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Schönheit und Pflege stehen im Mittelpunkt der Arbeit einer Kosmetikerin. Dabei liegt der Schwerpunkt ganz klar auf der Hautpflege.

Hinzu kommen Angebote wie Körper- und Gesichtsenthaarung, Hand-, Nagel- und kosmetische Fußpflege, Wimpern- und Brauen-Styling, Make-up sowie Wellness- und Körperanwendungen, etwa kosmetische Massagen, Peelings und Körperpackungen. Je nach Ausrichtung eines Kosmetikstudios oder Beauty Spas kann die Gewichtung der Aufgabenfelder variieren. So gibt es etwa Betriebe, die sich auf Make-up und Styling, Permanent Make-up oder apparative Behandlungsmethoden spezialisiert haben.

 

Fachkenntnisse und Sinn für Schönes

Um ihre Kunden umfassend behandeln und beraten zu können, benötigt eine Kosmetikerin Fachwissen über Aufbau und Funktion der Haut und der verschiedenen Hauttypen sowie die Haut betreffende Krankheiten und Dysfunktionen. Denn sie muss auch erkennen, wo ein krankhaftes Hautbild vorliegt, ihre Kompetenzen somit enden und sie den Kunden an einen Arzt verweisen sollte. Sie sollte ferner umfangreiche Kenntnisse über kosmetische Produkte, ihre Inhaltsstoffe, Wirkweisen und Anwendung besitzen. Außerdem sollte sie Sinn für Ästhetik und ein gutes Gespür für harmonische Formen und Farbkombinationen haben. Auch ein Verständnis für die Vorgänge im menschlichen Körper und seinen Aufbau ist wichtig. In diesen Themenbereich fallen auch Kenntnisse über gesunde, ausgewogene Ernährung.

Da Kosmetikerinnen mit und an Menschen arbeiten, sollten sie nicht nur eine ruhige Hand und Fingerspitzengefühl besitzen, sondern auch gute Umgangsformen, Offenheit, Kommunikationsfreude und Einfühlungsvermögen. Denn die Kunden selbst sind so verschieden wie ihre kosmetischen Bedürfnisse. Darauf sollte eine Kosmetikerin eingehen können, will sie Kunden an sich binden. Auch Geduld ist bisweilen nötig.

 

Mehrere Bildungswege

Wenn Sie Kosmetikerin werden möchten, stehen Ihnen in Deutschland verschiedene Möglichkeiten zur Wahl, da die Ausbildung nicht einheitlich geregelt ist. So können Sie etwa eine dreijährige duale Ausbildung absolvieren, bei der sich betriebliche und schulische Ausbildungszeiten abwechseln, oder Sie lassen sich an einer Kosmetikfachschule ausbilden. Dies dauert gewöhnlich ein bis zwei Jahre, die praktischen Kenntnisse werden meist direkt an der Schule vermittelt. Während Sie im Rahmen einer dualen Ausbildung von Anfang an eine Ausbildungsvergütung bekommen, haben Sie an einer der meist privaten Kosmetikschulen Schulgebühren zu entrichten. Diese variieren von Schule zu Schule und können sich alles in allem auf 5.000 Euro und mehr belaufen. Je nach Schule können Sie auch BAföG beantragen. Verschiedene Fernakademien und Abendschulen bieten ebenfalls Ausbildungen zur Kosmetikerin mit oder ohne Praxisteil an. Auch hier gibt es eine große Spannbreite, was die Dauer der Ausbildung und die Kosten betrifft.

 

Von Hautreinigung bis Warenwirtschaft

Die Lerninhalte sind vielfältig, Kernelemente sind die pflegende und dekorative Kosmetik sowie kosmetische Massagen. Neben den praktischen Tätigkeitsfeldern vermittelt die Ausbildung auch jede Menge theoretisches Wissen. Dies reicht von Anatomie, Physiologie, Dermatologie sowie Ernährungsberatung und Gesundheitsförderung bis hin zu Chemie, Wirtschaftskunde sowie Rohstoff- und Warenkunde. Auch Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, das Bedienen von Apparaten und Instrumenten, Verkauf und Warenwirtschaft sowie Kundengespräche und -betreuung werden im Unterricht thematisiert.

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung. Anschließend können Sie als Angestellte in Kosmetikstudios, Spas, Parfümerien, Wellnesshotels, Kurbetrieben, auf Kreuzfahrtschiffen oder bei Hautärzten arbeiten. Oder Sie machen sich selbstständig und eröffnen Ihr eigenes Kosmetikinstitut. Als Kosmetikerin steht Ihnen außerdem eine große Bandbreite an Möglichkeiten zur Verfügung, um sich weiterzubilden und Zusatzqualifikationen anzueignen.

 

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Fotos: stock.adobe.com/Nomad_Soul

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