Katrin Müller-Hohenstein

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Katrin Müller-Hohenstein

Sport ist ihre Leidenschaft – und ihr Beruf. „KMH“ , wie sie kurz genannt wird, startete ihre journalistische Karriere beim Hörfunk, seit 2006 moderiert sie „Das aktuelle Sportstudio“ im ZDF am Samstagabend. Darüber hinaus begleitet sie u. a. Großereignisse wie internationale Fußballmeisterschaften und Olympische Spiele. Für ihre Moderationen wurde die gebürtige Erlangerin bereits mehrfach ausgezeichnet.

Sie gehören zu der Jury, die sich mit der Vorauswahl des „Fußballspruchs des Jahres“ befasst. Ist das eine eher vergnügliche Angelegenheit für Sie oder doch eine ernste Sache?

Das ist für mich das pure Vergnügen. Und übrigens gar nicht so einfach, wie es klingt, aus einer größeren Zahl echter „Perlen“ die besten Sprüche herauszufiltern. Wobei: Im letzten Jahr war es leicht. Mein persönlicher Favorit hat am Ende auch gewonnen. Er stammt von Imke Wübbenhorst, die eine Männermannschaft in der Oberliga betreut hat. Offensichtlich war sie die ewig gleichen Anspielungen auf ihr Geschlecht seitens der Medienvertreter leid. Auf jeden Fall hat sie auf die selten dämliche Frage, ob sie sich eine Sirene auf den Kopf schnallt, bevor sie in die Umkleidekabine kommt, geantwortet: „Ich bin Profi, ich stelle nach Schwanzlänge auf.“ Großartig!

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Dass ich mich mit den Dingen beschäftigen darf, die mich ohnehin interessieren. Wobei es einen großen Unterschied gibt zwischen Fußball schauen und für den Fußball arbeiten. Es sieht vielleicht nicht so aus, aber das ist ganz schön anstrengend. Aber ich will nicht jammern. Ich war bei neun Fußball-Europa- und -Weltmeisterschaften und bei sechs Olympischen Spielen dabei. Ein Traum.

Es scheint, als würden bei Frauen in der Fußballwelt höhere Maßstäbe angesetzt als bei Männern. Wie empfinden Sie das?

Das empfinde ich auch so, aber das ignoriere ich. In meinem Job herrscht generell ein rauer Ton, ich bin da wenig empfindlich.

Ihr Terminkalender ist gut gefüllt und Sie sind beruflich viel unterwegs. Wie können Sie am besten entspannen, wenn Sie einen freien Tag haben?
Ich muss einmal am Tag raus in die Natur. Das schaffe ich eigentlich immer. Und wenn ich mal frei habe, dann wird die Runde draußen ein bisschen größer. Am liebsten bin ich im Wald.

Gehört für Sie da z. B. auch ein Besuch bei einer Kosmetikerin oder im Spa dazu?

Das mache ich sehr gerne, aber leider viel zu selten. Immerhin schaffe ich es öfter mal zur Thai-Massage.

Haben Sie ein Lieblings-Beauty-Ritual?

Mein Lieblings-Beauty-Ritual ist Joggen im strömenden Regen. Und danach in die Sauna. Es gibt nichts, was mich lebendiger fühlen und mehr strahlen lässt.

Von Ihnen ist ein Buch erschienen, das sich vor allem an junge Menschen richtet, wie kam es dazu?

Wir leben in einer Welt, in der alles möglich scheint, junge Menschen aber in der Fülle des Angebots schnell die Orientierung verlieren können. Ich habe deshalb mit einem Freund ein Projekt gestartet und 50 Prominente aus den unterschiedlichsten Bereichen nach den Geheimnissen ihres beruflichen Lebensweges gefragt. Da sind Schauspieler dabei, Moderatoren, aber auch eine Pilotin und Deutschlands bekanntester Schönheitschirurg. Herausgekommen ist ein Buch, das wir „Viel Erfolg“ genannt haben. Darin erzählen u. a. Joachim Löw und Senta Berger, aber auch Beatrice Egli und Oliver Pocher, wie sie wurden, was sie heute sind, und geben wertvolle Tipps. Das ist spannend zu lesen und soviel schon mal vorab: Leidenschaft spielt bei allen eine sehr große Rolle.

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