentlich nicht mehr das eigene ist. Ich appelliere an alle Kosmetikerinnen: Macht euch groß! Kunden kommen nicht wegen einer Marke zu euch – die Produkte können sie häufig (leider) auch im Internet kaufen. Sie kommen wegen euch und eurer Fachkompetenz! Deswegen sollte die Kosmetikerin immer an erster Stelle stehen, dahinter eine hochwertige Wirkstoffkosmetik, die ihre Behandlungskonzepte zum Erfolg führen. Dies alles mit dem eigenen Label ist der beste Garant für einen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Vorteile der eigenen Marke

Bei vielen Kosmetikerinnen erfordert es einen hohen Leidensdruck, bevor sie sich mit dem Thema Private Label beschäftigen. Viele plagen sich mit unnötigen Ängsten. Die „Neuprogrammierung“ im Kopf auf Gewinn und Erfolg braucht eine vertrauensvolle Begleitung, dann wird der Schritt zum Private Label häufig als regelrechter Befreiungsschlag empfunden. Oft werde ich gefragt: Welchen Vorteil bringt es mir, meine eigenen Produkte zu haben?
An erster Stelle steht das unschlagbare Argument der eigenen Preisgestaltung. Es macht mir immer eine große Freude mit den Kosmetikerinnen anhand einer Exceltabelle mit den Margen zu spielen und sofort den Umsatz abzüglich der betrieblichen Kosten und des Unternehmerlohnes darzustellen und so den Gewinn zu kalkulieren.

An zweiter Stelle steht für mich die Individualisierung: Jedes Institut sollte, wenn es sich für ein Private Label entscheidet, zeitgleich diese Schritte gehen:

  • das Portfolio gezielt anpassen
  • Worauf soll der Fokus liegen?
  • Welche Kundenschicht möchte ich ansprechen?
  • Welche Dienstleistungen blockieren mich?

Auf diese Weise kann die Produktpalette im Private Label gezielt positioniert werden. Aufräumen befreit und macht Platz für Neues. Machen Sie sich zur Marke – diese Fokussierung ist das Beste für Ihren beruflichen Erfolg! An dritter Stelle steht ein ganz wichtiger Punkt: die Wertschätzung für sich selbst, sich als Unternehmerin in den Mittelpunkt zu stellen – nicht überheblich, aber bestimmt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 1/2023.

Von | Fotos: stock.adobe.com/Studio_Romantic

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