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Aktuelles // 30.06.2022

Fußpflege: Öfter mal “unten ohne”

Der Sommer bedeutet Freiheit für die Füße: endlich raus aus Schuhen und Strümpfen und wieder häufiger barfuß laufen! Das tut Körper und Seele gut – sofern man auf eine ausgleichende Pflege zur Hautregeneration achtet.

Deine Spuren im Sand

Den natürlichen Untergrund bei jedem Schritt hautnah unter der bloßen Sohle zu spüren oder sich den Sand genüsslich durch die Zehen rieseln zu lassen, kann die Fußgesundheit erheblich fördern. Schließlich wollen unsere Füße ausreichend bewegt und trainiert werden. Nur dann kann ihr komplexes Skelettkonstrukt dafür sorgen, dass unsere Körperlast in jeder Situation bestmöglich über den Fuß verteilt wird und Stöße gedämpft werden. Barfuß zu laufen ist zudem eine Art natürliche Fußreflexzonenmassage und aktiviert die Venenpumpe. Das beugt der Entstehung von Krampfadern vor.

Die Muskulatur kräftigen

Hält man seine Füße im Alltag allzu oft still oder engt ihre natürlichen Bewegungsabläufe durch das Schuhwerk stark ein, schwächt das die Fußmuskeln und Bänder; Deformationen sind vorprogrammiert. Eine typische Veränderung bei vielen Erwachsenen ist der Senk- oder Plattfuß (Pes planus. Beschwerden bereiten kann auch der Knickfuß (Pes valgus). Solche Veränderungen sollte man durch Übungen und gezieltes Barfußlaufen angehen, bevor weitere Maßnahmen wie Einlagen oder gar operative Eingriffe erforderlich werden. Für Menschen mit Problemfüßen eignet sich das Motto „unten ohne“ dagegen oft nur eingeschränkt. Diabetiker etwa sollten in der Regel besser darauf verzichten.

Geeignete Pflege nicht vergessen!

So schön die sommerliche Fußfreiheit ist, an der Fußhaut geht sie nicht spurlos vorbei. Ungewohnte Belastungen wie verstärkte Reibung, hohe Temperaturen, starke UV-Strahlung, Schweißbildung und der häufige Kontakt mit Wasser sowie potenziellen Keimen, zum Beispiel im Freibad, strapazieren – und erfordern angepasste Pflege- und Präventionsmaßnahmen. Geeignet ist hierfür eine Fülle an natürlichen Pflanzenwirkstoffen, die immer mehr Fußpflege-Kunden zu schätzen wissen. Essenzen aus der Natur können zum Beispiel in Form von Pflanzenextrakten in Cremes, Lotionen, Sprays oder Gelen eingesetzt werden. Nutzen lassen sich zudem Pflanzenöle (fette Öle) oder ätherische Öle in naturreiner Form.

Pflanzliche Wirkstoffe

Machen dem Sommerfuß trockene oder rissige Hautpartien zu schaffen? Dann gilt es Feuchtigkeitsverluste auszugleichen. Dafür lässt sich etwa der Granatapfel nutzen (Punica granatum). Bei Defiziten in der Fettversorgung helfen Pflegekomponenten wie Avocado-, Macadamianussöl oder Sheabutter, die die Hautbarriere unterstützen. Ebenfalls feuchtigkeitsspendend ist Aloe vera (Aloe barbadensis). Für mehr Fußfrische und Keimprophylaxe sorgt Salbei (Salvia officinalis), der schweißhemmend, antibakteriell, entzündungshemmend sowie tonisierend wirkt. Das Öl des Rosmarins (Rosmarinus officinalis) verfügt ebenfalls über antiseptische, antibakterielle sowie antifungale Eigenschaften. In Fußpuder oder -spray eingesetzt sorgen Salbei und Rosmarin zudem für angenehme Frische. Neue Leichtigkeit für schwere und erschöpfte Füße versprechen unter anderem rotes Weinlaub, Rosskastanie und Zaubernuss. Kombiniert man alle drei Pflanzenextrakte in einem Fuß-/Beingel oder -spray, wirkt das entstauend, festigend, beruhigend, kühlend und erfrischend.

Petra Genthner/HELLMUT RUCK GmbH