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Kosmetikerin Existenzgruendung

Um sich mit einem eigenen Kosmetikinstitut selbstständig zu machen, braucht man nicht nur Mut, sondern auch eine gute Planung und Vorbereitung. Worauf Sie dabei besonders achten sollten, erfahren Sie hier.

Sie möchten sich mit einem eigenen Institut selbstständig machen? Dann ist vor allem eines gefragt: eine gründliche Vorbereitung. Hierzu zählen die konzeptionelle Planung, die Wahl des Standorts und nicht zuletzt eine Analyse der Konkurrenz. Eines gleich vorweg: Um sich erfolgreich am Markt zu etablieren, müssen Sie nicht nur Zeit in die akribische Planung investieren, sondern bei aller Begeisterung für Ihr Vorhaben auch realistisch bleiben! Nur ein klarer Blick und eine nüchterne Beurteilung helfen, (eventuell teuer zu bezahlende) Fehleinschätzungen zu vermeiden. Hüten Sie sich deshalb vor Gedanken wie „Ach, das wird schon irgendwie“ oder „Darüber kann ich mir einen Kopf machen, wenn es so weit ist“.

Sich die Zeit nehmen

Schrauben Sie außerdem Ihre Erwartungen an den Umsatz in der ersten Zeit nicht zu hoch! Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, muss bedenken, dass die Startphase mindestens ein, eher zwei Jahre dauert. In dieser Zeit sind neben Ihren Lebenshaltungskosten auch Miete, Nebenkosten und Produkte für Ihr Institut sowie Versicherungen (etwa eine Berufshaftpflicht) zu bezahlen. Ein aus-reichendes finanzielles Polster oder eine anderweitige Absicherung ist also unerlässlich. Abgesehen davon erfordert die Ausstattung eines Studios Geld. Ein solider Finanzplan (in dem Sie auch ein Gehalt für sich vorsehen sollten) ist also die alles entscheidende Basis.

In Ihrem Institut wollen Sie Treatments für Schönheit und Wohlbefinden anbieten. Genau das offerieren auch Ihre Mitbewerber! Um sich als Neueinsteiger am Markt behaupten zu können, müssen Sie also mit Ihrem Angebot

  • die Neugier potenzieller Kunden wecken,
  • sie animieren, Ihr Angebot auszuprobieren, und
  • sie damit so überzeugen, dass sie zu dauerhaften Kunden werden.

Einfach unverwechselbar!

Die Frage ist somit: Was bieten Sie, um interessant zu sein und langfristig zu überzeugen? Fachkenntnis, Freundlich-keit und Kundenorientierung sind die Grundvoraussetzungen, die keiner weiteren Überlegung bedürfen. Wichtig hingegen ist Ihre „Unique Selling Proposition“, kurz USP. Dieser Begriff aus Marketing und Verkaufspsychologie bedeutet Alleinstellungsmerkmal. Konkret heißt das: Wie müssen Sie sich positionieren, damit sich Ihr Institut von den Mitbewerbern abhebt und unverwechselbar wird? Um das herauszufinden, ist es notwendig, sich Zeit für ein Brainstorming zu nehmen und sich zu fragen:

  • Welches spezielle Know-how besitze ich?
  • Worauf soll mein Schwerpunkt liegen? Wen will ich vor allem ansprechen? Gibt es spezielle Zielgruppen? Der Fokus könnte etwa auf kosmetologischen Behandlungen von Hautproblemen liegen oder auf Natur- bzw. veganer Kosmetik. Natürlich gehören Trends dazu. Doch trendige Themen allein sollten Ihr Konzept nicht prägen, sondern das, was Ihnen besonders liegt und Ihre Begeisterung weckt. Denn wenn Sie sich mit dem, was Sie tun, wirklich identifizieren, wirken Sie authentisch und überzeugend.
  • Will ich neben klassischen Gesichts- und Körperbehandlungen mehr anbieten, etwa Make-up, Schmink- oder Styling-Beratung, Wellness-Massagen, Maniküre oder kosmetische Fußpflege?
  • Welche Produkte benötige ich dafür? Und von welchen Produkten bin ich ab-solut überzeugt? Bevor Sie sich bei der Wahl der Marke und Produktlinie(n) end-gültig festlegen, prüfen Sie die Bedingungen der Hersteller. Müssten Sie sich verpflichten, ausschließlich Produkte eines Anbieters zu verwenden und zu verkaufen? Wie sieht es mit dem Preis aus? (Zusammen mit dem Materialeinsatz und Zeitaufwand spielt er eine entscheidende Rolle bei Ihrer Preiskalkulation, die Sie schon jetzt im Auge haben sollten.) Außerdem: Wird Unterstützung in Form von Beratungen, Seminaren und Werbematerial angeboten? Neben Ihren eigenen Produkterfahrungen sollte all dies in Ihre Entscheidung mit einfließen.
  • Welche Ausstattung und welches Ambiente passen zu Ihrem Behandlungs-konzept? Diese Frage sollten Sie ebenfalls im Vorfeld klären, denn auch sie spielt für Ihre Zielgruppe(n) eine Rolle – und damit für den nächsten Schritt: die Suche nach dem richtigen Standort. 

Bevor Sie sich nach Räumlichkeiten für Ihr Institut umsehen, machen Sie sich Gedanken über dessen Lage und beziehen Sie dabei Ihr Konzept mit ein. Die Kaufkraft möglicher Kunden ist bei der Ausrichtung ebenso wie bei der Ausstattung zu bedenken. So ist etwa bei einem super edlen Institut (zu dessen Zielgruppe vielleicht auch Männer zählen) die Wahrscheinlichkeit höher, in einem Stadtteil mit hippen Besserverdienern gut angenommen zu werden als in einem „einfacheren“ Viertel mit Einwohnern, deren Kaufkraft eher niedrig ist. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 01/2019.

Von | Fotos: Fotolia/highwaystarz

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