Kunden-Newsletter

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Der Newsletter ist der Klassiker unter den digitalen Werbemedien. Wer ihn clever einsetzt und die rechtlichen Rahmen­bedingungen beachtet, erreicht regelmäßig einen maßgeschneiderten Kundenkreis.

Lebt er noch, der Kunden-Newsletter? Trotz Facebook, Podcasts, Instagram und Co.? Ja! Auch wenn es in letzter Zeit etwas ruhiger um ihn geworden ist. Gerade entdecken viele Unternehmen den klassischen Kunden-Newsletter wieder für sich.

Warum? Weil er dem Kunden im Vergleich zu Tweets, Posts und Vlogs einen größeren Mehrwert eröffnet: Information. Seit jeher gilt die Empfehlung, in einem Newsletter nicht nur platt Werbung zu machen, sondern auch Lektüre zur Verfügung zu stellen, bei der Informationen mit dem passenden Angebot verknüpft werden. Man kann sie ausdrucken, speichern, teilen und für sich verarbeiten – sofern der Newsletter nicht nur Werbung enthält.

Ein weiterer Aspekt spricht für den klassischen Kunden-Newsletter: Es wird immer schwieriger, aus der Masse an Posts und Fotos in den Feeds und Timelines der Kunden hervorzustechen und ganz oben zu landen. Ob Ihr Post in den sozialen Medien tatsächlich gelesen wird, ist mittlerweile mehr als fraglich. Niemand durchblickt die Algorithmen von Facebook & Co. wirklich. Ein per E-Mail oder Post verschickter Newsletter landet aber zu 100 Prozent bei Ihren Kunden! Ob er gelesen wird, hängt vom Content und der Aufmachung ab. Die Wahrscheinlichkeit ist mittlerweile aber größer, als dass jemand Ihren neuen Vlog auf You­­-tube findet.

Rechtliche Basics

Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren insbesondere im Bereich des Datenschutzrechts etwas verändert. Aber neben der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gab es schon immer rechtliche Basics, die es beim Versenden von Kunden-Newslettern zu beachten gilt. Datenschutzrechtlich ist verschärft auf Folgendes zu achten:

  • Opt-In: Die Kunden müssen in die Zusendung von Werbung durch aktives Betätigen eines „Ja, ich will …“-Buttons bzw. einer Checkbox eingewilligt haben. Ihr Anmeldeformular für den Newsletter sollte am besten das sogenannte Double-Opt-In-Verfahren nutzen. Das bedeutet, mit dem Anmeldeformular wird die Teilnahme am Newsletter-Versand beantragt. Mit einem Bestätigungslink, der dann per Mail verschickt wird, muss der Kunde nochmal bestätigen, dass er per E-Mail in werbender Form kontaktiert werden darf. So wird sichergestellt, dass die Anmeldung nicht von einem Dritten stammt.
  • Opt-Out: Kunden müssen außerdem in jedem per Mail versendeten Newsletter die Möglichkeit bekommen, diesen durch Klicken eines Abbestellen-Links auch wieder abbestellen zu können. In einem per Post versendeten Newsletter reicht der schriftliche Hinweis, wie die Werbung abbestellt werden kann. Auf die Möglichkeit der Abbestellung muss schon bei Beantragung der Werbung, dann aber auch in jedem einzelnen Newsletter immer wieder hingewiesen werden.
  • Bei der Beantragung des Newsletters muss der Verbraucher gemäß der aktuellen DSGVO belehrt worden sein. Die Datenschutzbelehrung umfasst die Info, was der Newsletter thematisch beinhalten wird (z. B. Infos zu Rabattaktionen, Veranstaltungen, Messetermine etc.), wie oft dieser etwa erscheint und wie er wieder abbestellt werden kann. Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie deren Verarbeitung müssen erläutert werden.
  • Im Streitfall müssen Sie beweisen können, dass Ihr Kunde in die Zusendung der Werbung zweifach eingewilligt hat. Wie Sie dies vor Gericht ausführen müssen, dazu gibt es noch kein klares Urteil. Hier gilt es, beim Newsletter-Service zu erfragen, welche Möglichkeiten das jeweils genutzte Newsletter-Portal bereithält.

Daten sparsam erheben

  • Wenn Sie den Newsletter ausschließlich per Mail versenden, dürfen keine weiteren Pflichtfelder wie Postanschrift oder Geburtsdatum angelegt sein und abgefragt werden.
  • Beantragt der Kunde das Abbestellen des Newsletters, muss er umgehend aus dem Verteiler gelöscht werden. Ein erneutes Anschreiben wäre abmahnfähig und kann teuer werden.
  • Auch bei Bestandskunden gilt: lieber die Einwilligung in E-Mail-Werbung ausdrücklich einholen. Zwar sind die rechtlichen Voraussetzungen hier etwas lockerer, es können sich gleichwohl einige Fallstricke und damit eine Abmahngefahr ergeben. Also lieber auf Nummer sicher gehen!
  • Wenn Sie Fotos verwenden, stellen Sie die Urheberrechte sicher. Auch gekaufte Bilder haben einen Urheber! Achten Sie beim Kauf auf den Lizenzumfang, also wie und in welcher Form das Bild zu gewerblichen Zwecken genutzt werden darf. Auch Zitate, Gedichte, Sprüche und Songtexte unterliegen dem Urheberrecht. Benennen Sie den Urheber also korrekt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in HAND & NAILS 08/2018.

Von | Fotos: Fotolia/deepfuze

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