Wimpern als Zusatz

Die wenigsten Frauen sind von Natur aus mit dichten Wimpern gesegnet. Genau das ist Ihre Chance! Bieten Sie im Institut Wimpernbehandlungen als Zusatzdienstleistung an – und sorgen Sie so für mehr Umsatz.

Wimpernzange
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Wie stark ist Wimpern-Styling bei Ihnen im Institut nachgefragt?

Vor einigen Jahren lagen Wimpernbehandlungen bei mir im Institut noch bei etwa 30 Prozent. Heute sind es 60 Prozent.

Warum lohnen sich Wimpernbehandlungen als Zusatzdienstleistung?

In Ergänzung zu klassischen kosmetischen Behandlungen haben wir bei Wimpernverlängerungen den Vorteil, dass die Kunden ein sofortiges Vorher-/Nachher- Ergebnis sehen, von dem sie überwältigt sind. Wer einmal einen so eindrucksvollen Augenaufschlag an sich selbst sieht, möchte auf diesen in Zukunft nur ungern verzichten. Geschäftlich gesehen ist es natürlich auch von Vorteil, dass Wimpernkunden alle drei bis vier Wochen zur Wahrnehmung ihrer Auffülltermine kommen. Daher kann man relativ sicher sein, dass dies ein verlässlicher Termin und ein Kontakt mit entsprechender Planungssicherheit ist. Wimpern sind außerdem ein Ganzjahresgeschäft und unterliegen im Gegensatz zu medizinischen oder kosmetischen Anwendungen keinen saisonalen Schwankungen.

Was sollte man beachten, damit die Wimpernbehandlungen auch profitabel sind?

Wichtig ist die richtige Kalkulation des Materials und der Zeit. Wie in der Kosmetik gibt es auch hier viele versteckte Kosten hinter jeder Behandlung. Daher muss jede Kosmetikerin und Wimpern-Stylistin ihren Zeitaufwand mit ihren fixen und variablen Kosten, die hinter der angebotenen Dienstleistung stecken, einkalkulieren, um entsprechende Kosten abdecken und gewinnbringend arbeiten zu können. Für einmal Wimpernauffüllen braucht man etwa 60 Minuten.

Was ist Ihre Erfahrung: Was bietet sich an Wimpernbehandlungen als Zusatzdienstleistung im Kosmetikinstitut an?

Die Wimpernverlängerung klassisch – also die mit Einzelwimpern – ist meist der erste Schritt in diesem Zusatzgeschäftsfeld. Erst wenn sauber und präzise mit Einzelwimpern gearbeitet wird, ist eine Volumenwimpern-Schulung sinn­­voll. Die Nachfrage nach Volumenwimpern ist derzeit extrem hoch. Die Gefahr bei vielen Stylisten ist, mit dem Trend gehen zu wollen, aber dies noch nicht zu können. Wir empfehlen unseren Stylisten, auf Qualität und nicht nur auf Zeit Wert zu legen. Außerdem gibt es weitere tolle Zusatzgeschäftsfelder rund um Wimpern, wie das Wimpern-Lifting und die Wimpernlaminierung, also die Stärkung der Naturwimpern durch Einarbeitung wichtiger Nährstoffe und Keratine.

Wer ist die Zielgruppe für Wimpernbehandlungen?

Die Zielgruppe ist breit gefächert. Wir haben momentan Kunden von 18 Jahren bis 86 Jahren in diesem Bereich.

Sind Männer als Zielgruppe ein Thema?

Ich würde sagen, dass man in Männerkreisen langsam etwas mit dem Begriff Wimpernverlängerung anfangen kann. Aber als einen Trend bei Männern würde ich es nicht sehen. Wir haben etwa einen Mann im Jahr. Und wir sind sechs Wimpern-Stylisten!

Mit welchen Argumenten kann man die Kundin von einer Wimpernbehandlung überzeugen?

Durch das Zeigen von qualitativ hochwertigen Bildern absolvierter Schulungen sowie das Tragen von Wimpernverlängerungen durch die Kosmetikerin selbst. Denn sie ist ja das Aushängeschild ihrer Angebote. Letzten Endes sollte man bedenken, dass es sich um ein Angebot handelt, für welches die Kundin nicht allzu tief in die Tasche greifen muss. Hat sich die Kundin einmal mit Wimpern gesehen (sofern qualitativ hochwertige), werden Sie deshalb keine weiteren Argumente brauchen. Wir nennen den ersten Tag immer „Spiegeltag“, da die Kundinnen so begeistert von der Ausdrucksstärke ihrer Augen sind, dass sie sich gerne den ganzen Tag selbst anschauen.

Welche Rolle spielt ein entsprechendes Ambiente für den Erfolg von Wimpernbehandlungen als Zusatzdienstleistung?

Das Ambiente ist in allen kosmetischen Bereichen sehr wichtig. Dabei muss es nicht ein großes Kosmetikinstitut sein. Die Kunden achten auf Wärme, Ruhe und Eleganz. Sie sollten das Gefühl haben, abschalten zu können. Bei der Anbringung von Wimpern hat die Kundin ihre Augen für einen längeren Zeitraum geschlossen. Das heißt, sie muss Vertrauen in ihr Umfeld haben.

Auf welche Marketing-Maßnahmen setzen Sie, um Ihre Wimpern-Dienstleistungen an die Frau zu bringen?

Mittlerweile – und das soll keinesfalls arrogant klingen – ist es zum Glück unsere Reputation, welche die Kunden von alleine zu uns bringt. Dem gingen aber viele Jahre Marketing voraus, welches wir trotzdem auch immer weiter betreiben werden. Wer selbst schöne Wimpern trägt, wird viel angesprochen. Eigene Arbeiten gut zu fotografieren und in Szene zu setzen, ist wichtig als erste Werbemaßnahme. Aber danach sind die Kunden das A und O beim Marketing. Jeder glückliche und zufriedene Kunde wird sicherlich neue mit sich bringen.

Welche Voraussetzungen sollte man als Kosmetikerin mitbringen, um sich als Wimpern-Stylistin ausbilden zu lassen?

Man sollte die Idee, Menschen zu verschönern, wirklich mögen. Zudem sollte man dabei erstmal nicht an Finanzielles denken, da es viele Monate und Jahre dauert, bis sich Wimpern-Styling wirklich auszahlt. Es sind viele Schulungen jedes Jahr notwendig, um zu den Besten zu gehören. Die Faszination für das Schöne muss da sein. Aber auch eine gewisse Ruhe und Perfektion. Die Perfektion ist in diesem Beruf noch viel wichtiger als in traditionellen Anwendungen.

Ist es sinnvoll, Wimpernbehandlungen mit Augenbrauen-Styling als Zusatzdienstleistung zu kombinieren, um den Umsatz zu steigern?

Unbedingt. Das Augenbrauen-Styling gehört aktuell grundsätzlich zu jeder Kosmetikbehandlung dazu. Und auch Kunden mit in Szene gesetzten Wimpern sollten gepflegte Augenbrauen tragen. Im Bereich der Augenbrauen gibt es viele Möglichkeiten für das Zusatzgeschäft – angefangen vom Permanent Make-up und Microblading bis hin zu Augenbrauen-Henna und Augenbrauenlaminierung oder -farbe. Immer mehr zum Trend entwickelt sich auch hierzulande das Zupfen der Augenbrauenhärchen mit der orientalischen Fadentechnik.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in KOSMETIK international 08/2018.

Von | Fotos: Fotolia/pauchi, Ina Eibl

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