Der perfekte Augenblick

Wohlfühlprogramm für die Augen

Mit den richtigen Pflegemaßnahmen sorgen Sie bei Ihren Kunden für eine schöne Augenpartie. Zusätzliche Angebote wie Augenyoga und Meditationen machen Ihre Behandlungen noch erholsamer und wirkungsvoller.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte – das kann man durchaus wörtlich nehmen. Auch die Seele spiegelt sich in den Augen wider, die zudem unser wichtigstes Sinnesorgan sind. Jede zweite Nervenzelle im menschlichen Gehirn ist aktiv, wenn wir z. B. ein Buch lesen, die Geschwindigkeit eines Autos abschätzen, die Straße überqueren oder die Mimik eines anderen Menschen wahrnehmen.

Stress für die Augen

Vor allem durch die ständige Bildschirmarbeit werden die Augen stark strapaziert. Diese einseitige Belastung stresst die Augen und das Gehirn. Konzipiert sind die Augen – ebenso wie die Muskeln – für viele verschiedene Funktionen. Den Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht, Farben, Bewegungen und Formen benötigen die Augen für eine gesunde Funktionsweise. Am Bildschirm ist die Herausforderung dagegen monoton. Zudem wird das Blinzeln stark eingeschränkt, was ein Austrocknen der Augen zur Folge hat und dadurch die Anfälligkeit für bakterielle und virale Angriffe erhöht. Es kann zu Einschränkungen durch Juckreiz und Brennen kommen. Man sieht nur noch verschwommen und hat das Gefühl, als ob man Sand in den Augen hätte. Das strengt die Augen an und sie ermüden.

Regelmäßige Augenpflege

Doch gegen jede Krankheit ist bekanntlich ein Kraut oder auch eine Maßnahme gewachsen. Ein frischer Blick und gesunde Augen lassen sich mit regelmäßiger Augenpflege erhalten und verbessern. Den Durchblick behält man mit entsprechender Ernährung, Augengymnastik und entspannenden Pflegeanwendungen rund um die Augen. Es reichen bereits einige wenige Handgriffe und Einheiten von ein paar Minuten, die sich in jede Anwendung einbinden lassen. Natürlich können Sie in Ihrem Institut auch ein eigenständiges, intensives Augenprogramm anbieten.

Momente der Entspannung

Ein spezielles Augenpflegeprogramm ist für den Kunden äußerst wohltuend und entspannend. Mit einer sanften Massage und einer intensiven Feuchtigkeitsanwendung werden die zarten Hautpartien rund um das Auge aufgepolstert und wieder angenehm geschmeidig. Den Einstieg in dieses Programm kann eine kleine Fenstermeditation bilden: Die Kundin sitzt aufrecht und in angenehmer Position auf einem Stuhl mit Blick aus dem Fenster. Zunächst einmal sollen nur die Farben wahrgenommen werden. Sind sie blass oder intensiv, wie verändert das Licht die Farben? Wie sieht der Himmel aus – und wie die Wolken? Wie weit kann der Blick schweifen? Alle Gedanken, die auftauchen, lässt man wie Wolken vorbeiziehen. Der Blick sollte weich und entspannt werden, die Gedanken sich immer weiter entfernen. Nach fünf Minuten kann der Kunde sanft zurückgeholt werden und ruhig zur weiteren Behandlung auf der Liege positioniert werden.

Zartes Peeling

Für ein wirksames Peeling können Sie geschrotete Leinsaat verwenden. Wenn Sie sie fein mahlen und mit Sonnenblumen- oder Sanddornöl vermischen, ergibt das ein zartes Peeling mit intensivem Nährstoffgehalt. Leinöl oder Leinsaat hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und wird regional angebaut und gepresst. Um die zarte Haut der Augenpartie zu schonen, sollte das Peeling so sanft wie möglich einmassiert werden.

Lauwarmes Wasser und Pads

Am besten werden die Augen mit einem feuchten Watte-Pad abgedeckt. So kommt man einerseits nicht zu nahe an die Augen und kann außerdem verhindern, dass Öl in das Auge gelangt. Mit lauwarmem Wasser wird das Peeling vorsichtig abgewaschen; abgetrocknet wird vom geschlossenen Lid nach unten. Auch für die anschließende Massage empfiehlt es sich, ein Pad auf die Augen zu legen. Es ist zwar nicht gefährlich, wenn Öl in die Augen kommt, aber unangenehm beim Schauen. Sanfte Massagegriffe mit Hanf- oder Sanddornöl nähren die zarte Haut, machen sie geschmeidig, glätten Fältchen und versorgen sie mit den wichtigsten Nährstoffen.

Lockerungsübungen

Um die Augenpartie zu lockern, empfehlen sich folgende Maßnahmen: Ein sanftes Trommeln mit den Fingerspitzen auf der Stirn, den Schläfen und den Augenbrauen entspannt die Muskulatur um die Augen. Ein behutsames Klopfen um die Augen herum regt die Durchblutung an. Danach mit den Daumen ganz sachte über die geschlossenen Lider von innen nach außen streichen.
Kombinieren kann man die Massage mit einem Herzritual. Die Kundin legt die rechte Hand auf das Herz und die linke Hand auf den unteren Bauch. Die Chakren für Herz und Leidenschaft befinden sich dort und können mit dem Handauflegen angeregt werden. Das ist gerade dann hilfreich, wenn ein anstrengender Tag ansteht oder die Motivation fehlt.
Für eine wirksame Packung eignet sich Kürbis-Karottenmus. Beide Gemüse kochen, abkühlen lassen und mit Sanddornöl verrühren. Für ein intensiveres Ergebnis kann das Mus lauwarm aufgetragen werden, natürlich kann es auch für die komplette Gesichts- und Halspartie verwendet werden.

Angenehm erfrischend

Brauchen die Augen eine kühle Erfrischung, ist eine Auflage mit Gurkenscheiben eine gute Wahl. Kühles Gurkenwasser kann als Gesichtswasser zur Reinigung und zwischendurch zum Erfrischen zum Einsatz kommen. Aber auch in Verbindung mit Quark lässt sich eine gehaltvolle Packung herstellen. Während der Einwirkzeit können zwei (aufgebrühte) Teebeutel auf die Augen gelegt werden. Vorsicht, nicht zu heiß aufbringen! Empfehlenswert sind u. a. Kamille, Lavendel oder Augentrost.

Augenmeditation

Bieten Sie ein Augentraining an, das immer ganzheitlich ausgerichtet sein sollte. Schließlich findet das Sehen im Gehirn statt. Deshalb ist der Atem das Bindeglied bei solchen Augenanwendungen wie z. B. Meditationen. Der Kunde sitzt in aufrechter, angenehmer Haltung auf dem Stuhl oder der Liege. Nun fließt der Blick entlang einer gedachten Linie mit der Einatmung nach oben und mit der Ausatmung nach unten. Es folgen etwa zehn Wiederholungen im Fluss des Atems hinauf und hinunter entlang der gedachten Linie, danach die Augen schließen. Dann die Übung mit einer gedachten Linie von links nach rechts wiederholen.

Fokussieren

  • Die Handflächen werden in einem möglichst kurzen Abstand vor den Augen fokussiert. Nun die Hände langsam auseinander bewegen und den Blick auf den Horizont richten.
  • Der Kunde fokussiert den Daumennagel. Dann soll er einen Punkt in einiger Entfernung finden. Das Bild wird nun abwechselnd scharf und unscharf (verschwommen) gestellt. Dann wieder den Blick auf die Daumen richten.
  • Die rechte Faust ausstrecken und den Daumennagel fokussieren. Einen zweiten und dritten Punkt im Raum suchen und schnell zwischen den Punkten wechseln. Den Blick nach jedem Wechsel wieder scharf stellen.
  • Vor seinem geistigen Auge soll sich der Kunde eine Uhr vorstellen und im Wechsel auf 12, 3, 6 und 9 Uhr schauen – zuerst im Uhrzeigersinn und dann entgegen dem Uhrzeigersinn.

Yoga für die Augen

Tratak ist die sogenannte Lichtmeditation: Aus rund ein bis fünf Meter Entfernung schaut man eine Minute und 30 Sekunden lang auf eine Kerzenflamme. Dann werden die Augen geschlossen und das Nachbild wird beobachtet. Diese Übung wird ein- bis fünfmal wiederholt, das reinigt die Augen, entwickelt die Sehkraft, beseitigt Müdigkeit und erhöht die Konzentration.
Auch folgende Übung ist sehr entspannend: Der Kunde steht möglichst locker und entspannt im hüftbreiten Stand. Nun sucht er sich einen Fixpunkt, auf den er seinen Blick lenkt. Mit lockerem Körper schwingt er nun wie ein Bambusstab von einer Seite zur anderen, indem er ganz sachte abwechselnd die Fersen anhebt.
Maßnahme für daheim: Kühles Wasser auf die Augen laufen lassen – mit der Dusche oder mit den Händen. Dadurch entspannen sich die Augen und die Durchblutung wird angeregt. Entspannte Augen blicken frisch und munter in den Tag, verkraften leichter Stress und Anstrengung. Tragen Sie mit Ihrem Programm dazu bei!

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