Schönheitspflege: Inlandsumsatz wächst, Export geht stark zurück

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Schönheitspflege: Inlandsumsatz wächst, Export geht stark zurück

Produkte der Schönheits- und Haushaltspflege sind im ersten Halbjahr 2020 gefragte Begleiter des täglichen Lebens. Händewaschen als eine der zentralen Hygienemaßnahmen in der Corona-Krise sorgte für deutliche Umsatzsteigerungen bei Seifen und Syndets. Make-up, Lippenstift & Co sowie Düfte waren dagegen weniger gefragt.

Insgesamt wuchs der Inlandsumsatz in der Kateogrie Schönheits- und Haushaltspflege im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Stark belastet wird das Geschäft durch die aktuell schwierige Lage im Export. Der Außenhandel meldet über wesentliche Produktkategorien Umsatzeinbußen; insgesamt geht der Export um 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurück.

Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) schätzt den in den ersten sechs Monaten des Jahres in Deutschland erzielten Umsatz mit Produkten der Schönheits- und Haushaltspflege auf 8,1 Milliarden Euro. 1 Das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Danach wuchs der Markt für Schönheitspflegeprodukte von Januar bis Juni um knapp ein Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.

Für gutes Aussehen und persönliche Hygiene haben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland unverändert durchschnittlich 84 Euro ausgegeben. 2 Dabei griffen sie besonders häufig bei Seifen und Syndets zu, deren Umsatz sich mit einer Steigerung von 86,4 Prozent nahezu verdoppelt hat. Mundhygiene legte um 5 Prozent zu. Umsatzverluste verzeichneten die Dekorative Kosmetik (minus 13,8 Prozent) und die Damen- und Herrendüfte (minus 24,8 Prozent).

Um 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurückgegangen ist das Exportgeschäft. 3 Dabei gab der Wert der exportierten Schönheitspflegeprodukte um 12 Prozent nach.

 

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