Verrückte Trendsportarten

Kommentar |

Chefredakteurin Silke Detlefsen über ihre Beziehung zu angesagten Trendsportarten und den Namen, unter denen man sie vermarktet.

Einfach mal abhängen! Haben Sie schon mal „Aerial Yoga“ ausprobiert?

Prinzipiell würde ich mich gerne wieder mehr bewegen. Wer die meiste Zeit des Tages wie eine Schildkröte gebeugt in seinen Bildschirm schaut und über seiner Tastatur kauert, sollte gezielt etwas zum Ausgleich tun. Auch Sie, die Sie sich Ihre Knochen häufig täglich zum Wohle des Kunden verbiegen, sollten schützende Fitness-Maßnahmen ergreifen. Schließlich gilt Sitzen als das neue Rauchen. Und man selbst ist also plötzlich mittendrin in einer gefährdeten Risikogruppe.

Aber nach einem langen Tag noch diszipliniert Laufen oder Schwimmen gehen, sich eine Runde aufs Fahrrad schwingen oder Gewichte stemmen? Dazu fehlt mir oft die Motivation. Und offenkundig nicht nur mir. Oder wie soll ich es sonst deuten, dass die Gruppe der Vielsitzenden ständig mit neuen Trend-Sportarten gelockt wird: etwa Pole-Fitness an der Stange (was sich noch von selbst erklärt), Crunning (Rennen im Krabbelgang auf allen vieren), Aerial Yoga (eine Mischung von Yoga, Pilates und Akrobatik, bei der man in Tüchern von der Decke hängt), Stand Up Paddling (das hat man sich vermutlich schlicht bei den Gondolieres in Venedig abgeschaut), Slamball (Basketball – allerdings mit Trampolins vor den Körben) oder Tubing (eine Art Wildwasserfahrt mit einem dicken Schlauchreifen).

Das alles finde ich irgendwie ziemlich „drüber“. Besser gefällt mir dann doch Plogging: neuester Trend, der Joggen und das Sammeln („plocka“) von Müll kombiniert. Klingt solide und gleichzeitig nützlich. Vielleicht fange ich aber erst mit „Mutzing“ an: Putzen zu Musik – bringt sicher auch was!

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