Definierte Augenbrauen

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Sie geben dem Gesicht Kontur und Ausdruck – nicht umsonst spricht man bei Angst oder Überraschung von „hochgezogenen Augenbrauen“. Unsere Expertinnen verraten, wie Sie die Brauen Ihrer Kundin typgerecht in Form bringen und stylen.

Zu dünn, zu dick, zu buschig, zu künstlich – kaum ein Merkmal des Gesichtes polarisiert so sehr wie sie: die Augenbrauen. Ob buschige Brauen wie in den 80ern, zum dünnen Strich gezupfte Härchen wie in den 90ern oder volle „Eyebrows on fleek“, die derzeit bei Instagram gefeiert werden. Schon immer legten die Menschen großen Wert auf ihre Brauen – und das aus gutem Grund: Die Härchen stehen stets im Fokus und ihre Wirkung sollte niemals unterschätzt werden. Die Hauptfunktion der Brauen liegt ursprünglich im Schutz der Augen. Zudem können wir durch ihre Ausdrucksstärke auch unsere Gefühle nach außen tragen. Da ist es nur zu verständlich, dass wir diese Partie besonders betonen wollen. Wie man die Brauen am besten in Form bringt und welches Styling momentan überhaupt gefragt ist, klären wir hier.

Voll und natürlich ist angesagt

Die erste Frage, die man sich als Stylist stellen sollte, ist: Welche Art der Augenbraue passt zu der Kundin und ihrem Gesicht und wie möchte sie wirken? Möchte sie eher einen geradlinigen, exakten Look oder darf es etwas natürlicher sein? Seit einigen Jahren hält sich der Trend zur buschigen und markanten Braue hartnäckig. Die neue Devise lautet dabei allerdings: mehr Natürlichkeit! Je leichter und natürlicher die vollen Brauen wirken, desto besser – und am besten ungezupft sollen sie sein. Trotzdem müssen sie sehr gepflegt wirken und ordentlich in Form gekämmt sein und keinesfalls wild durcheinanderwachsen. Diese Natürlichkeit sorgt im ganzen Gesicht für eine mühelose Leichtigkeit, während die Brauen dabei aber ihre ausdruckgebende Rolle beibehalten.

Egal ob super schmal gezupfte Augenbrauen wie zu Marlene-Dietrich-Zeiten oder markante, buschige Brauen à la Cara Delevingne: Bei den Feinheiten sollte man sich danach richten, was zum jeweiligen Gesicht passt. Beim Zupfen sollte man nicht einfach irgendwo beginnen, sondern immer erst unterhalb der Braue. Gerade die obere Linie der Augenbraue sollte, wenn überhaupt, nur ganz vorsichtig gezupft werden, denn diese brauchen wir für einen schönen Schwung. Zupft man zu viel, erreicht man schnell das Gegenteil.

Mit Faden oder Pinzette

Das Formen der idealen Augenbraue fängt schon beim Handwerkszeug an. Hier kommen verschiedene Techniken zur Anwendlung. In der Türkei etwa und in vielen orientalischen Ländern hat das Augenbrauenzupfen mit dem Faden eine lange Tradition. Diese Technik braucht zwar Übung, aber diese Art des Zupfens geht sehr schnell und ist außerdem sehr effizient. Durch die Drehbewegung des Fadens kann man jedes noch so kleine Härchen entfernen, selbst kleine Flaumhaare, die man mit bloßem Auge oft kaum erkennen kann. Die Fadentechnik lässt sich relativ schnell in einer Weiterbildung erlernen.

Natürlich können Sie die Brauen Ihrer Kundin auch mit der Pinzette in Form bringen. Auch hierbei gibt es große Unterschiede und Merkmale, die man beachten sollte. Am besten ist eine Pinzette, die ganz flache und leicht angeschrägte Spitzen besitzt, damit sich die feinen Härchen leicht greifen lassen. Anders als die klobigen und scharfen Exemplare, die man noch von früher kennt, gibt es heutzutage sogar schon Pinzetten mit ergonomisch geformten Griffen für einen optimalen Halt, oder auch Pinzetten mit antibakterieller Beschichtung für empfindliche Haut.

Bevor es losgeht, sollte man die einzelnen Härchen mit einem Augenbrauenbürstchen von unten nach oben kämmen. Außerdem ist es wichtig, die Haut um die zu zupfenden Haare mit zwei Fingerspitzen leicht zu spannen. So lassen sich die Haare leichter herausziehen, was für das Schmerzempfinden der Kundin von Vorteil ist. Die Härchen sollte man nur in Wuchsrichtung zupfen, denn sonst können sie abbrechen und man bekommt sie nur noch schwer entfernt. Auf keinen Fall sollte man einfach wild draufloszupfen, sondern langsam und ein Härchen nach dem anderen, damit man nicht aus Versehen zu viel wegzupft, wodurch Löcher entstehen können.

Auch Wachs ist eine Möglichkeit, die Augenbrauen zu formen, jedoch ist hier ein hohes Maß an Sorgfalt und Übung gefragt, denn ist man einen Moment lang unkonzentriert, kann es passieren, dass man viel zu viel von der Braue entfernt oder die Brauen unsymmetrisch werden.

Doch egal, welche Methode man an­wendet: Man sollte immer wieder einen Schritt zurücktreten, um Form und Symmetrie der beiden Augenbrauen zu überprüfen. Nach dem Formen der Braue empfiehlt es sich, eine feuchtigkeitsspendende Creme oder Ähnliches aufzutragen, um Rötungen oder Schwellungen vorzubeugen.

Wenn die Kundin möchte, kann man die Brauen nun so belassen. Doch die wenigsten Menschen haben von Natur aus symmetrische und volle Augenbrauen. Und genau hier kann man mit Make-up nachhelfen. Nie zuvor gab es so viele unterschiedliche Brauenprodukte auf dem Markt wie heute. Da wären die Klassiker wie Augenbrauenstift oder -puder, transparente oder getönte Gele, Pomaden und sogar Stempel gibt es schon.

Definiert mit Augenbrauengel

Am natürlichsten sind Gele, mit denen man den Augenbrauen etwas mehr Halt geben kann. Sie gibt es transparent oder auch farbig, wodurch man die Brauen etwas dunkler und somit ausdrucksstärker erscheinen lassen kann. Zudem kann man sie durch kräftiges Kämmen nach oben buschiger und somit voller wirken lassen und widerspenstige Härchen so in Form bringen. Ein Gel definiert die Brauen, ohne dass sie überschminkt und unnatürlich aussehen. Allerdings sollte man damit relativ sparsam umgehen. Trägt man eine zu dicke Schicht auf, verkleben die Härchen, übt man zu viel Druck aus, werden nicht nur diese gefärbt, sondern auch die Haut.

Aufgefüllt mit Brauenpuder

Ebenfalls natürlich, aber etwas intensiver sind Augenbrauenpuder. Diese können dabei helfen, die Brauen voluminöser wirken zu lassen und zu definieren. Dabei ist es wichtig, diese nur auf die Braue aufzutragen und nicht darüber hinaus. Einen natürlich wirkenden Farbverlauf erhält man, wenn man den Pinsel am hinteren Ende der Braue ansetzt und sich, ohne nochmals das Produkt aufzunehmen, nach vorne arbeitet. Vorne sollten die Brauen heller und weniger ausgefüllt sein als hinten, damit sie nicht balkig und somit künstlich aussehen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 08/2018.

Von | Fotos: Fotolia/vladimirfloyd

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