Foto: Geli's Fußpflege

Sie haben sich in sympathisch ergreifender Weise auf der Bühne für Ihre großartige Nominierung bedankt – bei Ihrem Mann, Ihren Mitarbeitern und bei uns als Veranstalter. Hat diese positive Stimmung angehalten?

Oh ja, bis heute: Wir zehren immer noch von der Nominierung. Und der Auftritt auf der Bühne war meine Art, allen Beteiligten meine Wertschätzung auszusprechen. Dafür habe ich lange geübt – Monate! Ich wollte meinen Mitarbeitern sagen, dass sie es sind, die zu den Besten gehören, sie bringen das Geschäft weiter, ich bin ja nicht allein! Deshalb habe ich das ganze Team mitgenommen – und mich das wirklich was kosten lassen! Und jetzt meinen die Mitarbeiter: „Das könnten wir doch noch mal machen!“

Was hat Sie denn seinerzeit dazu bewogen, sich zu bewerben?

Eines Tages kam mein Mann und meinte: „Was hältst du davon, dich um Gloria zu bewerben? Das wär‘ doch was, wir brauchen uns doch nicht zu verstecken!“ Dann haben wir uns eine andere Gewinnerin aus dem Jahr davor mal angesehen, also ihre Homepage. Mein Mann war überzeugt davon, dass wir mithalten können. Und dann hat er sich um alles gekümmert. Man traut sich das selbst nicht zu, ich wäre nie auf die Idee gekommen – irgendwie hält man sich zu klein, und ich hatte eigentlich auch gar nicht den Kopf dafür. Bei uns liefen gerade die Vorbereitungen zur Übernahme eines zweiten Geschäftes. Und dann kam der Anruf, in dem es hieß, wir seien nominiert! An dem Abend sind wir zum Essen gegangen – so sehr haben wir uns gefreut. Deswegen habe ich die Auszeichnung auch meinem Mann gewidmet – ohne ihn hätte ich sie nie bekommen.

Haben Sie mit Ihren Kunden über die Bewerbung gesprochen?

Ja, und alle waren sehr stolz. Sogar einige Zeitungen haben berichtet – und daraufhin haben wir eine unheimliche Flut an neuen Kunden bekommen, sodass wir eine Halbtagskraft und eine 70-Prozent-Kraft neu einstellen mussten. Seither sind unsere Termine immer bis zu zwei Monate im Voraus ausgebucht, meine Mitarbeiter haben keinen Leerlauf. Auf einen großen Zeitungsartikel hin waren die Leute hier sehr neugierig geworden, so nach dem Motto: Das guck‘ ich mir mal an. Und bei Facebook hat es richtig gerappelt – man bleibt gut im Gespräch. Hier im Ländle ist Mundpropaganda wichtig, der Schwabe ist vorsichtig, da geht man am liebsten dahin, wo die Freundin auch war.

Haben Sie mit der Nominierung speziell für sich geworben?

Ja, unbedingt. Ich habe jetzt in meinen beiden Geschäften, in Leingarten und in Heilbronn, die Urkunde hängen – und die Leute fragen auch nach. Wir haben das Gloria-Nominierten-Logo auf einem Auto vom Theater-Shuttle-Service anbringen lassen, für fünf Jahre (siehe oben)! 

Haben Sie schon Effekte durch diese Öffentlichkeit festgestellt?

Man wird von außen viel ernster genommen, andere Branchen werden plötzlich aufmerksam. So ist man nicht mehr die „kleine Fußpflegerin“, die man vorher war. Im Wirtschaftskreis – einem Zusammenschluss aller Betriebe am Ort – und in der Gemeinde genießen wir jetzt ein höheres Ansehen.

Was hat Ihnen die Nominierung betriebswirtschaftlich gebracht?

Mehr Umsatz durch mehr Kunden, dadurch einen größeren Investitionsrahmen – z. B. für Fortbildungen auch für die Mitarbeiter, eine neue Homepage – jetzt auch mit der Möglichkeit für Online-Buchungen, mehr Traffic auf Facebook. Inzwischen habe ich sogar ein neues Auto, es fährt mit unserem Logo, das ich jetzt habe schützen lassen.

Haben Sie den Gloria-Testkundenbericht ausgewertet?

Wir waren sehr glücklich über die Anregungen, die wir bekommen haben – und über die Tatsache, dass unsere Arbeit in der Fußpflege zu 100 Prozent positiv bewertet wurde.  Uns wurde eine Top-Arbeit bestätigt, das genügt!

Wie haben sich denn die Mitarbeiter verhalten bzw. verändert?

So eine Nominierung verändert alles. Die Mitarbeiterinnen waren alle fassungslos, ja betäubt. Und dann habe ich gesagt: Entweder wir fah­ren alle zusammen zur Preisverleihung oder es fährt niemand! Ich habe zehn Karten gekauft – und dann begann eine wunderschöne Vorbereitungszeit. Jeder war im Schönheitswahn, wollte abnehmen, das passende Kleid und die richtigen Schuhe finden.

Wie war der Gala-Abend für Sie?

Es war ganz unbeschreiblich. Und wir waren alle so schön, wie wir uns vorher noch nie zusammen gesehen hatten. So etwas Großes gemeinsam zu erleben – das schweißt ein Team zusammen.

Bewerben Sie sich wieder?

Auf alle Fälle, aber noch ist unklar, wann.