Die Wartezeit versüßen

Wartezeit kann für die Kundin eine Wohlfühlzeit sein – wenn Sie alles gut vorbereitet haben. Aber: Nutzen Sie den Wartebereich zugleich auch für Ihre Marketing-Ideen!

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Eine Wartezeit von einigen Minuten kann für Ihre Kundin sogar angenehmer sein, als wenn sie direkt in den Behandlungsraum geführt wird. Sie kann in Ruhe ankommen, einen Moment Platz nehmen oder im Raum herumschlendern und Ihre Auslagen betrachten. Dabei fällt der Stress des Alltags langsam ab. Vielleicht war die Anfahrt hektisch, weil der Bus nicht kam, auf dem Weg Stau war oder der Tag voller Termine. Der Besuch bei Ihnen ist der Ruhepol des Tages für Ihre Kundin, in dem sie neue Kraft für den Alltag tankt. In der kleinen Wartepause können Puls und Atmung sich beruhigen.
Nehmen Sie Ihrer Kundin die Jacke ab, dann kann sie sich in Ruhe akklimatisieren. Stellen Sie mindestens zwei bequeme Stühle oder Sessel im Wartebereich zur Verfügung. Platzieren Sie die Sitzgelegenheit so, dass eine Wand im Rücken liegt und der Raum einzusehen ist. Das vermittelt Sicherheit. Warum mindestens zwei Stühle? 

Der Kunde ist König

Manchmal kommt jemand zur Begleitung mit. Außerdem stellen die meisten Frauen ihre Handtasche ungern auf den Fußboden. Wenn ein Sitzplatz frei ist, werden dort die Handtasche oder andere Besorgungen bequem verstaut. Dekorieren Sie Ihren Eingangsbereich dezent, aber immer aktuell. Eine wartende Kundin hat Zeit, sich die Umgebung in Ruhe anzusehen. Wenn Sie Pflegeartikel zum Verkauf anbieten, stellen Sie Tester auf. Gibt es kleine Sondergrößen Ihrer Produkte als Give-aways? Dekorieren Sie diese in Schalen und legen ein schönes Schild dazu, dass Kunden sich dort gerne bedienen dürfen.

Seien Sie großzügig

Jemand nimmt vielleicht mehr Proben, als Sie es für angemessen halten? Darüber sehen Sie hinweg. Denn jedes Mal, wenn die Proben zu Hause verwendet werden, denkt die Kundin dabei an Ihre Praxis. Wenn die Produkte sie überzeugen, erhöht das die Chance, dass sie sie beim nächs­ten Fußpflege-Termin bei Ihnen kauft. Mit Proben können Sie nicht großzügig genug sein! Bei Testern dekorativer Kosmetik oder von Nagellacken stellen Sie bitte ein Abschminkprodukt oder Nagellackentferner, Wattepads und einen kleinen Mülleimer zur Verfügung. Mit Testern experimentieren viele gerne, doch bunte Hände mag am Ende keiner behalten. Es kommt gut an, wenn sich die Test-Aufträge von Lippenstift, Lidschatten, Nagellack & Co. schnell wieder entfernen lassen. Die Kleidung der Kundin wird damit obendrein auch noch geschützt. Wichtig ist, dass der Kundin klar ist, dass sie diese Sachen alle anfassen und verwenden darf.

Bieten Sie Sinneseindrücke

Wenn es doch mal einen Moment länger dauert, kommen Zeitschriften zur Überbrückung der Wartezeit immer noch gut an. Von Gala über Bunte und Stern bis „brand eins“ oder Handelsmagazin – sie alle sind bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt. Wählen Sie Zeitschriften aus, die Ihre Kunden vermutlich nicht zu Hause haben. Das erhöht den Faktor Abwechslung und den Unterhaltungswert.
Sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – das sind unsere fünf Sinne. Je nach Typus sprechen wir darauf unterschiedlich sensibel an. Da Sie nicht wissen, was Ihre Kundin bevorzugt, bieten Sie für jeden Sinn einen angenehmen Reiz an. Sehen wird durch Ihre Praxiseinrichtung und die angebotenen Zeitschriften oder Online-Nutzung abgedeckt. Zum Hören bieten Sie Musik an. Ob eher leise Entspannungsmusik oder aktuelle Radiosongs – das liegt bei Ihnen. Fragen Sie, ob die Musik angenehm ist. Wenn nicht, erkundigen Sie sich nach Alternativwünschen – das kann auch die Bitte um Stille sein. Der Geruchssinn wird mit einem Raumduft angesprochen und auch beim Ausprobieren von Testprodukten. Letzteres regt zugleich den Tastsinn an, das Fühlen – ebenso wie das Blättern durch Zeitschriften oder das Benutzen eines Tablets.

Holzig-schwer oder zitronig-frisch

Achten Sie beim Raumduft darauf, dass er dezent ist.  Durch die Verwendung der vielen verschiedenen Produkte und die Reinigung Ihrer Praxis kommen bereits zahlreiche Gerüche zusammen, sodass ein zusätzlicher Raumduft oft nicht mehr erforderlich ist. Wenn Sie trotzdem einen verwenden möchten, setzen Sie ätherische Öle mit Duftnoten zur Jahreszeit passend ein – im Winter einen holzig-schweren, im Sommer einen zitronig-frischen. Orangenduft stimmt ganzjährig fröhlich. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen – und heben Sie sich so vom Mitbewerber ab. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in GUT zu FUSS 2/2017.