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Seit dem 15. Jahrhundert findet in der Eifel jedes Jahr an Pfingsten eine Wallfahrt zu Ehren des heiligen Willibrord statt. Ernst Meyer ist seit 42 Jahren dabei. GUT zu FUSS-Redakteurin Elke Rohwer hat sich mit ihm unterhalten.

Was ist das für ein Gefühl, zusammen mit anderen an der Springprozession teilzunehmen?
Es ist ein schönes und überwältigendes Gefühl. Auf das gemeinsame Gehen, Sprechen und Beten freue ich mich das ganze Jahr.

Welchen Stellenwert hat die Wallfahrt für Sie persönlich?
Eine Fußwallfahrt fällt heute mehr auf als noch vor 30 Jahren. Als  Teilnehmer setze ich ein klares christliches Zeichen. Es freut mich sehr, dass die UNESCO die Springprozession 2010 in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen hat.  

Wie viele Teilnehmer gibt es in Ihrer Gruppe?
Die 70 Kilometer lange Strecke laufen etwa 500 Menschen mit. In Echternach selbst waren es in diesem Jahr insgesamt fast 10 000 Teilnehmer. Sie unterteilen sich in verschiedene Gruppen. Es gibt Musiker, Betende, Singende, die geistlichen Vertreter und natürlich die Springgruppen. In diesem Jahr waren es rund 7 100 Springer.  

Wie alt sind die jüngsten bzw. die ältesten Prozessionsteilnehmer?
Die Jüngsten werden im Kinderwagen gefahren. Schon Fünfjährige laufen große Streckenabschnitte mit. Die Ältesten sind über 80 Jahre.  

Haben Sie besondere Schuhe und Strümpfe an den drei Tagen an?
Ich trage Wanderstrümpfe und wasserdichte Wanderschuhe. Das machen die meisten Teilnehmer.  

Gibt es eine konkrete Sprungabfolge? Und was hat es denn mit den weißen Tüchern auf sich?
In einer Reihe stehen fünf Springer nebeneinander. Der rechte Fuß springt nach rechts, dann der linke Fuß nach links und so weiter. Springt die erste Reihe nach rechts, springt die zweite Reihe nach links und die dritte wieder nach rechts, das ergibt ein wellenartiges Bild. Die weißen Tücher sind Abstandshalter zwischen den Springern, man nimmt sich nicht an die Hand, das war schon immer so. Der Ursprung dafür ist nicht bekannt.  

Welche Schwierigkeit birgt das Springen in sich?
Das Springen in Echternach allein keine. Wenn man jedoch zuvor 70 Kilometer zu Fuß unterwegs war, ist das eine anstrengende Sache.  

Wie fühlen sich Ihre Füße nach der langen Strecke an?
Die Fußsohlen brennen und am Ziel angekommen, möchte man keinen Meter mehr gehen.   Verwöhnen Sie Ihre Füße danach? Meyer: Ich creme meine Füße ein und gönne mir eine ausgiebige Massage. Das tut so richtig gut.  

Der Interviewpartner: Mit zwölf Jahren hat Ernst Meyer zum ersten Mal an der Wallfahrt teilgenommen. Seither hat sich der heute 54-jährige das beschwerliche Ereignis nie entgehen lassen. Von Prüm in der Eifel über Waxweiler bis ins luxemburgische Echternach führt die rund 70 Kilometer lange Strecke über drei Tage. Kernstück ist die Springprozession durch Echternach am Pfingstdienstag. Dort ruhen in der Basilika die Gebeine des angelsächsischen Missionars Willibrord.        

Lesen Sie den vollständigen Artikel in GUT zu FUSS 04/2013.

Von | Fotos: Ernst Meyer

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