Duft-Erlebnisse

Duftlampe

Stellen Sie sich vor, Sie reisen in ein Urlaubsland mit vielen exotischen Düften. Diese Gerüche werden Sie unwiderruflich mit Ihren Eindrücken verbinden. Über die Nase können Sie auch Ihr Institut zu einem Sehnsuchtsort machen.

Dufterinnerungen bleiben ein Leben lang. Denn die Duftmoleküle gelangen durch unsere Nasenhöhle zur Riechschleimhaut. Von dort aus werden die Duftimpulse sofort an das sogenannte limbische System weitergeleitet – unser ältestes Gehirnteil. Hier werden über Neurotransmitter/Botenstoffe unser vegetatives Nervensystem sowie unsere Emotionen gesteuert und Gerüche wahrgenommen. So können Düfte auch Jahre später immer wieder negative und positive Erinnerungen aufleben lassen. Die wunderbaren Besuche bei Oma kommen dann beim Vorbeigehen an einem Fliederstrauch in den Sinn. Der erste Urlaub als Verliebte erscheint vor dem geistigen Auge, wenn wir Lavendel riechen, der damals in der Provence so herrlich blühte. Die Erinnerung an den süßen Duft unseres Babys, frisch gebadet und mit Mandelöl gepflegt, lässt uns später unsere pubertierende, zickige Tochter in die Arme schließen, wenn sie nach stundenlangem Duschen und Cremen das Bad endlich wieder frei gibt. Die Nase ist das einzige Sinnesorgan, das seine Impulse direkt ins Gehirn sendet, ohne dass noch andere Nervenzellen dazwischengeschaltet sind. Aber Achtung: Im Gehirn sprechen synthetische und natürliche Duftstoffe andere Areale an und haben somit unterschiedliche psychische Wirkungen.

Auf vielfältigen Wegen

Natürliche Düfte und ätherische Öle steigern das Wohlgefühl, erhöhen die Lebensfreude und können auf verschiedene Weise vom Körper aufgenommen werden. Durch die Haut dringen sie über Massagen, Einreibungen, Salben und Bäder ein. Sie werden über die Lunge durch Inhalationen aufgenommen und finden in der Aromaküche großen Anklang. Sie verbessern und reinigen die Raumluft über Duftlampen und Vernebler. Letzteres ist vor allem in der Erkältungszeit gut zum Schutz vor Keimen geeignet.

Fruchtige, spritzige Zitrusdüfte wie Limette, Orange, Bergamotte, Mandarine, Grapefruit und Zitrone wecken die Lebensgeister und zaubern uns ein Lächeln aufs Gesicht. Sie sind der Stimmungskick für den Tag und bei 95 Prozent der Menschen sehr beliebt. Die Kopfnoten halten für ca. ein bis zwei Stunden ihren Duft. Blumige, feminine und sinnliche Düfte wie Rose, Jasmin, Iris, Magnolie, Neroli und Rosengeranie bringen einen wieder in die Balance. Die intensiven Herznoten duften rund zwei bis vier Stunden. Sie können sich damit ein duftendes Eau de Parfum kreieren. Füllen Sie zehn Milliliter Lavendel- oder Rosenwasser in ein Sprühfläschchen und träufeln Sie fünf Tropfen ätherisches Öl hinein. So können Sie die Liege, Ihre Kleidung und die Handtücher beduften.

Keimreduzierend und reinigend

Frische, herbe und klare Düfte aus Kräutern und Nadelhölzern wirken so befreiend und belebend wie ein Spaziergang im Wald. Atmen Sie tief ein und genießen Sie den Duft von Salbei, Rosen- und Sandelholz, Fichtennadel, Weißtanne, Zeder, Zirbe und Latschenkiefer! Die Basisnoten entfalten für ca. vier bis fünf Stunden ihr Aroma. Bei einem Experiment konnten in einer Großstadtwohnung 20 000 Keime pro Kubikmeter festgestellt werden. In einem Fichtenwald waren es nur fünf Keime pro Kubikmeter. Der Nutzen einer entsprechenden Raumbeduftung in Ihrem Institut liegt also auf der Hand. Weil die Ansteckungsgefahr sinkt, überstehen Sie und Ihre Kunden die Erkältungszeit mit etwas Glück ohne Schnupfen und Grippe. Heute gibt es viele Duftgeräte, die Sie in Ihrem Studio einsetzen können.

Auf die Kundin abgestimmt

Individualisieren Sie jede Behandlung mit einem eigenen Duftstein oder einem kleinen Vlies für die Kundin. Bieten Sie ihr zwei bis drei Düfte zur Wahl an und legen Sie den bedufteten Stein bzw. das Vlies während Ihrer Behandlung neben das Gesicht der Kundin. So hat diese während des gesamten Aufenthalts bei Ihnen ihren Lieblingsduft in der Nase – pures Wohlbefinden. Sie können ihr auch einen kleinen kompakten Aromavernebler mit ihrem gewählten Duft zum Verkauf anbieten. So kann sie ihren Duft auch daheim oder auf Reisen genießen.

Um für Wohlbefinden zu sorgen und die Ansteckungsgefahr durch Keime zu reduzieren, können Sie in der Kabine eine oder mehrere Duftlampen mit Fichten-, Tannen- und Eukalyptusöl aufstellen. Oder Sie träufeln die Öle in einen Brunnen. Das Plätschern entspannt, die Düfte lassen einen träumen und die höhere Luftfeuchtigkeit im Raum verbessert die Atmung. Schreiben Sie immer ein Plakat, auf dem der Kunde erfährt, welcher Duft heute Ihre Räume erfüllt und welche Vorteile dies für ihn hat (siehe Kasten unten).

Die Toilette ist in meinen Augen immer ein Aushängeschild für die Hygiene im Kosmetikinstitut. Verbessern Sie die Raumatmosphäre hier mit natürlichen Aroma-Airsticks oder Duftsteinen. Sie können auch einen Tropfen Orangen- oder Grapefruitöl auf die Handtücher und das Toilettenpapier träufeln, um Frische zu garantieren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 01/2019.

Von | Fotos: Fotolia/New Africa

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