Das macht Sie munter!

Es gibt viele Lebensmittel, die Sie so richtig auf Touren bringen können. Lesen Sie mehr über diese Wachmacher, zu denen tatsächlich auch ziemlich saure Früchtchen gehören.

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Funktionelle Wachmacher sind das ganze Jahr über verfügbar. Wir stellen Ihnen einige dieser aktivierenden Lebensmittel vor.

  • Wasser: Ohne Wasser geht gar nichts. Nehmen wir zu wenig davon auf, werden Sauerstoff und Nährstoffe weniger effektiv transportiert. Müdigkeit und Trägheit im Denken resultieren nachweislich daraus. Wichtig ist, nicht nur genug, sondern auch über den Tag verteilt zu trinken und bereits morgens damit anzufangen. Als Faustregel gilt, alle zwei Stunden 0,2 Liter Wasser zu sich zu nehmen. Ideal sind Mineralwässer mit einem hohen Anteil von Kalzium (mindestens 180 Milligramm pro Liter) und Magnesium (mindestens 90 Milligramm pro Liter).

    Sauer macht fit

  • Vitamin C: Der auch als Ascorbinsäure bezeichnete Vitalstoff macht wach und Saures deswegen wohl auch lustig. Der Effekt ist ähnlich wie bei scharfem Essen, man fühlt sich schnell topfit. Egal ob Obst wie Grapefruits, Kiwis oder Äpfel, Gemüse in Form von Spinat, Paprika und Brokkoli – durch den Vitamin C-Gehalt wird die Noradrenalin-Produktion stimuliert, die Wachheit und die Konzentrationsfähigkeit steigen. Zudem wirkt Vitamin C unterstützend auf das Abwehrsystem und hat antioxidative Eigenschaften.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Ob Him- oder Brombeeren, Heidelbeeren oder Cranberrys: Beeren sind eine wertvolle Quelle zahlreicher wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe. Ein variantenreicher Beerenmix in Kombination mit Milch und Nüssen ist ein ideales Müsli. Dieses enthält einen potenten Nährstoffcocktail und fördert zusätzlich durch den hohen Ballaststoffgehalt die Verdauung. Neben den heimischen Früchten gelten auch Beeren wie Aronia und Baobab als sehr vitalstoffreich. Die Baobab-Beere des Affenbrotbaums bietet ein wertvolles Repertoire an wichtigen sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoide, Tannine und Alkaloide. Ihre ungesättigten Fettsäuren und essenziellen Aminosäuren sollen antibakteriell und antioxidativ wirken.

    Aronia mit Anthocyanen

    Die Apfelbeere Aronia stammt aus Nordamerika und enthält ebenfalls zahlreiche hochwertige, antioxidative Inhaltsstoffe, die gerade in der Jahreszeit mit der höchsten Infektanfälligkeit besonders wichtig sind. Zu ihnen gehören Anthocyane und andere Polyphenole, die freie Sauerstoffradikale neutralisieren und die Zellen schützen können. Dieser natürliche Zellschutz unterstützt besonders im Winter den Körper effektiv bei seinen vielfältigen Abwehrreaktionen. Dadurch bleibt mehr Energie für persönlich wichtige Aufgaben im Beruf, die Familie und die Freizeitgestaltung übrig.
  • Rote Bete und Rote Bete-Saft: Beide enthalten neben blutbildendem Eisen und wichtigen Vitaminen reichlich Nitrat. Es wird im Körper umgewandelt und soll als Stickstoffmonoxid den Blutfluss und damit die Sauerstoffversorgung innerhalb von einer Stunde nachweisbar verbessern. Ein Glas Rote Bete-Saft, 60 bis 90 Minuten vor dem ersten wichtigen Termin getrunken, macht den Kopf frei. Etwa ein halber Liter ist die optimale Menge über den Tag verteilt.
  • Koffein: Auf der Skala der Wachmacher rangiert das beliebteste Getränk in Deutschland ganz weit oben. Im Kaffee lassen sich neben dem als Wachmacher bekannten Koffein auch antioxidative Substanzen und Vitamine finden. So soll bereits eine Tasse Kaffee zehn Prozent der empfohlenen Tageszufuhr an Niacin (Vitamin B3) abdecken. Koffein hat eine konzentrationsunterstützende sowie leicht antidepressive Wirkung, da es im Körper Rezeptoren für Ermüdungsbotenstoffe blockiert. Zudem kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und Dopamin sowie zu einer leichten Steigerung der Puls- und Atemfrequenz.

    Wachmachende Dosis

    Koffein kann in individuell unterschiedlicher Dosis den sogenannten Bereich der „optimalen Wachheit“ unterstützen. Das ist der Zustand, in dem das menschliche Gehirn am leis­tungsfähigsten ist. Da es Anpassungsmechanismen an Koffein gibt, sollten Kaffee, grüner und schwarzer Tee eher zielgerichtet und funktional eingesetzt werden. So ist die Wirkung deutlich verstärkt. Als Basisgetränke sind Früchte- und Kräutertees sowie mineralstoffreiches Mineralwasser vorzuziehen.     
  • Capsaicin: Das Alkaloid Capsaicin ist in Pflanzen wie Paprika und Chili enthalten. Es übt auf spezifische Rezeptoren einen Schärfereiz aus, der mit einem Hitzereiz vergleichbar ist. Dieser Reiz führt zu vermehrter Durchblutung mit Rötung des Gewebes und einem deutlichen Wachmacher-Effekt. Daran anschließend kommt es durch Reizung der entsprechenden Rezeptoren und der regulierenden Durchblutung nach dem Abklingen der Schärfeempfindung zu einer Aktivitätsdämpfung. Mittelfristig wird so eine Toleranz mit Gewöhnungseffekt gegen scharfe Speisen aufgebaut. Die Chilischote ist demnach gut geeignet, wenn direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem ers­ten Kaffee ein Wachmacher-Kick benötigt wird.
  • Bulletproof Coffee: Dieser besteht aus zwei Tassen starkem Espresso, püriert mit einem Teelöffel Butter und einem Teelöffel Bio-Kokosöl. Er ist als Trendgetränk nahezu in aller Munde und kann eine schnelle, einfache Alternative zum Frühstück darstellen. Der Hunger kann gezügelt, die Fettverbrennung aktiviert und die Gehirnleis­tung über den Morgen hinweg gesteigert werden.
  • Matcha: Dieses leuchtend grüne, traditionelle Getränk aus Japan besteht aus gemahlenen Grünteeblättern. Das Pulver wird mit heißem Wasser aufgegossen. Man kennt diese Art der Zubereitung auch aus der japanischen Teezeremonie. Hier wird das Pulver in Entsprechung zu dem strengen Ritual mit einem Bambusbesen in dem heißen Wasser aufgeschlagen. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in GUT zu FUSS 1/2017.