Blaue Zehen

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Blaue Zehen

Benjamin Walz (Mitte) ist Kapitän des Motoball-Klubs MSC Puma Kuppenheim und der Deutschen Nationalmannschaft. Im Interview mit GUT zu FUSS Redakteurin Elke Rohwer spricht er über den Reiz dieses rasanten Hobbys.

Der MSC Puma wurde 1960 gegründet. Seither hat der Klub zahlreiche Wettkämpfe für sich entschieden. Bei der deutschen Meisterschaft 2016 ist der Verein im Endspiel gegen den Titelverteidiger MSC Ubstadt-Weiher mit 1:3 unterlegen. Trotz Niederlage richten die Spieler den Blick nach vorn. Im Frühjahr beginnt die neue Saison. 
Frage: Motoball wird weithin als „schnellster Mannschaftssport der Welt“ bezeichnet. Wo liegen die historischen Wurzeln des Motoballs?
Walz: Das lässt sich nicht eindeutig sagen. Manche behaupten, dass die Sportart aus Frankreich stammt, andere nennen Deutschland oder die USA als Ursprungsland. Sicher ist, dass bereits 1923 in Dresden-Seidnitz ein Turnier mit mehreren Mannschaften stattfand. Damals fuhren die Spieler noch auf NSU- bzw. Zündapp-Maschinen. Derzeit gibt es aktuell 16 deutsche Mannschaften. Europaweit gehören neben Frankreich und den Niederlanden auch Russland, Weißrussland, Litauen und die Ukraine zu den Motoball-Hochburgen.

Frage: Wie läuft ein Spiel ab?
Walz: Die auf Motorrädern sitzenden Feldspieler müssen versuchen, einen bis zu 1 200 Gramm schweren Lederball mit dem Fuß ins gegnerische Tor zu bringen. Der Platz hat die Größe eines Fußballfeldes. Gespielt werden viermal 20 Minuten, jeweils mit Pausen. Zu einem Team gehören neben den acht Feldspielern und dem Trainer u. a. auch zwei Mechaniker. 

Frage: Sind das besondere Motorräder? Und wie schützen sich die Spieler während einer Begegnung?
Walz: Unsere Motorräder sind eine Mischung aus Enduro und Trial. Sie haben 250 Kubik und sind etwa 100 Kilogramm schwer. Wenn wir spielen, tragen wir Helme, Cross-Kleidung und spezielle, knöchelhohe Motoballschuhe, die gut sitzen müssen. Darüber tragen wir eine Art Gamaschen, die das Schienbein schützen sollen. Außerdem Knie- und Ellenbogenschoner, Nierengurt, Brustpanzer sowie Rückenprotektoren.  

Frage: Wie alt sind die Spieler beim MSC?
Walz: Ich habe mit 15 Jahren angefangen und bin jetzt 29 Jahre alt. Mit 35 Jahren gehört man zum alten Eisen.  

Frage: Gibt es typische Verletzungen beim Motoball?
Walz: Während des Spiels ist der Fuß entweder auf dem Pedal oder in der Luft, um den Ball zu führen. Wenn man mit einem gegnerischen Spieler zusammenstößt und stürzt, sind Prellungen, Schürfungen und blaue Flecken an der Tagesordnung. Gerät der Fuß zwischen zwei Motorräder oder unter eine Maschine, kann es zu Quetschungen und blauen Zehen kommen, das passiert oft.  

Frage: Waren Sie schon einmal bei einer professionellen Fußpflege?
Walz: Oh ja, ich gehe regelmäßig zu meiner Fußpflegerin. Das ist wichtig, weil lange Nägel beim Motoball wie auch beim klassischen Fußball, den ich auch gern spiele, Verletzungen an den benachbarten Zehen verursachen können. Außerdem sehen gepflegte Füße einfach schöner aus.  

Frage: Welche Art von Schuhen tragen Sie in Ihrer Freizeit?
Walz: Da ich zweimal in der Woche Motoballtraining habe, Fußball spiele, Motorrad fahre und beruflich Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen trage, bin ich immer froh, wenn ich abends die geschlossenen Schuhe ausziehen kann. Bei milden Temperaturen trage ich dann am liebsten Flip-Flops.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in GUT zu FUSS 1/2017.

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