Masken-Varianten

Masken

Nicht nur im Karneval ist die Maskenvielfalt groß, auch in der Kosmetik findet sich für jeden Hautzustand eine typgerechte Pflege. Unsere Autorin Marianne Nick erläutert Ihnen, welche natürlichen Rohstoffe für Gesichtsmasken eingesetzt werden können.

Regelmäßige Gesichtsmasken auf Naturbasis geben der Haut einen extra Frischekick, mildern Fältchen und sind hilfreiche Schönheits-Booster. Abgestimmt auf den Hauttyp wirken sie entzündungshemmend, beruhigend, aufpolsternd und klärend. Sie werden von der Kosmetikerin oder zu Hause vom Kunden frisch zubereitet und sofort auf die gereinigte Haut aufgetragen. Ein- bis zweimal in der Woche für zehn bis 15 Minuten damit verwöhnt, wird die Haut zart und weich. Die Wirkstoffe einer Maske dringen besonders schnell in die Haut ein und beeinflussen den Hautstoffwechsel positiv.

Je nach Hautbedürfnis können Gel-, Creme-, Vlies- oder Ölmasken angewendet werden. Naturkosmetik-Hersteller bieten fertig konfektionierte Masken in guter Qualität, die sich für die Heimpflege eignen. Sie als Kosmetikerin hingegen können eine solche Maskenzubereitung dadurch individualisieren, dass Sie auf den Hauttyp abgestimmte Pflanzenwässer und ätherische Öle beigeben.

Gut gegen unreine Haut

Die Wirkstoffe einer Reinigungsmaske für unreine Haut oder Akne regulieren die Talgproduktion und nehmen das Hautfett auf. Besonders geeignet für diesen Hautzustand sind Gelmasken, die der Haut viel Feuchtigkeit geben, diese kühlen und reinigen. Genauso geeignet sind Masken aus beruhigender weißer und entgiftender grüner Tonerde. In der Kabine verfeinern Sie diese Masken, indem Sie entzündungshemmende, beruhigende und klärende ätherische Öle einträufeln. Vergrößerte Poren, eine erhöhte Talgproduktion, Rötungen und Entzündungen können durch diese Mischungen deutlich gemildert werden. Reichhaltige Gesichtsmasken für trockene, reife und fahle Haut hingegen enthalten straffende, glättende und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe. Sie „polstern“ die Haut auf, mildern Trockenheitsfältchen und ergeben einen sichtbaren Anti-Aging-Effekt. Im Institut können Sie intensive Öl- und Vliesmasken nutzen, die die Haut nähren. Einen verjüngenden Soforteffekt erzielen Sie mit Masken und Cremes, die feuchtigkeitsbindendes, aufbauendes pflanzliches Hyaluron und wertvolle Pflanzenöle beinhalten.

Für Feuchtigkeit sorgen

Ein fahler, müder Teint wird durch feuchtigkeitsspendende, vitalisierende Masken belebt und erfrischt. Hierzu zählen Vliesmasken mit reinen Pflanzenwässern (Hydrolate, Blütenwasser). Diese entstehen bei der Destillation ätherischer Öle und enthalten die wasserlöslichen Bestandteile der Pflanze. Ihr pH-Wert ist leicht sauer, sodass sie gut zum pH-Wert der Haut von durchschnittlich 5,5 passen. Zudem schützen sie die Hautflora und den Hautschutzmantel. Eine Vliesmaske für trockene Haut bereiten Sie folgendermaßen vor: Reißen Sie ein Kosmetiktuch in der Mitte ein, tränken Sie dieses mit Pflanzenwasser und legen Sie es auf das gereinigte Gesicht. Nehmen sie das Vlies nach einer zehnminütigen Einwirkzeit wieder ab. Der Effekt hängt von dem Pflanzenwasser ab, das Sie verwendet haben. Es kann die Haut entweder kühlen, erfrischen oder beruhigen. So sorgt Rosenwasser etwa für ein besonders strahlendes Aussehen, edles Sandelholzhydrolat wiederum kühlt und pflegt die Haut. Orangenblütenwasser hingegen ist ein feuchtigkeitsspendender Frischekick. Als ätherisches Öl für feuchtigkeitsarme Haut empfiehlt sich das der Cistrose. Sie können die Wirkung bei der Behandlung von trockener Haut sogar noch intensivieren, indem Sie erst eine Maske aus weißer Tonerde, Pflanzenöl und Wasser dick auf Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen und dann die getränkte Vlies­maske darüberlegen.

Öl-Maske für reifere Semester

Für die Pflege reifer Haut eignen sich Öl-Masken mit hochwertigen Pflanzenölen wie z. B. Wildrosenöl oder Sanddornfruchtfleischöl. Ersteres regt die Zellerneuerung und die Mikrozirkulation der Haut an, letzteres schützt vor Umwelteinflüssen und Hautproblemen. Reinigen Sie vor der Anwendung zunächst das Gesicht und besprühen Sie es mit Pflanzen- oder Gesichtswasser. Tragen Sie dann warmes, auf das Hautbedürfnis abgestimmtes Öl dick auf die noch feuchte Haut auf. Lassen Sie die Maske zehn Minuten einwirken und tupfen Sie überschüssiges Öl mit einem trockenen Kosmetiktuch ab. Gut geeignet für diese Maskenvariante sind Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Je mehr diese davon enthalten, desto schneller regen sie den Stoffwechsel der Haut an. Damit die wertvollen Bestandteile und Fettbegleitstoffe der Öle erhalten bleiben, sollten sie kaltgepresst und naturrein sein.

Wer die Wahl hat ...

Bei der Zubereitung von Gesichtsmasken für die normale Haut kann die Kosmetikerin aus dem Vollen schöpfen. Geeignet sind leichte Crememasken, aber auch feuchtigkeitsspendende Vliesmasken, hautregulierende Ölmasken und Tonerden sowie andere Naturprodukte wie Avocado, Quark, Honig und Buttermilch. Die Haut wird durch die pflanzlichen Wirkstoffe in Balance gehalten und bleibt lange schön und frisch. Als Klassiker für eine Massage und eine nährende Basismaske gelten Mandel- und Jojobaöl. Mandelöl ist besonders schützend und macht die Haut weich und geschmeidig. Tiefenwirksames Jojobaöl stabilisiert den Hautschutzmantel und reguliert den Feuchtigkeitshaushalt. Anders verhält es sich hingegen bei den Masken für sensible Haut.Diese muss besonders behutsam behandelt werden. Die Zubereitung sollte daher erstmal in der Armbeuge getestet werden, damit die individuelle Verträglichkeit abgesichert werden kann. Besprechen Sie mit Ihrem Kunden die Pflege und tragen Sie vor der Behandlung eine kleine Menge der Maske auf dessen Armbeuge auf. So können Sie nach ein paar Minuten erkennen, ob sich die Haut rötet, sie juckt oder gereizte Stellen bekommt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 03/2019.

Von | Fotos: Fotolia/gigra

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