Welche Vorgaben gelten in meinem Bundesland?

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Welche Vorgaben gelten in meinem Bundesland?

Die Bundesländer orientieren sich mit ihren jeweiligen Verordnungen an den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz. Ausnahmen für körpernahe Dienstleistungen gibt es lediglich in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das Wichtigste im Überblick:

Baden-Württemberg

Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, Nagelstudios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie etwa Physiotherapie, Ergotherapie oder medizinisch indizierte Fußpflege ist weiterhin möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Hygieneauflagen geöffnet.

Bayern

Betriebe mit besonderer körperlicher Nähe wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe dürfen nicht mehr weiterarbeiten. Medizinisch notwendige Behandlungen wie etwa Physio- und Ergotherapie, Logopädie oder Fußpflege bleiben weiter möglich. Auch Friseursalons dürfen unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene weiter geöffnet bleiben.

Berlin

Dienstleistungsgewerbe im Bereich der Körperpflege (Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios), werden nicht für den Publikumsverkehr geöffnet beziehungsweise dürfen keine Dienste anbieten. Dies gilt nicht für Friseurbetriebe sowie medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapie.

Brandenburg

Das Erbringen körpernaher Dienstleistungen, bei denen dienstleistungsbedingt das Abstandsgebot zwischen der Leistungserbringerin/ dem Leistungserbringer und der Leistungsempfängerin/dem Leistungsempfänger nicht eingehalten werden kann, ist untersagt. Ausgenommen sind medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere im Bereich der Physio-, Ergo-, oder Logotherapie, Podologie sowie der Fußpflege, die nicht rein kosmetischen Zwecken dient. Auch Friseure dürfen öffnen.

Bremen

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der nichtmedizinischen Körperpflege wie Kosmetikstudios, Tattoostudios, Nagelstudios sind geschlossen. Friseursalons bleiben geöffnet.

Hamburg

Dienstleistungsbetriebe im körpernahen Bereich müssen schließen, dazu gehören Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios. Medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin möglich.

Hessen

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagepraxen (Wellness- und Thaimassagen), Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, wie z. B. Physiotherapie sind weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Mecklenburg-Vorpommern

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios u. ä. werden geschlossen, da in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapie sowie Podologie/Fußpflege sind weitehinr möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Hygiene-Auflagen geöffnet.

Niedersachsen

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, wie z. B. Kosmetikstudios, Tattoostudios, Solarien und Massagepraxen müssen schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, und Ergotherapie- und Logopädie sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiterhin möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Hygieneauflagen geöffnet.

Nordrhein-Westfalen:

Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere Gesichtsbehandlung, Kosmetik, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen), sind bis zum 30. November 2020 untersagt. Ausgenommen bleiben Fußpflege- und Friseurleistungen.

Rheinland-Pfalz:

Geschlossen werden Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios. Erlaubt bleiben Physio-, Ergo-, und Logotherapien sowie medizinische Fußpflege und Friseursalons.

Saarland

Das Erbringen sogenannter körpernaher Dienstleistungenwie sie in Kosmetikstudios, Massage-Praxen, Tattoo-­Studios und ähnlichen Betrieben erfolgt, ist untersagt. Heilmittelerbringer und Gesundheitsberufe sind von den Betriebsuntersagungen ausdrücklich ausgenommen. Auch der Betrieb von Friseursalons ist im Rahmen der bestehenden Hygienekonzepte weiterhin zulässig.

Sachsen

Verboten ist die Öffnung von Betrieben im Bereich der körpernahen Dienstleistung. Ausgenommen sind medizinisch notwendige Behandlungen und Friseure.

Sachsen-Anhalt

Das Bundesland schließt sich den nationalen Maßnahmen an — mit Ausnahmen. Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege dürften demnach offen bleiben, wenn die Hygieneregeln umgesetzt werden. Dazu gehören Kosmetikstudios, Fußpflege, Sonnenstudios und Nagelstudios. Auch Friseure dürfen ihrer Arbeit weiter nachgehen.

Schleswig-Holstein

Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapie oder Fußpflege sind weiterhin möglich. Auch Friseure bleiben geöffnet.

Thüringen

Im Gegensatz zu ersten Plänen dürfen nicht nur Friseursalons, sondern auch Kosmetik- und Fußpflege-Studios bei Einhaltung der Hygienekonzepte weiter öffnen. Allerdings gibt es in Thüringen einen Parlamentsvorbehalt, d. h. das Landesparlament kann über Veränderungen an der Verordnung bestimmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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