Neue Welten erobern

Neue Welten erobern

Wer träumt nicht davon, zu den Sternen zu fliegen? Doch wenn dieser Traum Wirklichkeit werden soll, dann braucht es einen guten Plan. Und dabei geht nichts ohne eine Vision und eine Mission, die man konsequent verfolgt – weiß unsere Autorin Malaika Loher.

Sie kennen es selbst: Für einen selbstständigen Dienstleister geht es stets auf und ab. Momente der Überlastung wechseln sich mit Phasen der Angst vor der Pleite ab. Doch da gibt es eine Sache, die das beanspruchte Gemüt durch schwere Zeiten trägt: die Vision.
„Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Entscheidung, es als Kosmetikerin zu wagen“, erklärt Lydia, die inzwischen seit acht Jahren mit ihrem Kosmetikinstitut etabliert ist und vier Vollzeitkräfte beschäftigt. „Erst habe ich ja nur meine Freunde in dieser Hinsicht beraten, es war eher ein Hobby. Doch irgendwann meinte mein Mann, ich sollte mein Hobby zum Beruf machen, dann hätte ich auch die Doppelbelastung mit meinem Job nicht mehr. Also habe ich es gewagt. Es war aufregend und beängstigend zugleich. Aber ich war voller Enthusiasmus, endlich hauptberuflich das zu tun, was mich wirklich erfüllt.“

Was einen antreibt

Im Grunde läuft es immer so oder so ähnlich ab: Der Wunsch nach Gestaltungsfreiheit wird mit einer Sache in Verbindung gebracht, die einem leichtfällt und Freude macht. Daraus entsteht dann eine Idee – der Gedanke, z. B. ein Kosmetikins­titut zu eröffnen. Der Antrieb, der dahintersteckt, kann unterschiedlich sein: mehr Sicherheit, Zeit, Kreativität, Selbstbestimmtheit, Erfolg, sich beweisen wollen oder einfach nur Spaß. Es ist gut, dass man zu diesem Zeitpunkt in der Regel erstmal nicht weiß, welche Phasen des Frusts und der Energielosigkeit entstehen, wenn mal alles nicht so reibungslos läuft. Aber warum bleibt der erfolgreiche Dienstleister trotzdem am Ball, während andere aufgeben? Weil hinter seinem eigenen Plan eine Vision und eine Mission stecken.

Der unausgesprochene Auftrag

Eine Mission ist der häufig nicht gesagte, aber im Herzen mitschwingende Hauptgrund, warum die Kosmetikerin genau das tut, was sie tut. Sie ist deren Herzstück, der Grund für ihre Tätigkeit. Und es darf durchaus eine große Motivation dahinterstehen: „Ich helfe Menschen dabei, sich schöner, weiblicher, männlicher, gepflegter, begehrter oder gesünder zu fühlen.“ Nicht selten schwingt darin ein Teil Lebenserfahrung mit – etwas, das sich die Kosmetikerin selbst immer gewünscht hat. Vielleicht hat sie es inzwischen gefunden, das erhoffte Gefühl, schöner, gepflegter oder interessanter zu sein – und nun möchte sie ihre Erkenntnisse an andere weitergeben. Aber auch dieses Ansinnen kann eine starke Mission sein, die auf den ersten Blick nichts mit Kosmetik zu tun hat: „Ich gebe Menschen das Gefühl, geliebt, gesehen, inspiriert, gehört, nicht allein zu sein.“

Etwas Gutes in die Welt bringen

Dieses Credo gibt die Kraft, länger am Ball zu bleiben und kreativ mit Krisen umzugehen. Eine Mission hat immer die Intention, etwas Gutes in die Welt zu bringen. Die Vision hingegen wird von den persönlichen Werten getragen. Wer in die Zukunft blickt, prüft stets, ob das, was kommen wird, zur eigenen Vorstellung passt. Derjenige, der schon einmal gegen seine Überzeugung leben musste, weiß, was damit gemeint ist – egal, ob er Menschen anlügen musste, obwohl er für Ehrlichkeit steht, oder Ungerechtigkeit zu ertragen hatte, obwohl er Gerechtigkeit erwartete. Werte wie Freiheit, Fairness, Treue, Vertrauen, Schönheit und Erfolg bilden die Basis für eine Vision.

Sich die Zukunft vorstellen

Wer die Vision seines eigenen Kosmetikinstitutes entwickelt, sollte vorher wissen, was ihm wichtig ist und diese Aspekte kompromisslos einbeziehen. Wer dabei gegen seine Werte leben muss, wird unruhig, unzufrieden, unstrukturiert, unkonzentriert und brennt schneller aus. Die Mission bleibt meist unverändert – außer ein Schicksalsschlag oder plötzliche Veränderungen sorgen für eine Abkehr davon. Die Vision dagegen sollte immer wieder geprüft und angepasst werden. Sie verändert sich mit jeder weiteren Erfahrung. Es genügt nicht, einmal klar zu definieren, welche Ziele verfolgt werden sollen. Die Vision ist ein dynamischer Prozess.

Warum man straucheln kann

Die Realisierung eines Lebenstraumes kann an zwei Dingen scheitern: am Fehlen eines Planes und mangelnder Ausdauer. Wer weder eine Mission noch eine Vision hat, kann auch keine Zukunftsstrategien entwickeln. Kontraproduktive Gewohnheiten und Leerläufe schleichen sich in den Alltag ein. Es muss ja kein Zehn-Jahresplan sein, aber zumindest einmal sollte sich die Kosmetikerin überlegen, was genau sie wie erreichen möchte. Das bedeutet, dass sie zunächst fixiert, welches Ziel in puncto Kundenstamm, Angebot, Umsatz oder Arbeitszeit erreicht werden soll. Anschließend werden diese Ziele in Teilschritte unterteilt: Was muss jeden Tag getan werden, um das Ziel zu erreichen? Wer sich viel vornimmt, muss seinen Traum eben Schritt für Schritt verwirklichen. Kein Ziel ist zu weit, wenn es als Weg betrachtet wird. Dann ist eben eine bestimmte Zusatzausbildung für die Selbstständigkeit erforderlich oder die Suche nach den passenden Geschäftsräumen zeitintensiver.

Der erste Schritt

Die Visionärin erreicht ihr Ziel nur, wenn sie mit der Umsetzung nicht länger zögert und den ersten Schritt macht. Jeden Tag am Ball zu bleiben ist die Grundvoraussetzung – entgegen aller innerer Ausreden oder vermeintlicher Unwägbarkeiten. Deshalb darf der Plan auch Leerläufe enthalten. Niemand kann unablässig arbeiten, auch Selbstständige müssen Pause machen, um dann wieder gestärkt durchzustarten. Das bedeutet, dass ein Wochenende z. B. mal nicht verplant und faul verbracht wird, wenn es frei ist. Auch hier ist Konsequenz gefragt. Wird der eingeschlagene Weg so beschritten, dann geht er sich leichter und mit Freude. Und der Erfolg ist garantiert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international, Ausgabe 9/2019.

 

 

 

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