Ästhetik im Alltag

Bastelarbeit

Vieles lässt sich heute auf Knopfdruck unzählige Male kopieren und nutzen. Gerade deshalb erfreuen sich die selbst gemachten Dinge wieder größerer Bedeutung – sie sind immer persönlich und einmalig. Lassen Sie auch im Institut Ihrer Fantasie freien Lauf!

Der aktuelle Trend heißt Kreativität. Handgebasteltes ist auf dem Vormarsch. Doch hört Kreativität nicht beim Malen- können auf, sondern fängt im Gegenteil schon da an, wo das Leben selbst – und damit auch das Berufsleben – gestaltet wird. Da die Kosmetik ein relativ trendabhängiges Berufsfeld ist, ist anzunehmen, dass Kreativität und Kosmetik durchaus Berührungspunkte haben. Die Frage ist nur: Wie lässt sich die schöpferische Kraft trainieren und im Berufsalltag nutzen?

Die wirkungsvollste Methode, um kreativ zu denken und zu handeln, ist wertfreies, beschreibendes Beobachten. Das ist allerdings einfacher gesagt als getan, denn das Gehirn beurteilt jede Situation und jeden Gegenstand blitzschnell als positiv oder als negativ, als „sicher“ oder „gefährlich“. Wenn überhaupt, dann wird dieser Vorgang als „Ja, das ist positiv – ich nehme es an!“ oder „Nein, das ist negativ – ich lehne es ab!“ wahrgenommen und eingeschätzt. Damit ist man ausschließlich in diesen beiden Kategorien gefangen.

Sobald man jedoch beginnt, ganz wertfrei Eigenschaften zu beschreiben, öffnen sich die kreativen Tore. Statt zu werten: „Dieser Frimator ist gut“ beschreibt man die Eigenschaften: „Ein Gerät, in das man einen Aufsatz wie z. B. eine Ziegenhaar-Bürste stecken kann und das schnell rotierende Bewegungen macht.“

Neue Verknüpfungen erkennen

Damit öffnet sich der Blick für andere Möglichkeiten, und wer dann auf die Idee kommt, dass eine Bohrmaschine ziemlich ähnlich funktioniert, beweist in der Tat Kreativität und praktische Veranlagung. So gewagt dieser Gedanke auch ist, so humorvoll veranschaulicht er doch das Prinzip der Kreativität: bekannte Bausteine auf eigene und überraschende Art miteinander zu verknüpfen. Übrigens gehört auch Mut zu Kreativität. Wenn man etwas Neues versucht, kann das Ergebnis noch nicht bekannt sein. Man muss also einfach mal „machen“, ohne gleich auf Perfektion zu setzen.

Anleitung zum Do it yourself

Der Studioalltag bietet viele Gelegenheiten für Kreativität. Von der Behandlung bis zur Einrichtung, von der Auswahl des zusätzlichen Verkaufssortiments bis zur Gestaltung des eigenen Werbeauftritts gibt es unzählige Möglichkeiten, die Dinge ein wenig individueller zu gestalten. Der Ausgangspunkt dafür ist wachsame Neugier sowie die ständige Suche nach einer Antwort auf die Frage: „Wie lassen sich die eigenen Interessen und Hobbys sinnvoll mit dem Kosmetikalltag verbinden bzw. ausleben?“

Eine besonders gesellige Form von Kreativität ist eine Aktion, im Rahmen derer die Kunden ihre Geschenkgutscheine selbst gestalten und herstellen sollen. Es empfiehlt sich, dafür Behandlungen zusammenzustellen, die speziell für die Kreativ-Gutscheine gelten, und zu berücksichtigen, dass der Behandlungspreis auch das Bastelmaterial abdeckt. Dabei können die Materialkosten durch cleveres Recycling sehr gering gehalten werden. Lässt man sich bei der Auswahl der Materialien obendrein von der Studiophilosophie leiten, erhält die Aktion einen authentischen Ausdruck. 

So können z. B. aus den Produkt-Kartonagen schöne Karten oder Mini-Gutscheinbilder gebastelt werden. Gesäuberte leere Flaschen oder Cremetiegel werden zur originellen Flaschenpost eines Thalasso-Studios. Gewürze und getrocknete Blüten und Blätter bringen der oder dem Beschenkten das Thema Natur- oder Kräuterkosmetik nahe.

Engere Kundenbindung

Zusätzlich braucht man dann nicht viel mehr als ein paar Scheren und etwas Klebstoff zur Verfügung zu stellen, damit die Kunden ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Eine kleine Auswahl an vorgefertigten Anregungen und schönen Sinnsprüchen bietet den Kunden eine Einstiegshilfe. Hierbei mag es überraschen, dass die Muster nicht zu extravagant und perfekt sein sollten, denn es zählt vor allem, dass die jeweilige Kundin mit ihrem eigenen Gutschein zufrieden ist. Ist sie unsicher und braucht Unterstützung, kann gezieltes Fragen sie ermutigen und darin bestärken, einen individuell passenden gestalterischen Anfang zu wagen. Dafür eignen sich Fragen wie: „Wer soll das Geschenk bekommen?“ „Was ist Ihre Lieblingsfarbe?“ „Was würden Sie selber gerne auf einer Gutscheinkarte sehen?“ „Welche Kartenform entspricht Ihren Vorstellungen am deutlichsten?“ „Zu welchem der ausliegenden Materialien fühlen Sie sich am stärksten hingezogen?“ Da gemeinsame Aktivitäten einen verbindenden Charakter haben, unterstützt eine Gutschein-Bastelaktion die Kundenbindung in angenehmer, stressfreier Atmosphäre, während die kreative Studioinhaberin ihre eigenen gestalterischen Talente sinnvoll einbringen kann.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 02/2019.

Von | Fotos: Fotolia/Stefan

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