Ätherische Öle bei Massagen

Aetherische Oele Massage

In der Kosmetikkabine geht es um Sachthemen und gleichermaßen um die Befindlichkeit des Kunden. Mit dem Einsatz ätherischer Öle bei Massage und Raumduft sorgen Sie für die richtige Stimmung. Es gibt einiges zu lernen.

Was Kunden suchen, wenn sie zur Kosmetik/Fußpflege kommen, ist das Gefühl „energiereich“ versorgt zu werden. Hierfür bieten sich Massagen geradezu an. Dabei ist das Produkt, das Sie verwenden, äußerst wichtig. Setzen Sie auf ätherische (himmlische) Öle und verbinden Sie diese duftenden Kostbarkeiten mit einem Basisöl zu einem Wellness-Cocktail.

Ätherische Öle sind die Essenz einer Pflanze, ihre konzentrierte Lebenskraft. Man findet sie als Duftstoffe in Form von winzigen Öltröpfchen in Blüten, Stengeln, Früchten oder Wurzeln von Pflanzen. Sie haben eine geringere Dichte als Wasser, das bedeutet, dass sie aufgrund ihrer Leichtigkeit auf der Wasseroberfläche schwimmen. Deshalb können sie nach der Destillation auch leicht abgeschöpft und getrennt werden. Nicht wasserlöslich lassen sie sich jedoch sehr gut in Alkohol und Fett lösen. Ätherische Öle verdampfen leicht, als flüchtige Substanzen setzen sie ihr Aroma frei. Auf dem Markt gibt es ca. 300 bis 400 verschiedene Öle, aber nur ca. 100 davon haben auch Heilkräfte und sind somit auch für die Aromatherapie geeignet. Aromaexperten empfehlen beim Einsatz von Aromaölen, auf Naturreinheit zu achten. Das Qualitätsmerkmal „100 Prozent naturrein“ wird von Anbietern auf je eigene Weise interpretiert.

Das Besondere ätherischer Öle

Demnach bedeutet bei Primavera z. B.: genuin = naturbelassen, authentisch = Garantieangabe für das Öl der angegebenen Stammpflanze, unverfälscht = künstliche oder synthetische Zusätze sind nicht enthalten, sortenrein = hier wurde nicht mit billigen Ölen gestreckt, pflanzlicher Ursprung = keine Verwendung von tierischen Duftstoffen.

Die meisten ätherischen Öle werden durch Destillieren oder Pressen gewonnen. Aufgrund der Empfindlichkeit des Rohmaterials passiert dies meist im Herkunftsland. Kräuter und Blüten können sowohl frisch als auch trocken destilliert werden, Holz muss zerkleinert und zermahlen werden.

Man unterscheidet zwischen:

  • Dampfdestillation: Die flüchtigen und die wasserlöslichen Bestandteile werden vom Rest der Pflanze getrennt. Das Gemisch, das man erhält, muss eventuell nochmals destilliert werden, um nichtflüchtige Teile zu entfernen.
  • Wasserdampfdestillation: Durch die aufsteigenden Dämpfe lösen sich die Öle von den Pflanzenteilen, setzen sich auf der Wasseroberfläche ab und können, nachdem sie abgekühlt sind, aufgefangen werden. Das Wasser behält einen leichten Duft zurück. Die Qualität des so gewonnenen Öls ist stark vom Erhitzungsgrad abhängig, da bei höheren Temperaturen die Qualität leidet.
  • Enfleurage: Dies ist ein aufwendiges Destillationsverfahren, das vorrangig für Blüten, z. B. Rosen, angewandt wird. Frische Blüten werden zwischen mit Fett beschichtete Glasplatten gepresst, bis das Fett von den Duftstoffen gesättigt ist. Dieser Prozess dauert sehr lange, da die Blüten über viele Tage immer wieder erneuert werden müssen. Wenn die Fettmasse voll duftgetränkt ist, wird das Blütenöl durch Extraktion mit Alkohol gewonnen. Die Enfleurage garantiert hoch qualifizierte Öle.

Kostbare Handarbeit

Die Gewinnung dieser Öle erfolgt in reinster Handarbeit, daher sind diese Öle nahezu unbezahlbar geworden. Dieses Verfahren wird in Grasse praktiziert.

  • Expression: Diese Art der Gewinnung kommt vor allem bei Zitrusfrüchten in Betracht. Die Schalen der Früchte, z. B. von Orangen oder Zitronen, werden zerkleinert mit etwas Wasser angereichert und dann kalt mittels einer Maschine gepresst. Mithilfe eines Schleudergeräts zur Trennung von Substanzen mit Zentrifugalkraft lassen sich die ätherischen Öle vom Wasser trennen. Wichtig ist die Verwendung von Früchten aus biologischem Anbau, sonst könnten die Essenzen mit Pflanzenschutzmitteln angereichert sein und wären somit für die Aromatherapie nicht verwertbar.

Hinsichtlich der Aufbewahrung ätherischer Öle ist Folgendes zu beachten: Obwohl ätherische Öle sehr lange haltbar sind, sollten diese zum einen nur in kleinen Mengen gekauft und vor allem in dunklen Behältnissen an kühlen und dunklen Orten gut verschlossen aufbewahrt werden, damit der Inhalt nicht verdunstet. Die Wirksamkeit der Öle kann sich durch Feuchtigkeit, Sauerstoff, Licht und Wärme verändern. Ein Öl, das unangenehm riecht oder flockig ist, sollte nicht mehr verwendet werden.

Mischungen auch für Räume

Beim Mischen von ätherischen Ölen sollte man vorsichtig vorgehen, da diese beim Mischprozess chemisch miteinander reagieren und ein neues Produkt entsteht. Am Beispiel von Zitrone und Bergamotte wird dies deutlich. Die erfrischende Wirkung der Bergamotte kommt klar zur Geltung. Diesen Vorgang bezeichnet man als Synergie, das bedeutet, Substanzen wirken zusammen, die sich gegenseitig fördern.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 03/2019.

Von | Fotos: Fotolia/PhotoSG

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