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Für die Kabine // 28.10.2023

Kleines Einmaleins der Nagelformen

Mandelförmig, eckig oder doch lieber spitz zulaufend? Die Auswahl an Nagelformen ist groß. Doch welche passt am besten zu welcher Hand? Und welche Shapes sind gerade angesagt?

Grundlagen schaffen

Beste Voraussetzung für eine gelungene Maniküre oder Modellage, gleich welcher Form, sind gesunde Naturnägel. Neben Keratin sind die Vitamine A, B und C, Folsäure sowie Cobalamin dafür verantwortlich. Diese Nährstoffe sollten über eine ausgewogene Ernährung zugeführt werden. Auf den Speiseplan für robuste Nägel gehören Hülsenfrüchte, Spinat, Süßkartoffeln, rohe Karotten, Kürbiskerne und Walnüsse. In Avocado und Lachs sind Omega-3-Fettsäuren enthalten, die Nagelbett und -haut geschmeidig halten. Der Hausarzt kann darüber hinaus mittels eines Blutbilds eventuelle Mängel erkennen und zu einem gezielten Supplement raten. Weitere Unterstützung bieten Nagelöle. Auch rissige Nagelhaut profitiert davon. Um das Abbrechen der Nägel hinauszuzögern, gibt es Nagelhärter, der lediglich auf die Spitze aufgetragen wird. So bleibt die Basis elastisch, das natürliche Wachstum wird nicht beeinträchtigt. Beim Nagellackentferner auf Aceton verzichten!

Jetzt geht’s rund!

Soll es unauffällig und natürlich sein? Dann ist eine runde Nagelform die richtige. Sie ist auch bei brüchigen Nägeln gut geeignet, da Schäden direkt wieder abgefeilt oder mit der  Nagelschere gekürzt werden können. Ein abgerundeter Nagel ist ideal für alle Frauen, die nicht zu viel Aufmerksamkeit auf die Hände legen wollen – weil sie vielleicht faltig, sehnig oder stark pigmentiert sind. Kurze, runde Nägel sind auch die beste Wahl für alle, die viel mit den Händen arbeiten – etwa in der Altenpflege. Lange Nägel, die Patienten verletzen könnten, sind hier unpraktisch.

Mit Ecken und Kanten

Der eckige Nagel ist eine sehr beliebte Nagelform. Sie ist für kurze, mittellange und lange Nägel optimal, sieht aber bei einem breiten kurzen Nagelbett am vorteilhaftesten aus. Warum? Die gerade abgefeilte Kante kaschiert das breite Nagelbett, was die Finger einheitlicher erscheinen lässt. Die Fingerform spielt hierbei keine Rolle, sondern lediglich das Nagelbett. Abgucken können Sie übrigens bei Kim Kardashian; der TV-Star ist ein großer Fan dieser Shape – allerdings in XL-Länge.

Mandel-Mania

Dezent, elegant und ladylike: Mandelförmig ist prima für gesunde, harte Nägel, die nicht schnell brechen. Durch das leicht spitz zulaufende Design wird der Nagel optisch schmaler und die Finger wirken länger. Dafür werden die Seitenränder der Nägel gerade gefeilt, während die Ecken abgerundet werden. Für den Mandel-Look à la Selena Gomez wird von der Nagelmitte nach außen gefeilt. Je mehr in die Breite gefeilt wird, desto runder werden die Nägel.

Oval – Squoval

Kundinnen mit einem breiten, aber länglichen Nagelbett sollten Sie am besten zu einer ovalen Nagelform raten. Die abgerundeten Kanten greifen die Form des Nagelmondes auf und strecken die Finger optisch. Das Ergebnis ist ein Look: sportlich, sleek und absolut hip! Inspiration liefern der Nagel-Styles von Sängerin Ariana Grande und Schauspielerin Zendaya. Apropos oval: Haben Sie schon mal von einer „squovalen“ Nagelform gehört? Es handelt sich um einen Mix aus Oval und Square (englisch für „Quadrat“), also eckig mit abgerundeten Kanten. Diese Form ist ideal für alle, die ein längliches Nagelbett haben. Denn durch die gerade Kante wirken die Nägel etwas breiter. Stilikonen wie Hailey Bieber und Lily Collins sind prominente Fans dieser Maniküre.

Stiletto

Selbstbewusst, extravagant und nichts für den Alltag: Der High Heel unter den Nagelformen hat eine spitz zulaufende Form und wird deshalb auch oft Stiletto Nail genannt. Stars wie Rihanna und J.Lo haben diesen Nail Shape zum Trend gemacht und präsentieren sich regelmäßig mit frisch manikürten Stiletto-Nails auf ihren Instagram Accounts. Diese Form ist also ideal für alle Kundinnen, die ihre Hände als Blickfang inszenieren wollen. Stiletto-Nails schmeicheln kurzen Fingern und breiten Nägeln besonders. Allerdings erfordern diese Krallen im Alltag etwas Übung. Darüber hinaus kann diese Form bei Naturnägeln schnell abbrechen, weshalb hier den Kunden unbedingt zu einer Gel-Modellage geraten werden sollte. Auch das Feilen ist nicht ganz einfach: Die Nagelecken werden mit der sogenannten „I-Technik“ komplett abgefeilt, sodass eine Spitze entsteht. Dafür wird die Feile an der Nagelmitte angesetzt und die Ecken werden schräg nach unten weggefeilt.

Den vollständigen Beitrag finden Sie in KOSMETIK international 10/2023.

Von Lea Becker