Juliane Köhler

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Juliane Köhler

ist bekannt aus Filmen wie „Aimée & Jaguar“ oder „Der Untergang“ und gehört zum Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels in München.

Frau Köhler, was ist für Sie reizvoller: die Arbeit am Theater oder vor der Kamera?
Priorität hat für mich die Arbeit am Theater. Doch das Reizvolle an meinem Beruf ist für mich, dass ich das Privileg habe, beides machen zu dürfen. Ich schätze diese Abwechslung, sie macht mich glücklich.

Können Sie Einfluss auf die von den Maskenbildnern verwendeten Produkte nehmen, damit Ihre Haut nicht unnötig strapaziert wird?
Beim Film werde ich schon mal gefragt, welche Produkte ich bevorzuge. Da ist für die Produktionen einfach mehr Geld vorhanden. Und wenn ich die Wahl habe, nehme ich gerne eine dekorative Naturkosmetik.

Für die Pflege Ihrer Haut verwenden Sie natürliche Kosmetik. Was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen?
Als Waldorf-Schülerin wurde ich schon als Kind mit Naturprodukten vertraut gemacht. Dann habe ich lange keine Pflegeprodukte verwendet, weil meine Haut so gut war. Als ich älter wurde, entdeckte ich die natürliche Pflege für mich. Ich war bei einer Kosmetikerin, die mir das Prinzip erklärte – und das war für mich alles sehr nachvollziehbar. Für mich sind gerade die Behandlungen mit der sanften Lymphstimulation wohltuend. Und mir gefällt auch die Philosophie dahinter.

Gibt es eine ergänzende kosmetische Behandlung, die Ihrer Haut guttut?
Ja, die Gua Sha-Massage. Hier wird mit einem Schaber aus Jade oder Horn von innen nach außen über das Gesicht gestrichen. Diese Methode stammt aus China, durch sie wird die Haut gut durchblutet und vitalisiert.

Man bezeichnet Sie auch als „Frau mit dem Porzellanteint“. Finden Sie diese Kategorisierung passend oder verniedlichend?
Nein, ich finde das toll. Ich hatte früher eine Porzellanpuppe von meiner Großmutter, aus dem Jahr 1900, die ich sehr mochte. Porzellan ist für mich ein positiv besetzter Begriff und etwas Schönes. Wenn das jemand über meine Haut sagt, dann freue ich mich natürlich.

Glauben Sie, dass sich in Ihrer Branche ein Wandel vollziehen wird und irgendwann auch reife, authentische Frauengesichter gefragt sein werden?
Ich hoffe es und sehe auch erste Anzeichen einer veränderten Haltung. Als die Frauen in Amerika anfingen, sich liften zu lassen, fand ich das schrecklich. Nach einer Operation ist das Gesicht vielfach nur noch eine Maske. Das ist in meinem Beruf kontraproduktiv, wir Schauspieler leben von unserer Mimik. Ich freue mich, wenn ich z. B. die Oscar-Preisträgerin Frances McDormand sehe. Sie ist authentisch und hat den Mut, sich so zu zeigen, wie sie ist. In meiner Branche bewahrt man sich eben eine gewisse Qualität, wenn man sich nicht liften lässt.

Wie können Sie am besten entspannen?
Für mich gibt es drei Dinge, die hierfür wichtig sind: Natur, Schlafen und Yoga. Ich liebe die Natur, wenn es nach mir ginge, könnte ich in Nord-Norwegen in einer Hütte leben. Aber hier rund um München finde ich auch schöne Ecken, in denen ich im Freien Kraft tanken kann.

Gehört da der Besuch in einem Kosmetikinstitut auch dazu?
Ja, gerade wenn ich unterwegs beim Drehen bin, gehe ich sehr gerne in ein Institut oder Spa und genieße so etwas wie eine Rundum-Wellness-Behandlung.

Von | Fotos: Adrienne Meister

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