Mirja Boes

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Mirja Boes

Sie ist ein wahres Multitalent: Die Komikerin kann nicht nur ganze Säle zum Lachen bringen, sie ist auch eine begabte Sängerin und als Schauspielerin und Moderatorin im Fernsehen zu sehen. 2019 ist die Mutter zweier Kinder mit ihrer Band, den Honkey Donkeys, und ihrem Programm „Auf Wiedersehen! Hallo!“ in zahlreichen Städten Deutschlands auf Tour.

Was ist das Besondere an Ihrem Programm 2019 namens „Auf Wiedersehen! HALLO!“?
Das Besondere an diesem Programm ist, dass es ja heißt: „Auf Wiedersehen! HALLO!“ und dass es um Abschiede geht: große Abschiede und kleine Abschiede, aber auch „Hallos“, die man sagen kann im Leben. Man kann sich ja täglich von Dingen verabschieden, z. B. von der eigenen Würde … und es geht um viel Spaß und viel Emotionen!

Sie sind Schauspielerin, Comedian und können auch sehr gut singen. Was davon macht Ihnen am meisten Spaß?
Mir macht die Kombination aus allem am meisten Spaß. Ich bin dankbar, dass ich alle Sparten bedienen darf, und wenn ich jetzt nur drehen würde, dann wäre das wahrscheinlich auf Dauer langweilig – genauso wie nur auf Tour zu sein. Ich freue mich immer, wenn ich live unterwegs bin, und freue mich dann auch wieder, wenn ich für die Fernsehkamera in einem Studio stehe.

Sie bringen andere zum Lachen – was bringt Sie selbst zum Lachen?
Die Unvollkommenheit der Menschen bringt mich sehr stark zum Lachen. Meine eigene natürlich auch, weil ich jeden Tag wahnsinnig frittige Dinge mache. Ist das ein Begriff: frittig!? Ich erklär’s: Der Mensch ist eine Fritte! Das sage ich immer und ich stehe dazu. Der Mensch ist wahnsinnig fehlbar und es ist ganz großartig, wenn man Fehler mit Humor nehmen kann und sagen kann: Mensch, so sind wir eben. Macht doch nichts!

Ihr Look wirkt sehr natürlich. Ist das das Werk eines Visagisten oder haben Sie das Glück, von Natur aus so gut auszusehen?
Also ich habe ja meistens keinen Visagisten dabei, wenn ich auf Tour bin. Im Fernsehen sehe ich meistens so gut aus, weil ich sehr, sehr gut geschminkt bin, muss man dazusagen, und im echten Leben sehe ich so aus, weil ich so aussehe. Ich glaube, ich habe tatsächlich von meiner Mutter ein gutes Bindegewebe geerbt und von daher geht es. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich mich gar nicht immer so oft so doll geschminkt habe, dass noch alles ganz elastisch auszusehen scheint – von Weitem.

Empfinden Sie es manchmal als anstrengend, als Ulknudel zu gelten?
Ich finde das gar nicht anstrengend. Ich freue mich darüber, weil viele Menschen, denen ich auch im Alltag begegne, grinsen müssen, wenn sie mich sehen und dann einen flotten Spruch auf den Lippen haben. Gerade in der heutigen Zeit, in der es viele Dinge gibt, über die man jammern könnte, bin ich sehr, sehr dankbar, diesen Job ausführen zu dürfen und als „Ulknudel“ zu arbeiten. Den Leuten für ein paar Stunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, dafür bin ich sehr dankbar.

Ihre Eltern sind beide Lehrer. Wie haben sie damals Ihre Entscheidung aufgenommen, Comedian zu werden?
Meine Eltern sind irrsinnig stolz auf mich und sind „Affeneltern“, haben immer so eine Affenliebe und haben immer alles unterstützt, begleitet und mitgemacht. Natürlich gab es auch mal ein paar Worte und vielleicht hätten sie es sich früher anders vorgestellt. Heute würden sie sich aber nichts anderes wünschen und sind immer bei Auftritten dabei.

Gibt es auch Dinge, die Sie so richtig in Rage bringen?
In größte Rage komme ich, wenn es Ungerechtigkeiten gibt. Ungerechtigkeit gegen andere oder auch mich, ja, gegenüber anderen, wenn ich das beobachte und denke, das kann doch gerade nicht wahr sein, das passiert gerade nicht wirklich. Große Ungerechtigkeit gibt es momentan sehr viel auf der Welt, aber auch im Kleinen reicht das schon, mich auf die Palme zu bringen. Meine Kinder haben das von mir geerbt und zählen auch jedes Klötzchen nach, ob alle gleich viel haben. Da achte ich auch immer sehr drauf.

Von | Fotos: Lars Laion

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