Richtig lackieren

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Lackieren ist nicht jedermanns Sache – deshalb benötigen viele Kundinnen Ihre professionelle Hilfe. Doch auch den Profis kann die Lust vergehen, wenn der Lack eintrocknet oder streifig wird. Nicole Simon gibt wertvolle Tipps.

Was einen guten Nagellack ausmacht? Das fragen Sie sich bestimmt gelegentlich – aber das wollen vor allem auch Ihre Kunden wissen. Ein wichtiger Faktor für die Qualität und eine angenehme Verarbeitung ist die Pigmentierung: Ist diese zu niedrig, deckt der Lack nicht und kann streifig werden. Ist sie zu hoch, trocknet der Lack zu schnell und könnte Fäden ziehen. Bei der Produktentwicklung ist es also eine Gratwanderung, die richtige Dosierung zu finden, wenn man einen deckenden Nagellack in einer leicht gelartigen Substanz herstellen möchte, der eine gute Trocknungszeit hat, aber nicht bereits während des Lackierens trocken wird.

Und es kommt auch auf den Pinsel an, speziell auf die Anzahl und die Qualität der Haare. Günstig ist es, wenn ein Pinsel so viel Nagellack aufnimmt, wie für einen Fingernagel benötigt wird. So hat man nicht zu viel Material, das in den Nagelrand läuft; man muss aber auch nicht „nachnehmen“ und riskieren, dass man Schlieren in den bereits trocknenden Lack zieht.

Manchmal wird aber auch negativ über einen Nagellack geurteilt, obwohl das Ergebnis auf den Nägeln eigentlich gar nicht auf das Produkt zurückzuführen ist, sondern weil sich Lackierfehler eingeschlichen haben.

Gut zu wissen

Für bestmögliche Resultate habe ich einige aus meiner Sicht wichtige Tipps für eine perfekte Lackierung der Fingernägel zusammengefasst, von denen auch die Kunden profitieren können:

  • Die Nägel reinigen und die möglichen Reste einer alten Lackierung gut entfernen. Hierfür empfiehlt sich ein Aceton-freier Nagellack-Entferner.
  • Um Verfärbungen der Nagelplatte vorzubeugen und Unebenheiten auszugleichen, können Sie mit einem Unterlack beginnen, der wie eine Grundierung wirkt. Diesen gut trocknen lassen. Bei manchen Lacken ist dieser Schritt nicht erforderlich, wenn diese z. B. eine gelartige Konsistenz haben, die die Unebenheiten bereits ausgleicht.

Bei „Free-Lacken“ wie beispielsweise den 7-free oder 10-free Varianten, die auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichten, besteht auch nicht die Gefahr, dass es zu Verfärbungen kommt bzw. schädliche Substanzen in die Nagelplatte eindringen.

  • Tragen Sie nun den Nagellack in der Farbe Ihrer Wahl auf. Beginnen Sie dazu mittig auf der Nagelplatte und ziehen Sie den Pinsel mit leichtem Druck vom Nagelrand nach vorne, über die Fingerkuppe hinaus – ohne dass die Pinselhaare sich spreizen! Sonst würde man einen ungleichmäßigen Farbauftrag erzielen.

Damit es besser hält

Wird der Nagel an der Vorderkante nicht mit Lack versiegelt, kann die Lackierung durch das leichte Schrumpfen im Trocknungsprozess schnell abblättern. Durch die versiegelte Kante hat der Nagellack mehr Halt und kann sich nicht zurückziehen. Nun arbeiten Sie rechts und links in gleicher Weise bis an den Nagelrand. Achten Sie darauf, dass kein Nagellack in die Nagelränder gelangt.

Tipp: Je nach Farbton kann man mit einem zweimaligen Auftrag die Farbbrillanz erhöhen.

  • Kleine Lackierfehler lassen sich schnell und einfach mit einem Nagellack-Korrekturstift ausbessern.
  • Tränken Sie nach dem Lackieren ein Stück Küchenrolle oder ein Kosmetiktuch mit etwas Nagellack-Entferner und reinigen Sie den Hals der Lackflasche gründlich. Keine Watte benutzen, da diese fusselt und den Nagellack verunreinigen kann. Bleiben Lackreste am Flaschenhals, schließt die Flasche nicht mehr richtig: Das

Lösungsmittel kann verdunsten, der Nagellack verdickt sehr schnell und lässt sich dann nicht mehr auftragen.

  • Um länger Freude an den lackierten Nägeln zu haben, können Sie die Lackierung mit einem farblosen schnelltrocknenden Überlack versiegeln.

Achten Sie bei schnelltrocknenden Lacken allerdings auf eine zügige Arbeitsweise und halten Sie den Pinsel nicht länger als nötig an der Luft. Der Lack könnte sonst Fäden ziehen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in HAND & NAILS 05/2018.

Von | Fotos: Fotolia/gromovataya

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