... Furth im Wald?

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Furth im Wald ist die Drachenstadt schlechthin. In den Gassen und auf öffentlichen Plätzen finden sich Hinweise auf den Lindwurm. Die Kosmetikerin Katharina Wlodarczyk nimmt uns mit auf einen Rundgang durch ihre Heimat.

Beeindruckende Szenerie im Schein des Feuers: Am Ende des Festspiels wird der rasende Drache durch einen mutigen Ritter zur Strecke gebracht
Wer den Nervenkitzel sucht, wird im Wildgarten fündig
Ein Ausflug in die Felsengänge ist ein Abenteuer
Ein schöner Rundblick bietet sich dem Besucher vom Further Stadtturm
Zu Beginn der „Drachenstich“-Handlung herrscht Friede zwischen dem Drachen und den Menschen des Mittelalters
Wenn die größte Dampfmaschine Bayerns gestartet wird, kommt Spannung auf
Eine Begegnung mit knurrendem Dino gefällig? Im Wildgarten ist das möglich
Das Zentrum von Furth besticht mit schmucken Häusern

Ein grauenhaftes Untier wird sich erheben und Tod und Verwüstung bringen“, so lautet eine alte Prophezeiung, die den Stoff liefert für den „Drachenstich“. Mit einer mehr als 500 Jahre alten Tradition zählt er zu den ältesten Volksschauspielen Deutschlands. Jedes Jahr im August verwandelt sich der Ortskern des ostbayerischen Städtchens Furth im Wald im Landkreis Cham dafür zum historischen Schauplatz der Drachenlegende und dem ältesten Mythos der Menschheit – dem Kampf zwischen Gut und Böse. Das Herzstück des Spektakels ist ein elf Tonnen schwerer und viereinhalb Meter hoher Schreitroboter, der die Zuschauer mit seiner beeindruckenden Gesichtsmimik und meterlangen Feuerstößen begeistert und in Staunen versetzt.

Neben den Touristen, die jedes Jahr zum Schauspiel in das Städtchen nahe der tschechischen Grenze strömen, befindet sich auch die einheimische Bevölkerung im Drachenfieber. Kein Wunder, schließlich sind viele vor und hinter den Kulissen in das Geschehen involviert. Auch Katharina Wlodarczyk sieht dem Drachenspektakel jedes Jahr mit Spannung entgegen. „Die Further leben für den Drachenstich. Und viele Kinder und Jugendliche träumen davon, auch einmal eine der Hauptrollen des Stücks zu übernehmen.“ Die Kosmetikerin mit polnischen Wurzeln lebt schon seit ihrer Kindheit im Landkreis Cham. Vor drei Jahren eröffnete sie in Furth im Wald, in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum, ihr Institut „Secret Beauty“.

Drachen, Wappen und Heilige

Katharina Wlodarczyk liebt die Landschaft, die Menschen und das Leben in Furth im Wald. „Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und gastfreundlich, und die Landschaft ist ein Traum. Ich wohne da, wo andere Leute Urlaub machen“, sagt sie vergnügt. Ihre Freizeit verbringt sie gerne am nahe gelegenen Drachensee. Jeden zweiten Tag joggt sie sieben Kilometer um den See, um abzuschalten und den Kopf freizubekommen.

Besuchern, die für ein paar Tage nach Furth im Wald kommen, empfiehlt die Kosmetikerin einen Besuch im Drachenmuseum, das sich eingehend mit deren Mythologie auseinandersetzt. Neben Wappen und Heiligenlegenden befasst sich das Museum u. a. mit der Geschichte des „Drachenstichs“. Doch auch für Touristen, die mystischen und skurrilen Ideen nicht abgeneigt sind, hat die Stadt etwas zu bieten.

In der „Erlebniswelt Flederwisch“ können Familien einen Entdeckungspfad und eine um 1900 errichtete Werkstatt erkunden und hautnah miterleben, wenn die größte Dampfmaschine Bayerns gestartet wird.

Im Further Wildgarten gelangen die Besucher über Hängebrücken, Moorwege und Stege, vorbei an Weidenhütten und einem knurrenden Dinosaurierskelett in einen Irrgarten und weiter zu einem Luftschloss in beachtlicher Höhe.

Das ganze Jahr über, besonders aber bei Regenwetter und sengender Hitze, lohnt sich die Erkundung der Further Felsengänge. Unter der Stadt erstreckt sich über mehrere Kilometer ein Labyrinth aus in den Gneis gehauenen Gängen. Diese dienten seit dem späten Mittelalter u. a. als Bierkeller, Lagerraum, Luftschutzkeller und Winterquartier für Fledermäuse.

Nach einem ereignisreichen Tag ist es höchste Zeit für eine Stärkung. Wie wäre es denn z. B. mit Schweinebraten oder Haxen mit Semmelknödel und Kraut? Auch Katharina Wlodarczyk weiß die bodenständige bayerische Küche zu schätzen. Wenn sie z. B. Appetit auf ein Bayerisches Schnitzel, gefüllt mit „Obazden“ oder mit feiner Braten- oder Waldpilzsoße hat, lässt sie sich im bekannten Wallfahrtsort Neukirchen beim Heiligen Blut, etwa zehn Autominuten von Furth entfernt, im seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Gasthaus „Zum Bach“ kulinarisch verwöhnen.

Von | Fotos: Tourist Information Furth im Wald

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