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In Australien dauert die Ausbildung zum Podiatristen vier Jahre. Shannon Munteanu ist ein Beispiel dafür, wie man lehren kann, ohne den Kontakt zur Basis zu verlieren.

Melbourne, im Bundesstaat Victoria, liegt an der Südostküste von Australien. Mit rund 4,3 Millionen Einwohnern ist sie nach Sydney die zweitgrößte Stadt des Kontinents. Durch ihre geo­grafische Lage ist das Wetter sehr wechselhaft. In Touristenführern wird es oft beschrieben mit  „four seasons in a day“, vier Jahreszeiten an einem Tag. Bemerkbar macht sich dies vor allem durch starke Wetterschwankungen von Frühjahr bis Sommer, mit Stürmen, heftigem Regen und heftigen Temperaturstürzen.

4 500 Podiatristen

Darüber hinaus ist Melbourne aber auch der Geburtsort einer Reihe bekannter Persönlichkeiten wie Cate Blanchett, Kylie Minogue und Jason Donovan – und sie ist die Heimatstadt von Shannon Munteanu. Er ist einer von rund 4 500 eingetragenen Podiatristen, von denen etwa 80 Prozent in privaten Praxen und 20 Prozent in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen tätig sind. Shannon Munteanu absolvierte seine Ausbildung zum Podiatristen an der La Trobe Universität in Melbourne. Im ersten Jahr seiner Ausbildung eignete er sich anatomische und physiologische Kenntnisse an. Anschließend absolvierte der heute 40-Jährige ein umfassendes vorklinisches Praktikum. Das dritte Ausbildungsjahr war geprägt von praktischen Erfahrungen, die er als angehender Podiatrist innerhalb der Universität sammelte. Im vierten Jahr standen klinische Praktika außerhalb der Hochschule im Vordergrund.

Theorie und Praxis

Nach seiner Promotion im Jahr 2003 schlug Shannon Munteanu eine akademische Laufbahn ein und ist seither an der La Trobe Universität als leitender Dozent im Fachbereich Podiatrie tätig. Insgesamt 400 Studenten besuchen derzeit die Lehrveranstaltungen im Bereich Podiatrie. 35 Wochenstunden ist der Podiatrist an der Hochschule tätig. Doch so ganz scheint ihm das akademische Berufsfeld nicht zu genügen.
Möglicherweise ist es der Kontakt zur Basis oder der Wunsch, Menschen mit Fußbeschwerden unmittelbar helfen zu können, was ihn dazu antreibt, zusätzlich als Podiatrist in seiner „Northern Foot Clinic“ zu arbeiten, die sich ebenfalls in Melbourne befindet. Die 120 Quad­ratmeter große podiatrische Praxis besteht seit 13 Jahren und ist aufgeteilt in vier Behandlungsräume, ein Wartezimmer, einen Bereich zur Anfertigung orthopädischer Einlagen sowie einen Raum, in dem Instrumente gereinigt und sterilisiert werden. Zu den Dienstleistungen gehören u. a. die klassische Fußpflege, die Betreuung von Diabetikern im Pflege-, Schuh- und Ernährungsbereich sowie die Behandlung von Beschwerden auf dem Gebiet des Bewegungsapparates.

Diabetisches Fußsyndrom

Der überwiegende Teil der Patienten, die in die Northern Foot Clinic kommen, sind 60 Jahre oder älter. Viele vereinbaren Termine zur klassischen Fußpflege. Gleichzeitig nimmt jedoch die Zahl von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom sowie plantaren Fersenschmerzen immer mehr zu. Für die Erstbehandlung  nimmt der Podiatrist 81 Australische Dollar, umgerechnet rund 56 Euro. Die Folgebehandlungen kosten rund 53 Euro. Im Vergleich zu anderen podiatrischen Praxen, allein fünf befinden sich im Umkreis von fünf Kilometern, liegt Munteanu im mittleren Bereich. „Viele Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten, sodass der Patient, je nach Krankheitsbild, nur noch zwischen 20 und 50 Prozent der Kosten zu tragen hat“, erläutert Munteanu. „Das australische Gesundheitssystem hat, wie in anderen Ländern auch, seine Schwächen. Vorbildlich ist jedoch die staatlich unterstützte Versorgung von Menschen mit chronischen Fußbeschwerden.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in GUT zu FUSS 1/2017.

Von | Fotos: Fotolia/gb27photo

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