Der perfekte Lippenstift

Kommentar |

Redakteurin Anja Rieck amüsiert sich unverhohlen über manche Mitmenschen, die jeden Scherz für bare Münze nehmen

Lippenstift_Farbe
Welchen Lippenstift nehme ich denn? Es soll Menschen geben, die auf ihre Brüste schauen, um das zu entscheiden...
Rieck_Anja_Redakteurin

Beim Eintauchen in die unendlichen Weiten des Internets stieß ich unlängst auf einen Mitschnitt aus einer Gesundheitssendung im US-Fernsehen. Hier verkündete ein smarter TV-Doc, dass Frauen sich an der Farbe ihrer Brustwarzen orientieren sollten, um den perfekten Lippenstift zu finden. Seine beiden Studiogäste fegte es vor Lachen schier von den Stühlen und der männliche Interviewpartner knöpfte vor den Kameras sogleich sein Hemd auf, um dem geneigten Zuschauer seine höchstpersönliche Färbung zu präsentieren. Netter Scherz, dachte ich. Und wurde bei meiner weiteren Recherche gleich eines Besseren belehrt. Ich fand tatsächlich Instagram-Posts von Frauen, die diesen Tipp des Fernsehmediziners aufgegriffen hatten und ihren Nipple-Look nun mit der Community teilten. Aha, schoss es mir beim Betrachten der Fotos spontan durch den Kopf, so sehen die Mamillen der Damen also aus. Und dann entfaltete meine Fantasie ihre volle Dynamik. Zuerst stellte ich mir vor, wie Kundinnen vor den Lippenstift-Aufstellern im Drogeriemarkt einen Farbabgleich vornehmen. Und dann fragte ich mich, was wohl im Kosmetikinstitut passieren würde. Geleitet die Kosmetikerin etwa ihre Kundin nach der Begrüßung an den Schminkplatz und bittet diese freundlich, sich „obenrum doch schon mal frei zu machen“? Nein, denn für ein typgerechtes Make-up braucht es weitaus mehr als einen simplen „Brustwarzenscan“. Es ist Ihre Kompetenz und Ihre sorgfältige Beratung, die ein optimales Ergebnis hervorbringt. Und das ist auch gut so!

 

Von | Fotos: Fotolia/New Africa

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