Du schaffst das!

Es gibt Situationen, in denen ein Mitarbeiter kraft- und mutlos ist. Dagegen können Sie als Chef etwas tun – nehmen Sie ihn an die Hand und sorgen Sie so für Motivation!

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Machen wir uns nichts vor: Jeder hat mal einen Tag, an dem es ihm schwerfällt, Energie und gute Laune in ein Paket zu packen und damit in den Arbeitsalltag zu gehen. Dies ist völlig normal, denn wir sind Menschen, keine Maschinen. Doch gerade im medizinischen Bereich, in dem es oft auch ums „Mutmachen“ geht, ist es wichtig, dass Ihre Mitarbeiter positiv geladen sind und die gute Laune sich auf die Kundschaft überträgt. Fehlt diese Motivation, liegt das nicht unbedingt in der betroffenen Person selbst begründet. Ihr Führungsstil als Chef sowie eine unzureichende Motivationsbindung könnten genauso gut dafür verantwortlich sein.

Anerkennung des Chefs

Was ist aber nun genau „Motivation“? Allgemein versteht man darunter das Streben nach Zielen. Dabei unterscheidet man zwischen Eigen- und Außenmotivation: Die Eigenmotivation bezeichnet das, was uns im Inneren antreibt. Für viele sind das etwa Herausforderungen, die sie zu meistern haben – oft verbunden mit der Möglichkeit, sich im Arbeitsprozess zu verwirklichen.
Die Außenmotivation hingegen hängt ab von äußeren Einflüssen. Dies ist etwa das Lob oder die Anerkennung des Chefs. Die Eigen- und die Außenmotivation sind wichtige Faktoren, wenn es darum geht, ob jemand zufrieden ist. Zufriedenheit wiederum impliziert Engagement, Leistungsstärke, Flexibilität und Belastbarkeit.
Viele Menschen glauben, dass ein gutes, leistungsgerechtes Gehalt, die Sicherung des Arbeitsplatzes sowie ein gutes Verhältnis zu den Kollegen motiviert. Dem ist aber nicht so: Die genannten Faktoren bewirken lediglich, dass Mitarbeiter nicht „unzufrieden“ sind, weshalb sie in der Motivationspsychologie als „Hygienefaktoren“ bezeichnet werden.

Als Vorbild fungieren

Als Chef und Anführer im Team sind Sie dafür zuständig, für Motivation zu sorgen. Folgende Punkte sollten Sie hierzu beherzigen:                

  • Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter ernst.                
  • Begleiten Sie Ihre Mitarbeiter mit Wertschätzung und bringen Sie ihnen Respekt entgegen.                
  • Begegnen Sie Ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe (Meinungsäußerung, Kritikannahme).               
  • Integrieren Sie Ihre Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse.               
  • Vereinbaren Sie mit ihnen klare und vor allen Dingen realistische Arbeitsziele und bleiben Sie hier mit ihnen im Austausch.                
  • Nutzen Sie das Wissen Ihrer Mitarbeiter.                
  • Übertragen Sie Verantwortung.                
  • Fördern Sie Ihre Mitarbeiter.                
  • Loben Sie Ihre Mitarbeiter für gute Leistungen.                
  • Vermitteln Sie ihnen Werte, die Sie vorleben, z. B. Fairness, Achtsamkeit, Toleranz, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen.          
  • Halten Sie Ihre Zusagen an Mitarbeiter stets ein. Falls dies mal nicht möglich sein sollte: Führen Sie mit dem Mitarbeiter ein persönliches Gespräch, das auch Freiraum für seine Sichtweise lässt.                
  • Sollte Ihnen mal ein Fehler passieren, stehen Sie dazu.                
  • Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern immer wieder neue Perspektiven auf.        
  • Sagen Sie Ihren Mitarbeitern, was genau Sie von ihnen erwarten.           
  • Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, welche Leistungen Sie regelmäßig für sie erbringen.

Fehlt es an einigen dieser Punkte, sinkt die Motivation. Und dann landen Sie als Geschäftsführer oft beim leidigen Thema des persönlichen Einzelgesprächs, das gerne mit Beschwerden über Teammitglieder oder auch über Sie als Chef verbunden ist. Und man beginnt wieder sich zu rechtfertigen, was auch Kraft und Energie kostet.

Motivationselement schaffen

Gehen Sie diesen unangenehmen Terminen doch aus dem Weg und schaffen Sie mit einem Teamkalender ein besonderes Motivationselement. Hierfür sammeln Sie schöne Texte, Bilder, Sprüche, bei denen für jeden etwas dabei ist und der Ihre Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue dazu animiert, in den Teamkalender zu schauen und sich die tägliche Motivation abzuholen. Machen Sie aber ja nicht den Fehler, Ihre Motivationsbotschaften in den Tageskalender zu integrieren. Denn hier geht es in erster Linie darum, zeitnah und termingerecht zu arbeiten. Hier wären persönliche Botschaften absolut fehl am Platz.

Zum Gespräch animieren

Neben dem Team-Kalender als „Mutmacher-Element“ können Sie auch eine schöne Schale an einem besonderen Platz aufstellen, der nur für Ihre Mitarbeiter zugänglich ist. Füllen Sie diese mit kleinen, zusammengefalteten Zettelchen, auf denen sich besondere Botschaften verstecken. Stellen Sie Ihrem Team frei, einmal täglich in die Schale zu greifen und eine Tagesbotschaft zu ziehen. Legen Sie vorher fest, ob das Zettelchen behalten oder nach dem Lesen wieder zurückgelegt werden sollte. Sie können sich sicher sein, dass die Botschaften zum Nachdenken anregen werden und vielleicht auch für Gesprächsstoff sorgen.  

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in GUT zu FUSS 1/2018.