Foto: Andrea Fabry/KOSMETIK international

Frau Fürchau, wie kam es zu der Patenschaft?  

Eine Gloria-Anwärterin hatte mich über Facebook angeschrieben und gefragt, ob ich ihr bei ihrer Bewerbung behilflich sein könnte. Sie war durch eine Facebook-Gruppe auf mich gestoßen. Ich habe mich sehr darüber gefreut und fühlte ich mich zugegebenermaßen schon auch etwas geehrt. Wie sie ihr Anliegen vermittelt hat, hat mir sehr gefallen, denn sonst hätte ich wahrscheinlich nicht sofort zugesagt. Ich schlug daraufhin vor, erst einmal zu telefonieren und kurze Zeit später hat sie mich auch besucht. So bin ich ihre „Gloria-Patin“ geworden.  

Welche Tipps haben Sie ihr an die Hand gegeben?  

Ich habe ihr geraten, alles, was sie und ihr Institut ausmachen, zu schreiben und zu zeigen  - vom Logo bis hin zur Fußmatte. Ich sagte ihr zudem, dass die Räumlichkeiten einen sehr guten Eindruck machen sollten und dass es ganz wichtig ist, seine Strategie genau zu erklären und auch zu 100 Prozent hinter ihr zu stehen. Ich arbeite z. B. gar nicht mit Apparaten –  das muss man begründen können.  

Im Rahmen dieser Patenschaft waren Sie sogar von einem der Sponsoren für einen Workshop für Gloria-Anwärterinnen in München eingeladen. Wie lief das Ganze ab?  

Wir waren vier Gloria-Preisträgerinnen, die den Anwärterinnen ihr Konzept vorgestellt haben, und wir haben ihnen u. a. vermittelt, dass man vorher überlegen sollte, was man mit der Bewerbung erreichen möchte. Wenn man das im Hinterkopf hat, tut man sich leichter beim Formulieren des Anschreibens. Aber es war auch für mich als Gloria-Preisträgerin interessant. Ich tat mich z. B. mit den Bewerbungsunterlagen und dem Anschreiben sehr schwer. Jetzt habe ich aber erfahren, dass sich viele Anwärterinnen vor dem Besuch des Testkunden fürchten – was sie aber gar nicht müssten, denn man sollte schließlich als Kosmetikerin immer damit rechnen, dass ein Testkunde vorbeikommt, und entsprechend gewappnet sein!