Anna Maria Thalbach

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Anna Maria Thalbach

Ihr wurde das Talent für die Schauspielkunst mit in die Wiege gelegt. Die Liebe für das Theater verbindet die 45-Jährige mit mehreren Generationen ihrer Familie. Neben zahlreichen Engagements im Fernsehen und auf der Bühne begeistert Anna Maria Thalbach u. a. auch als Hörbuchsprecherin große wie kleine Zuhörer. Außerdem wird sie in dem Familienfilm „Sprite Sisters“ zu sehen sein, der 2019 ins Kino kommt.

Seit Januar 2019 spielen Sie zusammen mit Ihrer Mutter Katharina und Ihrer Tochter Nellie im Berliner Schiller Theater am Kurfürstendamm in der Komödie „Hase Hase“. Wie empfinden Sie diese besondere Drei-Generationen-Konstellation?
Zwischen uns ist eine große Grundvertrautheit vorhanden. Bei meiner Mutter weiß ich auf jeden Fall, dass sie in der Lage ist, das Optimale aus mir herauszuholen. Doch auch das Arbeiten mit fremden Personen hat seinen Reiz, das ist wie ein Abenteuer, und das hat auch seine Qualität. Ich möchte beide Erfahrungen in keinster Weise missen.

Welche Rollen lehnen Sie grundsätzlich ab?
Wenn mir eine Geschichte total gegen den Strich geht, lehne ich schon mal eine Rolle ab. Nacktheit war für mich auch immer ein Kriterium. Ich wollte einfach nicht, dass mich viele Leute nackig sehen.

Ihre Tochter führt die Schauspieltradition der Familie fort. Wie würden Sie das Verhältnis zu Ihrer Tochter Nellie beschreiben?
Nellie und ich sind rege im Austausch und geben uns oft gegenseitig Tipps. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter. Sie ist jung und steht noch am Anfang ihrer Karriere. Ich finde es sehr schön, dass sie die Schauspieltradition der Familie fortführt, und wünsche ihr, dass sie einen autonomen Zugang zum Schauspiel findet.

Haben Sie vor Bühnenauftritten eigentlich Lampenfieber?
Lampenfieber habe ich so gut wie gar nicht. Wenn ich vor jedem Auftritt so einen kleinen Tod sterben müsste wie mancher Kollege, wäre mir der Beruf zu anstrengend. Wenn man sein Stück ordentlich geprobt hat, gibt es für mich keinen Grund, Lampenfieber zu haben.

Wie lange benötigen Sie morgens im Bad?
Mein schnelles Make-up dauert etwa fünf Minuten. Ich verwende Concealer, Kompakt-Puder und etwas Rouge für Wangen und Augenlider. Und wenn ich übermütig bin, gönne ich mir auch noch etwas Wimperntusche, aber braune, damit es nicht so aufgedonnert aussieht. Wenn ich abends Theater spiele, vermeide ich tagsüber Make-up, um meine Haut zu schonen. Ich trau mich auch ungeschminkt vor die Tür, z. B. zum Bäcker (lacht). Das macht mir überhaupt nichts aus. Wenn ich zu einer Premiere oder Gala gehe, brauche ich für mein Make-up etwa 20 Minuten.

Worauf achten Sie bei Ihrer Ernährung?
Gutes Essen ist mir wichtig. Geflügel kaufe ich frisch auf dem Markt. Ich bin gern bereit, für Eier, Milch und Fleisch etwas mehr zu zahlen. Das sind mir die Qualität der Ware und die Arbeit des Bauern wert.

Sind Sie sportlich?
Ich bin wahnsinnig faul. Ich habe eine Rudermaschine zu Hause und versuche sie zu nutzen, was mir momentan gelingt. Das sind bei mir immer so Phasen. Aber ich habe auch das Glück, das bei mir mit 45 Jahren noch alles am richtigen Fleck sitzt, dafür bin ich dankbar.

Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Ich gehe gern ins Kino oder schaue mir Ausstellungen an. Beim Betrachten von schöner Kunst kann ich gut entspannen. Ich treffe auch gerne Freunde und koche wahnsinnig gerne.

Was macht Sie zornig?
Desinteresse und Dummheit finde ich sehr anstrengend. Ich finde, heutzutage wird Bildung allgemein zu sehr vernachlässigt. Das Problem daran ist, dass man sich mit dummen Menschen nicht streiten kann. Ich werde sauer, wenn Leute nicht flexibel sind und dann auch noch wenig Lösungsansätze parat haben.

 

Von | Fotos: Markus Nass Fotografie

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