Freckling

Kommentar |

Redakteurin Sonja Böhme über den „Freckling“-Trend, bei dem die Sommersprossen nicht von der Sonne, sondern der Nadel kommen.

Sommersprossen
Sonja_Boehme_Redakteurin

Freckling

Niemand wird mit Sommersprossen geboren. Sie kommen, meist bei blonden oder rothaarigen Menschen, im Laufe der Zeit durch die Sonneneinstrahlung zum Vorschein. Bei manchen kommen sie aber auch gar nicht. Die Einen freut’s – schließlich können sie so einen ebenmäßigen Teint ihr eigen nennen – die anderen helfen der Natur nach und lassen sich die Sprossen im Tattoo-Studio ähnlich wie beim Permanent Make-up oder Microblading in die oberste Hautschicht tätowieren. Wa­rum? Die sogenannten „Fake-Freckles“ sollen dem Gesicht einen frischen,

 

natürlichen und jugendlichen Look verleihen. Mich erinnern sie allerdings eher an das Sams, das kleine, drollige, rothaarige Wesen mit den Wunschpunkten im Gesicht, die nach jedem ausgesprochenen Wunsch nach und nach verschwinden. Ganz so ist es beim „Freckling“ allerdings nicht – denn das verschwindet erst nach

 

ca. drei Jahren. Also will es gut überlegt sein, ob und in wessen Hände man sich begibt. Außerdem nimmt man in Kauf, dass die Haut zunächst stark aufquillt und – je nach Können des Tätowierers – aussieht wie ein Streuselkuchen. Ganz ehrlich, dieser Trend ist genauso verzichtbar wie der Hype um das „Arschgeweih“ oberhalb besagter Region oder die Tränentattoos im Gesicht. Man kann es machen, man kann es aber auch sein lassen. Und wer auch nach einigem Nach­denken darüber immer noch der Meinung ist, dass er die Tupfen für sein Glück braucht, der kann es ja zunächst mal mit Klebetattoos versuchen. Denn die gehen bei Nichtgefallen ganz leicht wieder ab.

 

Von | Fotos: Fotolia/maxpetrov

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