Make-up für Best Ager

Make-up für Best Ager

Welche Farbe passt? Worauf kommt es beim Schminken an und wie werden kleine Makel richtig kaschiert? Star-Visagist Horst Kirchberger verrät Profi-Tricks für ein Make-up der reiferen Kundin.

Typgerechte Pflege, kompetente Beratung und ein individueller Look. Die Best Ager-Kundin ist anspruchsvoll. In Sachen Make-up ist visagistisches Know-how gefragt, wenn kleine Fältchen, Pigmentflecken oder Unebenheiten stören. Mit den richtig ausgewählten Farbtönen, geeigneten Produktkonsistenzen und professionellen Schminktechniken lassen sich Teint, Augen- und Mundpartie schmeichelhaft inszenieren.

Stimmige Basis

Ein gepflegter, ebenmäßiger Teint ist die Grundlage für ein professionelles Make-up. Beim Schminken des Teints sollte man sich grundsätzlich immer so nah wie möglich am Hautton orientieren. Bei der Auswahl der passenden Foundation gilt zudem für die Tendenz: eher zu hell als zu dunkel. Dunkle Bronze-Töne würden Unebenheiten verstärken und Fältchen stärker in Erscheinung treten lassen. Um eine ebenmäßige Struktur zu erhalten, kann man mit den Fingern eine Abdeckcreme um die Augenpartie großflächig einarbeiten. Diese sollte eine Nuance heller als der Hautton sein. Die Stellen neben den Nasenflügeln gilt es matt zu halten, ebenso die Stelle zwischen den Nasenflügeln. Auch hierfür kann man ein wenig Abdeckcreme verwenden und die Haut anschließend mit einem losen Puder abpudern. Extra-Tipp: diesen am besten nur sehr sparsam einsetzen. Je größer der Abstand zwischen Augen und Augenbraue ist, umso frischer und jünger wirkt diese Partie. Hilfreich ist es, die Oberkante der Brauen mit einem Konturenstift in identischer Farbe nachzuziehen. Somit wirken die Brauen angehoben und die Augen offener. Wichtig ist es dabei, dafür zu sorgen, dass die Brauen einen haltbaren, definierten Schwung haben. Fehlen Brauenhärchen, sollte auch das optisch korrigiert werden.

Passende Farbwahl

Für die Betonung der Augen empfiehlt es sich, eher zu Puderlidschatten anstatt zu Cremelidschatten zu greifen, da sonst die Farbe in die kleinen Augenfältchen kriechen kann. Ebenfalls empfehlenswert ist es, vorzugsweise mit matten Farben zu arbeiten. Um die Augen strahlender und frischer aussehen zu lassen, trägt man ins Augeninnenlid einen weißen oder nudefarbenen Kajal auf. Unterhalb der Augenbraue wird ein heller Highlighter platziert, dies „hebt“ das Auge und lässt es größer aussehen. Indem man einen farblosen Lipliner benutzt, kann man beginnende Lippenfältchen optisch verschwinden lassen und das Auslaufen der Lippenstiftfarbe verhindern. Hierfür wird der Lipliner an die obere Kante der Lippe angesetzt und diese dann ausgemalt. Dadurch werden kleine Unebenheiten ausgefüllt beziehungweise geglättet. Wer es ein wenig üppiger mag, sollte einen Lip Plumper ausprobieren, der die Lippenpartie besser durchblutet. Um die Lippen größer erscheinen zu lassen, kann man durch eine gezielte Schattierung mithilfe eines Lippenkonturstiftes einen volleren Mund gestalten. Mit dem Stift die Kontur entlang der Lippe ziehen, dann die Mundwinkel ein bis zwei Zentimeter nach innen etwas dunkler abschattieren. Das heißt, die Winkel wirken dunkler, dadurch wirkt der Mund voller. Der nachfolgend aufgetragene Gloss oder Lippenstift sollte dann eine Nuance heller sein als der Lipliner. Rouge gibt dem Best Ager-Make-up den letzten Schliff und zaubert schnell und einfach Frische ins Gesicht – vorausgesetzt Farbe und Auftragetechnik stimmen. Je weicher und flächiger ein Rouge sitzt, umso jünger und mädchenhafter erscheint der Teint. Dies erzielt man durch die Platzierung des Rouge auf der Erhöhung der Wangenknochen. Von dort aus wird das Rouge rund bis oval verteilt. Wichtig: mit frischen Farben arbeiten. Besonders weich wirkt der Auftrag des Rouge übrigens, wenn man die Konturen nochmals mit ein wenig losem Puder abschwächt. Für den richtigen Glow-Effekt sorgt dann ein Hauch von zart schimmerndem Highlighter. Dieser wird zum Abschluss auf den oberen Wangenknochen platziert.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in KOSMETIK international 11/2012.

Von | Fotos: Fotolia/auremar

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