Kräuter-Treatments

Kräuter-Treatments

Die von den Kräutern ausgehende entspannende und vitalisierende Wirkung ist vom ersten Augenblick an spürbar – eine sinnliche Behandlungsreise in der Kabine.

Massagen und Anwendungen mit Blüten und Kräutern beruhen auf uralten Traditionen und erleben derzeit eine wahre Renaissance in der Schönheitspflege. Die für die Behandlungen – etwa mit wohligen Kräuterstempeln – eingesetzten Kräuter sollten dabei aus kontrolliert biologischem Anbau oder Wildsammlung stammen. Die verwendeten Stoffzuschnitte aus Bio-Baumwolle oder unbehandelter Seide. Zu einem besonderen Schönheitsritual werden Kräuterstempel-Massagen in Kombination mit einer Gesichts- und Körperreinigung, warmen Kompressen, einem Peeling, einer Maske oder einem Bad mit wohltuenden Kräutern. Ein leckerer Begrüßungs-Cocktail aus Rosensirup und Mineralwasser, ein aromatischer Kräutertee oder ein mit Blüten dekoriertes Fußbad bilden einen gelungenen Auftakt für eine entspannende Behandlungsreise durch die Welt der Kräuter. Für ein Ganzkörperpeeling etwa werden zwei Esslöffel Kräutermischung (zum Beispiel Pfefferminze, Melisse und Lavendelblüten) mit Meersalz und Jojobaöl vermischt. Das Peeling wird auf den Körper aufgetragen, einmassiert und dann mit warmen Kompressen abgenommen oder unter der Dusche abgewaschen. Die Kräuter befreien die oberste Hautschicht sanft von losen Hautzellen, regen die Durchblutung und die Sinne an. Ein Peeling pflegt und bereitet die Haut zudem auf eine Kräuterstempel-Massage vor.

Wohltuende Massagen

Die Wirkung von Kräuterstempel-Massagen beruht auf einer breiten Aktivierung von Körpervorgängen. Durch die Erwärmung der Stempel über Wasserdampf entlockt man den Kräutern ihre Duft- und Wirkstoffe. Je nach Heilkraut kann eher eine vitalisierende, entspannende, reinigende oder regenerierende Wirkung gefördert werden. Die Anregung der Thermorezeptoren und die Entfaltung der Kräuterwirkstoffe fördern zudem den Entgiftungs- und Entschlackungsprozess. Alte Hautpartikel werden abgetragen und Zellen zur Neubildung angeregt. Gleichzeitig werden die Feuchtigkeitsdepots der Haut wieder aufgefüllt. Das Bindegewebe wird gefestigt und die Haut fühlt sich anschließend samtweich an. Die Massage hat so auch einen kosmetischen Effekt: Das Erscheinungsbild der Haut verbessert sich. Neben der Massage sorgt ein Kräuterbad für Wohlbefinden. Hierfür werden zwei Hände voll Kräuter mit Wasser überbrüht, bedeckt ziehen gelassen und dann dem Vollbad beigegeben. Das Bad kann noch mit einigen Tropfen ätherischen Öls, zum Beispiel Pfefferminze, Lavendel oder Melisse und etwas Honig oder Sahne (Emulgator) angereichert werden. Noch einfacher geht es so: Für ein Bad den bei der Massage verwendeten Kräuterstempel unter den Hahn der Wanne hängen. Nun kann das Wasser beim Einlassen darüberlaufen und Essenzen werden im Badewasser gelöst. Kombiniert mit der Kräuterstempel-Massage ist das Kräuterbad ein verwöhnender Abschluss für diese ganzheitliche Kräuteranwendung.

Für Gesicht und Dekolleté

Nicht nur der Körper, auch das Gesicht lässt sich mit Kräutern pflegen und verwöhnen. Für duftende Gesichtskompressen beispielsweise eignen sich Aufgüsse, etwa aus Ringelblume, Frauenmantel, Melisse und Rosenblüten (pflegend und regenerierend) oder aus Arnika, Johanniskraut, Kamille und Lavendel (beruhigend und entzündungshemmend). Es werden etwa fünf Gramm der Kräutermischung in einen Teebeutel gegeben und mit einem Liter kochenden Wassers übergossen. Der Kräuteraufguss sollte zehn Minuten zugedeckt ziehen. Anschließend werden die Tücher für die Gesichtskompressen in dem Aufguss getränkt, gut ausgewrungen, auf Gesicht und Dekolleté aufgelegt und sanft angedrückt. Nach dem Kräuter-Peeling, etwa aus einem Esslöffel pulverisierten Lavendelblüten, zwei Esslöffeln Tonerde, Lavendelhydrolat sowie je zwei Tropfen ätherischem Lavendel- und  Salbeiöl, pflegt eine Kräutermaske. Diese kann aus zwei Teelöffeln gemahlenen Heilkräutern (Arnika, Ringelblume, Melisse und Rosenblüten), einem Esslöffel grüner Heilerde und etwas Kräuteraufguss hergestellt werden. Bei sehr trockener Haut sollten etwas Mandelöl sowie Sahne oder Honig untergerührt werden. Während der Einwirkzeit pflegen in Rosenwasser getränkte Wattepads die Augenpartie. Nach 15 bis 20 Minuten die Maske mit warmer Kompresse abnehmen.

Individuelle Mischungen

Je nach Hauttyp und -zustand eignen sich unterschiedliche Pflanzenkombinationen. Für fettende, unreine Haut: Lavendel, Kamille, Ackerschachtelhalm und Salbei. Für trockene, sensible Haut: Melisse, Johanniskraut, Kamille und Rose. Bei sehr trockener, empfindlicher Haut sollte dem Pulver ein Teelöffel Nachtkerzenöl zugegeben werden. Den Abschluss der Behandlung bildet eine Kräuterstempel-Gesichtsmassage mit in Seide gewickelten Rosenblüten und Rosenöl. Alternativ können die Stempel auch mit einer dem Hauttyp entsprechenden Kräutermischung gefüllt werden.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in KOSMETIK international 11/2012.

Von | Fotos: Fotolia/daffodilred

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