Getränke für Allergiker

Mandelmilch Flasche

Wenn Sie Ihren Kunden den Aufenthalt bei Ihnen mit einem leckeren Getränk verschönern möchten, ist das äußerst löblich und steigert die Zufriedenheit Ihrer Gäste. Allerdings verträgt nicht jeder alles. Tipps, worauf zu achten ist.

Selbstverständlich möchten Sie Ihre Kunden im Rahmen des gebuchten Treatments auch mit einem Servicegetränk versorgen. Und vielleicht darf es ja mal etwas „Milchiges“ sein, das sich – mit Schaum aufgeschlagen – zu einem Lieblingsgetränk entwickelt. Das passt auch gut in die kühlere Jahreszeit. Doch gerade bei Milch müssen Sie im Hinblick auf Allergiker oder Veganer vorsichtig sein, u. a. speziell bei Kuhmilch. Hier gibt es interessante Alternativen. So können Sie z. B. mit Kokosmilch, Reismilch, Hanfmilch, Mandelmilch, Sojamilch und Hafermilch arbeiten. Selbst wenn Sie keine Milchgetränke für Ihre Kunden planen, lohnt es sich, sich über „Milchiges“ zu informieren.

Milchkonsum der Deutschen

Wenn man den deutschen Durchschnittsbürger im Hinblick auf seinen Milchkonsum pro Jahr betrachtet, dann belegen Statistiken, dass dieser pro Kopf 85 Kilogramm Rohmilch, H-Milch oder Frischmilch verbraucht – Quark, Joghurt und Ähnliches eingeschlossen. Damit stehen wir Deutschen an der Weltspitze. Doch Milch ist nicht gleich Milch; und nicht jeder verträgt alle Sorten. Zehn Prozent der Menschen in Deutschland leiden z. B. an einer Laktoseintoleranz. Das bedeutet, dass sie nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten Bauchschmerzen, Blähungen oder gar Durchfall bekommen. Ganz anders gestaltet sich die Verträglichkeit bei den Südeuropäern bzw. Asiaten. Nur ein Drittel der Südeuropäer und nur ca. sechs Prozent der Asiaten vertragen rohe Milch.

Ein kleiner Enzymdefekt

Schaut man weltweit, so kann man feststellen, dass 75 Prozent der Menschen an einer Laktoseintoleranz leiden. Dieser Personengruppe fehlt es an dem Enzym Laktase, das den Milchzucker im Darm spaltet. Ab welcher Menge an Laktose Menschen überempfindlich reagieren, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Außerdem nimmt die Enzymaktivität von Laktase mit steigendem Alter ab. Das bedeutet, man verträgt tendenziell immer weniger Milch. Menschen, die auf Laktose mit Symptomen wie Bauchschmerzen reagieren, sollten auf alle Fälle auch auf Kuhmilch, Ziegen-, Stuten- oder Kamelmilch verzichten. Also wird es Zeit, über Alternativen beim Milchverbrauch nachzudenken. Und da gibt es tatsächlich mehr Möglichkeiten, als man denkt, z. B.

  • Hafermilch: Das Ausgangsmaterial sind Haferkörner. Diese werden vor der Weiterverarbeitung entspelzt. Anschließend werden sie mit Wasser vermengt und gemahlen. Je nach Verfahren wird noch eine Fermentation durchgeführt. Abschließend wird die Masse homogenisiert, die festen Bestandteile werden he­rausgefiltert. Die dabei anfallenden Filterrückstände, darunter die Kleie, sind ebenfalls zum Verzehr geeignet. Hafermilch ist besonders fettarm und hat einen sehr hohen Proteingehalt. Zudem werden ihr auch noch cholesterinsenkende Eigenschaften nachgesagt. Vom Geschmack her ist Hafermilch leicht nussig. Für Allergiker ist sie gut geeignet, da sie weder Milchzucker noch Milcheiweiß enthält. Eingesetzt wird Hafermilch etwa von Veganern, Ovo-Vegetariern sowie Menschen mit Laktoseintoleranz, mit Milcheiweiß- oder Sojaallergie. Da Hafermilch parve ist, kann sie im Kontext der jüdischen Koscher-Gesetze auch mit fleischigen Speisen verzehrt werden. Zur Erklärung: Parve ist ein im Zusammenhang mit der Kaschrut, dem jüdischen Speisegesetz, verwendeter Begriff. Als parve werden Lebensmittel bezeichnet, die weder Fleisch- noch Milchprodukte enthalten, bzw. Utensilien, die nur für parve Lebensmittel Verwendung finden.

Mit hochwertigem Fett

  • Mandelmilch: Mandelmilch ist ein aus Mandeln und Wasser hergestelltes Getränk auf pflanzlicher Basis. Bei der Herstellung übergießt man frisch gemahlene und dann angeröstete Mandeln mit warmem bis heißem Wasser und lässt sie mehrere Stunden ziehen. Mandelmilch schmeckt nussig, sie ist laktose- und glutenfrei sowie kalorienarm. Sie enthält hochwertiges Fett sowie sättigende Ballaststoffe und Eiweiß. Allerdings ist sie wegen des möglichen Blausäure-Gehalts von Bittermandeln für Kinder ungeeignet.
  • Sojamilch: Die Herstellung von Sojamilch war schon vor über 2 000 Jahren zur Zeit der Han-Dynastie in China bekannt, wobei die Haltbarmachung durch Kochen um 1800 aufkam. Sojamilch bzw. Sojabohnenmilch ist im deutschen Sprachraum seit Anfang des 20. Jahrhunderts als eine Form der vegetabilen Milch bekannt. Sie wird in der veganen Ernährung als ein Ersatz für Kuhmilch verwendet. Traditionelle Sojamilch, eine stabile Emulsion aus Öl, Wasser und Proteinen, ist ein flüssiger Extrakt aus ganzen Sojabohnen. Die Flüssigkeit wird durch das Einweichen trockener Sojabohnen hergestellt, die anschließend mit Wasser ausgedrückt werden. Sojamilch hat einen leicht bitteren, nussigen Geschmack, oft ist sie aromatisiert. Die laktosefreie Milchalternative aus Soja ist nährstoff- und vitaminreich, enthält kein Cholesterin, aber auch weniger Eiweiß und Kalzium als Kuhmilch.

Getreide als Basis

  • Reismilch: Sie ist eine Form der Getreidemilch und wird aus Vollkornreis produziert. Dieser wird zunächst gemahlen, dann mit Wasser gekocht und vermaischt. So entsteht ein leicht cremig-schleimiges Gemisch, das anschließend fermentiert und gefiltert wird. Das da­raus gewonnene Filtrat wird mit Pflanzenöl versetzt und emulgiert.

Der Drink aus Reis ist allergenarm, ebenso gluten- und laktosefrei und somit gut für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet. Leider enthält Reismilch nur wenig Eiweiß und wenige Nährstoffe wie Vitamine und Kalzium. Vom Geschmack her ist Reismilch süß.

  • Hanfmilch: Sie ist eine der gesündesten Pflanzenmilch-Sorten! Hanfsamen sind eine beliebte Proteinquelle für alle, die sich gesund ernähren möchten. Sie enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren, sind ein guter Lieferant für Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und reich an Mineralstoffen.

Hanfmilch ist sehr sättigend, enthält dabei aber kaum Kohlenhydrate. Sie hat einen nussigen Geschmack. Aufgrund des hohen Anteils an hochwertigen, ungesättigten Fettsäuren ist sie für den Körper ein guter Energielieferant. Sie ist laktosefrei und enthält außerdem kein Milcheiweiß, kein Cholesterin und kein Gluten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 02/2019.

Von | Fotos: Fotolia/ekatherina

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