Das After-Work-Programm

Kaktus Rasierer

Egal mit welcher Methode lästige Härchen epiliert oder depiliert werden: Auch die Nachversorgung sollte stimmen. Geben Sie Ihren Kunden Tipps und versorgen sie am besten direkt mit der richtigen Pflege.

Haare lassen sich auf vielfältige Weise entfernen. Völlig unabhängig davon, ob Sie oder die Kunden sich z. B. für die Elektro-Epilation, IPL-Varianten, Sugaring-/Waxing-Techniken, die Fadenmethode oder – wohl ein häufiger Fall der Heimpflege Ihrer Klientel – die Rasur entscheiden, sollte man für die Pflege danach unbedingt berücksichtigen: Die Haut ist empfindlich. „Selbst wenn sie ansonsten sehr robust ist, muss man nach einer Epilations- oder Depilationsbehandlung auf diesen sensiblen Zustand eingehen“, empfiehlt Kosmetikwissenschaftlerin und KOSMETIK international-Autorin Dr. Meike Streker.

Aloe Vera als Allzweckwaffe

Benötigt werden jetzt also Präparate, die leicht sind. Sie dürfen auch nicht zu reichhaltig und keinesfalls okklusiv sein. Bei den beruhigenden Inhaltsstoffen gilt etwa Panthenol als ein angezeigter und effektiver Klassiker: „Diese Substanz lindert Rötungen, ist entzündungshemmend sowie barrierestabilisierend, fördert die Wundheilung und beschleunigt das Zellwachstum.“ Die Expertin verweist in diesem Zusammenhang auch auf die etablierte Aloe vera, deren Potenzial in letzter Zeit allerdings ein wenig in Vergessenheit geraten sei. Dabei kann sie auch in diesem Zusammenhang gute Dienste leisten: „Aloe vera ist intensiv feuchtigkeitsspendend und kühlend. Ein entsprechendes Gel ist z. B. gerade nach der Enthaarung der Achseln sowie im Intimbereich eine gute Option. An diesen Stellen brennt es schließlich schnell einmal. Und dann ist es angenehm, z. B. ein Aloe vera-Gel aufzutragen. Es ist kühl und juckreizlindernd.“ Generell ist es beim Einsatz von Gelen allerdings wichtig, Texturen ohne Alkohole zu nutzen: „Sonst brennt es und führt zu weiteren Reizungen. Bitte auch keine parfümierten Produkte direkt nach der Enthaarung auf die Haut auftragen!“

Reizendes gezielt meiden

Im Achselbereich bedeutet der Verzicht auf alle potenziell unzuträglichen Ingredienzen: „Keinesfalls unmittelbar nach der Haarentfernung Deodorants direkt auf die behandelten Areale auftragen. Sie können Alkohol oder Aluminiumchlorid enthalten. Wenn jemand verstärkt schwitzt, kann er sonst gerne auf entsprechende Produkte zurückgreifen – aber nicht bei entzündeter oder bereits beeinträchtigter Haut. Und bei der Rasur kann es ja zu Mikroverletzungen kommen. Da kann es dann schon sein, dass nachfolgende Stoffe tiefer penetrieren. Ob das wirklich gefährlich ist, ist eine ganz andere Diskussion.“ Aber es ist eben ratsam, unmittelbar nach der Enthaarung entsprechende Präparate zu meiden, um keinerlei Risiken einzugehen.

Und welche speziellen Regeln oder Tipps gelten nach der Haarentfernung im Gesicht? „Auch hier kann es zu Mikroverletzungen kommen. Daher sollte z. B. nicht direkt nach der Anwendung ein Make-up auftragen werden. Schließlich können auch hier Bestandteile enthalten sein, die nicht tiefer in die Haut eindringen sollten.“ In der Regel reiche es, rund zwei Stunden zu warten, bis man wieder zu den Schminkutensilien greift.

Wer Hautpartien – nach der Rasur z. B. – desinfizieren möchte, dem rät Dr. Streker: „Nur auf Produkte ohne Alkohol setzen. Es gibt spezielle Hautdesinfektionspräparate zur Anwendung auf Wunden, die nicht brennen. Diese werden z. B. auch bei Microneedling-Behandlungen genutzt, um unschöne Hautempfindungen zu vermeiden.“

Spezielle Maßnahmen sind übrigens nach Laser- bzw. IPL-Einsätzen zu ergreifen. „Hier ist es u. a. wichtig, im Anschluss rund vier Wochen nicht direkt in die Sonne zu gehen, weil die Haut so gereizt ist, dass es sonst z. B. zu Hyperpigmentierungen kommen kann. Auch Saunabesuche oder andere Hitzeeinwirkungen sollten zunächst tabu sein, um ein zu starkes Schwitzen zu vermeiden; das würde die Haut zusätzlich stressen.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 04/2019.

Von | Fotos: Fotolia/Leonid

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