Fit im Lockdown: So geht's!

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Fit im Lockdown: So geht's!

Gerade in der aktuellen Zeit ist es nicht leicht, sportlich aktiv zu bleiben und gesund zu leben, da aufgrund Ausgangsbeschränkungen die Bewegung deutlich abnimmt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich zu Hause trotzdem fithalten und welche Tipps Sie an Ihren KundInnen weitergeben können.

Alexandra Haase, Club Manager im Aspria Hamburg Uhlenhorst, erzählt in einem Frage-und-Antwort-Special über Bewegung zu Hause, gesunde Ernährung, die beliebtesten Home-Workouts und was man bei niedrigen Temperaturen beim Joggen beachten muss:

Am Jahresanfang ist die Motivation sportlich aktiv zu sein und gesund zu leben natürlich besonders hoch – wie kann ich diese Motivation beibehalten?
Am besten ist es, sich gleich eine Routine zu schaffen, die Sporteinheiten fest in den Kalender einzutragen und einen Rhythmus zu finden. Sind die Termine visuell im Kalender zu sehen, kann der innere Schweinehund sie nicht so leicht canceln. Zusätzlich ist es wichtig, sich selbst kleine und vor allem realistische Etappenziele zu setzen. Auch diese Ziele und deren Ergebnisse sollten auf Papier gebracht werden. Sieht man erste Erfolge schwarz-auf-weiß, ist das sehr motivierend

Wie kann ich häufiges Snacken und allgemein ungesunde Ernährung zu Hause vermeiden?
Der sicherste Weg ist auch hier eine feste Routine – und die beginnt schon beim Einkauf. Wer im Supermarkt gar nicht erst großzügig bei Schoki und Co zugreift, gerät zuhause nicht in Versuchung.  Zusätzlich sollte man sich zu Hause an seine normale Morgenroutine halten, sich frisch machen, den Schlafanzug gegen „richtige“ Klamotten tauschen und ein ordentliches Frühstück zubereiten. Mit „ordentlich“ ist in dem Fall ein Frühstück gemeint, welches genug Energie liefert. Wer zu lange nicht isst, verfällt danach meist in Heißhunger und isst ungebremst viel zu viel und viel zu ungesund. Ein weiterer Tipp wäre noch immer genug zu trinken am Arbeitsplatz bereitstehen zu haben. Manchmal ist es auch ein Durstgefühl, das wir fälschlicherweise als Appetit interpretieren, das uns dazu bringt, mit dem Snacken anzufangen.

Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit, zu Hause Sport zu treiben, weil ihre Wohnung zu klein ist, sie sich um ihre Kinder kümmern müssen oder sie nicht über die technische Ausstattung verfügen, um an einem Online-Workout teilzunehmen. Welche Übungen können besonders gut im Freien umgesetzt werden?
Der Klassiker ist und bleibt das Joggen an der frischen Luft. Und auch Beginner oder Lauf-Muffel sollten dem Ganzen gerade jetzt noch einmal eine Chance geben. Der Effekt von frischer Luft und Tageslicht ist in der aktuellen Situation wichtiger denn je für jeden von uns. Wer starten möchte, macht dies am besten in kleinen Schritten. Wer sich damit gar nicht anfreunden mag, ist aber auch mit einem strammen Spaziergang, oder einer großen Runde auf dem Fahrrad gut beraten – Hauptsache ist, man bleibt überhaupt in Bewegung.

Was muss ich aufgrund der niedrigen Temperaturen beispielsweise beim Joggen beachten?
Ist das alte Baumwollshirt unter dem dicken Pulli einmal vollgeschwitzt, klebt es nass und kalt auf der Haut und die Erkältung ist im Winter vorprogrammiert. Die Kleidung sollte also möglichst atmungsaktiv und funktionell sein. Im besten Fall wählt man das Zwiebelprinzip und trägt 2-3 Schichten übereinander. Zum Start darf man ruhig leicht frösteln, beim Joggen selbst sollte einem aber angenehm warm sein. Der Kopf sollte unbedingt durch ein Stirnband, oder eine Mütze geschützt werden.

Die Pandemie zwingt uns zur Häuslichkeit. Was soll man tun, wenn Fitness-Club, Schwimmbad, Sporthallen und Sportplätze geschlossen sind? Was sind beispielsweise gute Alternativen für das gelenkschonende Schwimmen?
Auf Grund der Corona-Einschränkungen fallen tatsächlich die meisten guten Alternativen weg. Wer aber seine Gelenke schonen und trotzdem aktiv sein möchte, sollte in jedem Fall auf das Fahrrad zurückgreifen. Hier sind die Gelenke entlastet, werden aber, zumindest im Unterkörper, sehr gut durch bewegt. Das Herz-Kreislauf-System kommt in Schwung und die Beinmuskeln werden ordentlich beansprucht. Außerdem kann man auch in der eigenen Stadt wunderschöne Ecken auf dem Fahrrad erkunden.

Fotos: stock.adobe.com/Pixel-Shot

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