... Delitzsch?

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Zwei Stationen mit der S-Bahn und schon ist man mitten in Leipzig. Doch viele Delitzscher kehren der Großstadt lieber den Rücken und genießen die Beschaulichkeit der zweitgrößten Stadt Nordsachsens – ein ehemaliges Tagebaugebiet mit romantischem Flair.

Kosmetikerin Anett Leibert liebt ihre Heimatstadt. Sie führt dort ein erfolgreiches Institut
Das Barockschloss nach französischem Vorbild ist als Kulturdenkmal unter Schutz gestellt
Der 46 Meter hohe Breite Turm diente von 1504 bis 1890 als Dienstsitz eines Türmers
Der Hallesche Turm wurde 1394 erbaut. Im Mittelalter warteten Gefangene dort auf ihre Hinrichtung
Der Wallgraben umfließt fast vollständig den historischen Stadtkern von Delitzsch
Delitzsch und der nahegelegene Werbeliner See von oben
In der „Nacht der Türme“ erwarten die Besucher u. a. atemberaubende Ausblicke von allen Türmen der Stadt
Die über 500 Jahre alte Lateinschule ist eine der ältesten Schulgebäude in Mitteldeutschland
An der St. Peter und Paul Kirche reicht Eva über der Turmuhr beim Glockenschlag um 12 Uhr Adam den Apfel
Der Wallgraben umfließt fast vollständig den historischen Stadtkern von Delitzsch
Die vorgelagerte Promenade an der Stadtmauer lädt heute zu erholsamen Spaziergängen ein

Ein verführerischer Duft liegt in der Luft, wenn man das Tor zur Schokoladenfabrik passiert, die seit 1894 in Delitzsch süße Leckereien unter mehreren Markennamen produziert. Aber die Stadt im Norden Sachsens hat weit mehr zu bieten als nur Schokolade: „Unsere Stadt ist bekannt für ihre altertümlichen Feste, die auch ehemalige Delitzscher und Umliegende immer wieder hierher ziehen“, erzählt Kosmetikerin Anett Leibert, die in der Innenstadt ein Kosmetikinstitut führt.

Mit dem Rad unterwegs

„Um 20 Uhr werden zwar die Bürgersteige hochgeklappt, aber das ist ja auch das Schöne an Delitzsch, das Ruhige. Und wenn man wirklich mal den Bär steppen sehen will, ist man ruckzuck in Leipzig“, sagt die Kosmetikerin mit einem Augenzwinkern.

In ihrer Freizeit genießt Anett Leibert die schöne Landschaft rund um ihre Heimatstadt – hohe Berge sucht man jedoch vergebens. „Bei uns ist es so flach, dass man sogar das Völkerschlacht-Denkmal in Leipzig sehen kann, das doch immerhin knapp 25 km entfernt liegt“, lacht sie. Gut ausgebaute Radwege führen raus aus der Stadt bis hin zum Goitzschesee zwischen Delitzsch und Bitterfeld, einem ehemaligen Bergbausee mit 66 Kilometern Länge, von dem große Teile als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Aber auch in der Stadt selbst sind viele grüne Oasen zu finden, wie das Rosarium, in dem man im Sommer bis in den Spätherbst hinein unzählige der „Königinnen der Blumen“ bewundern kann. Ebenfalls zu erwähnen sind die Zwingergärten, die im 14. Jahrhundert entstanden sind und die Stadt als Wehranlage schützen sollten.

Für eine Stadt ihrer Größe, mit nur knapp 27 000 Einwohnern, hat Delitzsch noch etwas ganz Besonderes zu bieten: den Tiergarten mit vielen einheimischen Tieren wie Hasen, Ziegen und Eseln, aber auch Exoten wie Zebras, Paviane, Kamele oder Braunbären. „Der Zoo wird mit viel Liebe geführt“, sagt Anett Leibert, die den Zoo von klein auf kennt.

Einmal im Jahr findet die „Nacht der Türme“ statt, in der die Besucher Führungen, Ausstellungen und atemberaubende Aussichten von den fünf Türmen der Stadt erwarten. Zudem öffnen viele Geschäfte in der Innenstadt bis in den späten Abend hinein.

Urlaubs-Feeling

Das kleine Kino, das auch für viele Events genutzt wird, ist der absolute Geheimtipp von Anett Leibert – und sei auf jeden Fall einen Besuch wert. Ebenso wie die Urlaub-Meehr-Bar am Bahnhof. Denn, wie der Name bereits verrät, fühle man sich dort wie im Urlaub.

Von | Fotos: Stadt Delitzsch; Peter Franke, Leipzig; Anett Leibert

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