"Viktoriia ist eine Bereicherung!"

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Kathrin Weise-Walhöfer ist nicht nur Kosmetikerin aus Leidenschaft, sondern setzt sich auch für Menschen in Not ein. So verhalf sie Viktoriia Osmokha zu einem festen Arbeitsplatz und unterstützt die junge Frau, wo sie nur kann. Eine Entscheidung, die sie nicht bereut ...

Freundlich, fröhlich und offen: Bereits im Interview mit KOSMETIK international ist die positive Art von Viktoriia Osmokha zu spüren. Diese Eigenschaften sind es auch, die Kosmetikerin Kathrin Weise-Walhöfer an ihrer Mitarbeiterin besonders schätzt: „Eine solche Kommunikationsstärke mit Kunden habe ich selten erlebt.“ Seit Juni arbeitet Viktoriia, die im März aus dem ukrainischen Isjum nach Deutschland geflohen ist, in ihrem Institut „Kathrin Walhöfer Kosmetik“ in Düsseldorf. Und das Beste: Diesen Monat hat sie zudem ihre einjährige, berufsbegleitende Ausbildung bei Dr. med. Christine Schrammek begonnen.

Dass dies möglich ist, hat Viktoriia auch ihrer Chefin zu verdanken. Kathrin Weise-Walhöfer ist sehr engagiert, u. a. als erste Vorsitzende des Vereins DARIA e. V. zur Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine. Zudem ist es ihr eine Herzensangelegenheit, jungen Menschen eine Kosmetikausbildung zu ermöglichen. So sagte sie sofort zu, als sie von Christel Tzourmbakis, einer Bekannten, im Frühling gefragt wurde, ob Viktoriia ein Praktikum bei ihr machen könne. „Ich finde, nur mit gut ausgebildeten jungen Leuten können wir unsere Branche nach vorne bringen“, begründet Kathrin Weise-Walhöfer ihre Entscheidung. Christel Tzourmbakis hatte im Rahmen eines Bewerbercafés für Geflüchtete aus der Ukraine von Viktoriias Berufswünschen erfahren. 

Auf Umwegen zum Ziel

Und Viktoriia? Die konnte ihr Glück kaum fassen, ist Kosmetikerin doch ihr Traumberuf. In der Ukraine studierte die 24-Jährige dennoch auf Anraten ihrer Eltern Management. Nebenher lernte sie Augenbrauen- und Nageldesign. Umso mehr freut sie sich, dass sie jetzt bei

Kathrin-Weise-Walhöfer arbeiten kann. Ihre Chefin war es auch, die ihr half, die Formalitäten zu regeln. Gemeinsam waren sie bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit, um zu klären, wie sich das Ganze gestalten lässt. „Ich bin so dankbar. Ich lerne so viele gute Menschen hier kennen und jeder hilft mir“, so Viktoriia. So war es erneut Christel Tzourmbakis, die ihr zur Seite sprang, als es darum ging, ein Stipendium für die Ausbildung zu finden – mit Erfolg.

Große Unterstützung

Viktoriias Deutsch ist innerhalb nur weniger Monate so gut geworden, dass sie ohne Probleme kommunizieren kann. Trotzdem sieht die Ukrainerin die Sprache als die größte Herausforderung, was die Ausbildung betrifft. Ihre Chefin ist da hingegen sehr zuversichtlich: „Viktoriia ist fleißig und hat eine unheimlich schnelle Auffassungsgabe, das ist unglaublich“, so Kathrin Weise-Walhöfer. Von Vorteil ist außerdem, dass Viktoriia im Institut eine Kollegin aus der Fußpflege hat, die ebenfalls eine Ausbildung macht. So können sie sich gegenseitig unterstützen.

Die Hilfsbereitschaft ist groß – und so kommt es, dass Viktoriia, die die ersten sechs Monate im Hotel lebte, seit Oktober eine eigene Wohnung in Düsseldorf hat. Von ihrem neuen Zuhause aus kann sie sowohl ins Institut von Kathrin Weise-Walhöfer als auch zur Kosmetikschule Dr. med. Christine Schrammek pendeln.

Viktoriia
Seit Juni arbeitet Viktoriia, die im März aus dem ukrainischen Isjum nach Deutschland geflohen ist, im Institut „Kathrin Walhöfer Kosmetik“ in Düsseldorf
Kathrin Weise-Walhöfer
Kathrin Weise-Walhöfer ist es eine Herzensangelegenheit, jungen Leuten die Ausbildung zur Kosmetikerin zu ermöglichen
Von | Fotos: stock.adobe.com/Stefano Garau, Michael Lübke (2x)

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