Bettina Zimmermann

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Sie gehört zu den bekanntesten deutschen Fernsehgesichtern und ist seit 1998 auch auf der Leinwand präsent. Geboren 1975, wuchs sie in Burgwedel als jüngstes von drei Geschwistern auf, machte in Hannover Abitur. Während ihrer Ausbildung zur Schauspielerin in Hamburg hielt sie sich mit Model-Jobs über Wasser. Sie setzt auf effiziente Pflege und gehörte beim diesjährigen Gloria-Award zu den Laudatoren.

Mit Ihrem Lebenspartner Kai Wiesinger spielen Sie in der Webserie „Der Lack ist ab“ ein Ehepaar, das sich mit den Tücken des Alltags auseinandersetzen muss. Ihr Partner schreibt die Texte dafür. Erkennen Sie sich als Paar darin wieder?
So gut wie jeder erkennt sich wieder. Immer wieder werden wir gefragt: „Woher wissen Sie, wie es bei uns zu Hause ist?“

Sie und Ihr Mann sind Schauspieler. Sprechen Sie privat viel über berufliche Themen oder können Sie diese ausblenden?
Wenn wir mit den Kindern zusammen sind, stehen ihre Themen im Vordergrund. Zu zweit reden wir natürlich auch über unsere Arbeit. Wir haben das große Glück, einen Beruf ausüben zu dürfen, den wir weniger als Arbeit wahrnehmen, sondern als selbstverständlichen Bestandteil unseres Lebens. Da mein Mann die Bücher von „Der Lack ist ab“ geschrieben hat, haben wir natürlich darüber gesprochen. Wir brainstormen gerne – ein wunderbar kreativer Prozess.

Sie leben mit Ihrem Partner und vier Kindern in einer Patchwork-Familie. Was lieben Sie daran besonders?
Unsere Familie an sich, das Miteinander. Jeder in der Familie ist wie ein Puzzleteil, das zum Ganzen nicht fehlen darf.

Wie dürfen wir uns bei Ihnen einen normalen Tag zu Hause vorstellen?
Der liebevolle tägliche Wahnsinn. Viel Wert legen wir auf gemeinsames Essen: den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück zu beginnen und abends mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen. Danach ist Elternzeit angesagt.

Wie schaffen Sie es, Karriere und Privatleben unter einen Hut zu bekommen?
Karriere hört sich für mich immer komisch an, da ich wie jeder andere Berufstätige meinen Beruf ausübe. Aber ich habe das Glück, dass ich eine meiner Leidenschaften als Beruf habe. Es ist eine Frage der Koordination und Disziplin. Aber die Familie steht an erster Stelle.

Wie macht man Ihnen eine Freude?
Mit Zeit: gute Gespräche führen, gemeinsam kochen. Ich freue mich über Fotos oder Selbstgemachtes. Zeit investiert man nur für die Menschen, die einem am Herzen liegen.

Wobei kommen Sie zur Ruhe?
Im turbulenten Kreis meiner Familie werde ich ruhig und entspanne. Da fühle ich mich wie im Auge eines Tornados. Im Alltag löse ich gerne Zahlenrätsel. Für viele Horror, für mich Entspannung.

Was bringt Sie richtig auf die Palme?
Trägheit. Wenn jemand nicht aus dem Quark kommt, gerade dann, wenn schnell gehandelt werden muss.

Was tun Sie für Ihr gutes Aussehen?
Als Mutter hat man nicht so viel Zeit, um jeden Tag stundenlange Pflegerituale durchführen zu können. Zwei Dinge sind mir wichtig: gründliches Abschminken und Pflege: Im Sommer benutze ich eine leichte Creme, im Winter eine reichhaltigere. Da ich für Sport nicht viel Zeit habe, muss die körperliche Bewegung in den normalen Alltag einfließen: Treppe statt Aufzug, lieber mal zu Fuß und auch mal schneller gehen, Aufräumen und Putzen einfach als Sporteinheit sehen!

Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wenn Sie nicht Schauspielerin geworden wären?
Architektin. Architektur und Interior Design sind weitere große Leidenschaften von mir. Gerade jetzt, zum Bauhaus-Jubiläum, gibt es viele Ausstellungen, Dokumentationen und Berichte über diese Zeit – da geht mein Herz auf.

Das Interview ist erschienen in der Fachzeitschrift KOSMETIK international, Ausgabe 9/2019.

Von | Fotos: Bettina Zimmermann

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