Marie-Luise Marjan

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Marie-Luise Marjan

war seit ihrem Filmdebut 1959 in unzähligen TV-Filmen und -Serien zu sehen, darunter auch in Klassikern wie „Tatort“ oder „Das Traumschiff“. Als Helga Beimer fand sie in der Vorabendserie „Lindenstraße“ die Rolle ihres Lebens. Seit 1990 engagiert sich die Schauspielerin für UNICEF und das Kinderhilfswerk Plan international, unter dessen Dach sie 2010 die Marie-Luise-Marjan-Stiftung für benachteiligte Mädchen gründete.

Für viele Menschen sind Sie auf ewig die „Mutter Beimer“. Stört Sie das?
Wenn man beim Rollennamen genannt wird, ist man eine Marke.

Was haben Sie mit Ihrer Paraderolle gemeinsam?
Den Humor und die Empathie für meine Filmpartner.

Wie lange sitzen Sie für eine Folge „Lindenstraße“ in der Maske und wie vertreiben Sie sich diese Zeit?
Maske bedeutet eine Stunde Haaremachen und Schminken. Dabei bereite ich mich innerlich auf die anstehenden Szenen vor.

Wie viel Zeit wenden Sie privat für Hautpflege und Make-up auf?
Das ist unterschiedlich. Wichtig ist, sich jeden Abend gründlich abzuschminken und sich für die Nacht gut einzucremen. Wenn ich morgens das Haus verlasse, schminke ich nur Augen und Lippen. Meine Hände creme ich täglich ein – morgens und abends. Ebenso meine Füße.

Nehmen Sie auch die Dienste von Kosmetikerinnen oder anderen Beauty-Profis in Anspruch?
Ich gehe einmal in der Woche zur Massage und nach Bedarf einmal im Monat zur Pediküre. Ab und zu gönne ich mir eine Rundum-Verwöhnbehandlung für Gesicht und Dekolleté.

Haben Sie ein Beauty-Must have?
Ja, Lippenstift und Augen-Make-up.

Sie engagieren sich für UNICEF und Plan international. Was bedeutet Ihnen das?
Das Eintreten für Gleichgewicht in der Welt. Kindern durch Bildung Zukunftschancen zu geben und besonders für die Rechte der Mädchen zu kämpfen.

Relativieren die Schicksale, mit denen Sie dabei in Berührung kommen, die Bedeutung von gutem Aussehen und Schönheit nach westlichen Maßstäben?
Auf allen Kontinenten und in allen Nationen schmücken sich Frauen und machen sich schön, egal ob sie arm oder reich sind. Das liegt in der Natur der Weiblichkeit. Bei meinen Projektbesuchen habe ich viele Mädchen und Frauen gesehen, die sich mit selbst angerührten Pasten aus der Natur geschminkt und mit Ketten aus Früchten geschmückt haben.

Sie haben auch Bücher geschrieben und halten Lesungen. Was gibt Ihnen das?
Schreiben macht mir einfach Freude. Meine Lesungen sind Events, mit denen ich das Publikum unterhalte. Das macht mir besonders viel Spaß, schließlich habe ich 20 Jahre lang Theater gespielt.

Wie lautet Ihre persönliche Formel für gutes Aussehen?
Denke positiv, dann strahlst du von innen und von außen!

Wie sieht Ihr „idealer“ freier Tag aus?
Die Struktur, die ich meinem Alltag während der Dreharbeiten gegeben habe, halte ich auch an freien Tagen ein: zur gleichen Uhrzeit aufstehen, frühstücken, Mittag und Abendbrot essen. Ich koche mir immer was Gutes: viel Gemüse, gegart in Butterfett, abgeschmeckt mit einem guten Tropfen Olivenöl. Dazu gibt es frischen Fisch und ab und zu ein Stück Lammfleisch oder Hühnchen. Hinzu kommt der obligatorische Spaziergang oder, je nach Wetterlage, schwimmen, anschließend ausruhen, Musik hören und abends Kultur: entweder Konzert, Theater oder Kino.

Von | Fotos: WDR/Steven Mahner

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