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Bewerbung 2019 |

Bafahmie_Witten

Der Moment, als ihr Name „Maryam Bafahmie“ durch den Festsaal wehte, bleibt der Preisträgerin in ewiger Erinnerung. Schon eine Nominierung bestätige den Bewerber und verschaffe ihm Power für die Zukunft, findet sie.

Sie haben „Gloria – Deutscher Kosmetikpreis“ schon 2014 miterlebt, als Gast. Von da an wussten Sie, dass Sie sich einmal bewerben – und vielleicht auf der Bühne stehen würden. Was hat Sie daran fasziniert?

Ich war total begeistert, die Atmosphäre war sehr schön – auch so warmherzig. Im Moment der Preisverleihung war den Gewinnern das Glück ins Gesicht geschrieben. Sie konnten die Bestätigung ihrer Arbeit genießen, die Aufmerksamkeit und das Interesse an ihnen. Das ist dann eben die Belohnung für das, was man im Leben tut.

Tatsächlich haben Sie Gloria 2018 in der Kategorie „Lebenswerk“ gewonnen. Wie hatten Sie sich in der Zwischenzeit auf die Bewerbung vorbereitet?

Ich habe das Geschäft vergrößert und modernisiert. Zwar sind wir noch in demselben Jahr, 2014, in neuen Räumlichkeiten angekommen, aber ich spürte, dass das noch nicht ausreichend war. Ich besuchte weitere Fortbildungen und Seminare und konnte dann viel mehr Behandlungen anbieten, ein breiteres Portfolio. Mittlerweile haben wir zu 60 bis 70 Prozent Kunden, die dafür aus einem Einzugsgebiet von 160 Kilometern kommen, auch aus dem Ausland, aus Brüssel, Holland, und sogar aus Süddeutschland. So mussten wir das Personal aufstocken.

Haben Sie die Bewerbung als Team aufgestellt oder ganz alleine erarbeitet?

Mein Schwiegersohn arbeitet im Management, in der Wirtschaft. Er hat mir sehr geholfen, auch indem er mich immer wieder motivierte und bestätigte. Der Blick von außen auf mein Unternehmen hat mich schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit immer weitergebracht – ich habe mich regelmäßig in meine Kunden hineinversetzt und versucht zu erkennen, was diese erwarten. Mit der Gloria-Bewerbung kam noch ein anderer Aspekt hinzu: der wirtschaftliche. Ich musste mich also noch intensiver mit der Perspektive von außen befassen – und auch belegen, dass das Institut in dieser Hinsicht in einem guten Zustand ist.

Wie hat sich das Team in der Zeit verhalten, als die Testkunden unterwegs waren – gab es Spielregeln?

Wir geben immer unser Bestes, für jeden Kunden – das kann ich für alle Mitarbeiter so sagen. Aber wir waren gespannt, ob wir einen Testkunden als solchen erkennen würden. Stress hatten wir nicht, wir haben weitergemacht wie gewohnt, trotzdem war es eine aufregende Zeit.

Haben Sie mit Ihren Kunden über „Gloria – Deutscher Kosmetikpreis“ gesprochen?

Wir haben ihnen erzählt, dass wir uns beworben haben, und was es bedeuten würde, wenn wir gewinnen. Sie haben sich sehr dafür interessiert und die ganze Zeit über nach allen Einzelheiten gefragt, wer den Preis vergibt, nach dem Gala-Abend, den Prominenten, den verschiedenen Kategorien. Und viele haben sogar im Internet recherchiert – und wussten dann sehr genau Bescheid.

Was ist nach der Nominierung passiert?

Wir bekamen Glückwünsche und Blumensträuße von überall her. Das habe ich zum Anlass genommen, ein Heft auszulegen – und die Kunden zu bitten, hineinzuschreiben, warum sie glauben, dass wir gewinnen könnten. Für mich war es eine gute Möglichkeit, um zu erfahren, wie die Kunden uns sehen, was ihnen wichtig ist und warum sie sich bei uns wohlfühlen. Die vielen positiven Einträge haben mir noch mehr Power verliehen, als ich sowieso schon habe. Die Mitarbeiter waren alle stolz und glücklich, sie haben erkannt, dass es allein schon ein Gewinn ist, nominiert zu sein. Das Team wurde stärker, es gab viel Zusammenhalt und Kraft.

Wie war die Vorbereitungszeit auf die Gala?

Es war sehr emotional, je näher der Termin heranrückte, desto mehr Herzklopfen bekam ich. Es gab keinen Tag, an dem wir nicht darüber gesprochen hätten. Die Fragen waren: Was ziehe ich an, wie soll die Frisur aussehen usw. Es war eine schöne, intensive Zeit, auch mit dem Team. Einmal kam eine Kundin, die erzählte, sie habe uns im Traum gewinnen sehen, ich war auf der Bühne. Sie war sich sicher, dass ihr Traum wahr wird.

Wie gefielen Ihnen das Nominiertenheft und später das Eventheft zu Gloria 2018?

Wir haben das Nominiertenheft alle gründlich angeschaut – alles sehr schön, kurz und knapp. Aber das Eventheft hätte wirklich nicht schöner sein können, es war einmalig! Sogar unsere Kunden haben es gelesen – und sich teilweise ausgeliehen, weil wir nicht genug hatten, um jedem eines schenken zu können.

Haben Sie persönlich mit der höchsten Auszeichnung gerechnet?

Nein, gar nicht, auch wenn ich es gehofft hatte. Die beiden anderen Nominierten waren ebenfalls sehr stark. Als ich auf der Bühne stand und die Laudatorin Veronica Ferres sprach, bekam ich plötzlich eine Gänsehaut, als ich „die gebürtige Perserin“ hörte. Dann explodierte in meinem Kopf ein Feuerwerk an Gefühlen. Die Bilder von 30 Jahren Lebenswerk zogen in rasender Geschwindigkeit an mir vorbei, Bilder aus schwierigen Zeiten. Und in dem Moment wusste ich: So viel ich erlebt habe, so habe ich doch alles richtig gemacht.

Was hat Ihnen am Gala-Abend besonders gut gefallen?

Der Text von Veronica Ferres, sie hat in kurzer Zeit alles benannt, was ich hinter mir habe, das hat mich fasziniert. Der Höhepunkt war, als sie meinen Namen nannte und ich den Pokal bekam. Das bleibt – eine Erinnerung an die Bestätigung und die Wertschätzung der Fachjury. Wie man selbst über sich denkt, das ist oft anders, als es andere tun.

Welche Reaktionen Ihrer Kunden haben Sie am meisten berührt?

Als wir am Dienstag nach der Gala wieder im Institut waren, kamen Kunden ohne Termin, mit Blumensträußen und Glückwunschkarten, das Handy hat nicht mehr aufgehört zu piepsen. Ich konnte gar nicht richtig arbeiten, musste immer wieder aus der Kabine heraus – aber das hat mir an diesem Tag kein Kunde übelgenommen. Wir haben alle viel geweint und erzählt. Es waren unbeschreibliche Momente. In den Augen der Kunden sah man, wie stolz sie waren, dass sie Kunden von uns sind!

Wo steht heute Ihr schöner Gloria-Award?

Wir haben für die Trophäe eine Säule mit Vitrine anfertigen lassen (siehe Foto unten). Sie steht mitten im Geschäft, alle interessieren sich dafür, auch die neuen Kunden, die unsere Bewerbung nicht mitbekommen haben. Wir erzählen allen immer wieder über Gloria. Gloria hat uns viel Aufmerksamkeit und ungefähr 70 neue Kunden beschert.

Welche Tipps haben Sie für junge Kolleginnen, die nachfolgende Generation?

Man sollte nie denken: Ich werde jetzt einfach Kosmetikerin. Es ist ein Beruf, in dem man einen sehr engen Kontakt zu anderen Menschen hat, denen man etwas Gutes tun will, denen man helfen will. Dazu muss man Vertrauen schaffen. Wichtig sind: eine gute Ausbildung und ständige Fortbildungsmaßnahmen. Es ist nicht damit getan, den Kunden einzucremen, zu massieren und dekorativ ein bisschen Hand anzulegen. Man muss ihm das Gefühl geben: Ich bin für dich da – und daraus sein Geschäft entwickeln, mit Freude und wirtschaftlich mit Bedacht.

Wofür ist eine Bewerbung um „Gloria – Deutscher Kosmetikpreis“ nützlich? Was ist nach einer Nominierung z. B. besser?

Eine Nominierung bestätigt das, was man in der Vergangenheit geleistet hat. Und sie bringt Power für die Zukunft. Sie hilft einem, an sich selbst zu glauben. Deshalb ist eine Bewerbung das Allerbeste, was ich meinen Kollegen empfehlen kann. Es tut dem Selbstbewusstsein unglaublich gut, wenn es gelungen ist, eine Fachjury zu überzeugen. Mir war noch auf der Bühne bei der Preisverleihung klar, dass man alles schaffen kann, was man sich wünscht, so wie ich – mit Mut und Fleiß.

Von | Fotos: KOSMETIK international/Andrea Fabry

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