Fußbäder: Wohltat im Winter

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Fußbäder: Wohltat im Winter

Fußbäder sind ein wunderbares Mittel, um in kürzester Zeit runterzukommen. Der Aufwand ist relativ gering, die Wirkung unmittelbar zu spüren. Mit geeigneten Badezusätzen wie ätherischen Ölen wird daraus eine wahre Wellness-Behandlung.

Symbolische Bedeutung

Fußbäder und -waschungen haben eine lange Tradition. Sie dienen nicht nur der Reinigung, sondern haben auch symbolische Bedeutung. Eine Fußwaschung ist eine rituelle Handlung, die ein Zeichen für Gastfreundschaft oder für einen reinen, offenen Geist sein kann. In unserer westlichen Welt ist die Symbolik in den Hintergrund getreten. Dennoch ist ein Fußbad eine Dienstleistung, die auch heute mehr als nur Reinigung darstellt. Daher gehört es zu einer Wellness-Behandlung oder Wohlfühl-Fußpflege dazu. Zudem erwarten die meisten Kunden bei einer Fußbehandlung zu kosmetischen Zwecken ein Fußbad.

Wechselbäder

Ein Fußbad ist eine Vorbereitung für die Behandlung. Man unterscheidet grob warme, kalte, ansteigende und Wechsel-Fußbäder. Warme Fußbäder wirken entspannend und beruhigend, kalte und Wechsel-Fußbäder anregend und kräftigend. Wechselbäder sind Bäder in einem schnellen Wechsel von unter zehn Sekunden in warmem (ca. 38°C) und kalten Wasser (Raumtemperatur oder etwas niedriger). Am besten sollte das Gefäß hoch und schmal sein, um die gesamte Wade zu baden, jedoch nicht bis oberhalb des Knies. Die Beine werden dabei im Wechsel mindestens dreimal, meist fünf- bis siebenmal in den Wannen gebadet. Durch den schnellen Temperaturwechsel dehnen sich die Gefäße mehrfach aus und ziehen sich wieder zusammen. Dies kurbelt den Kreislauf an, aktiviert den Transport der Gewebsflüssigkeit und hilft bei geschwollenen, müden Beinen. Bei schweren Venenleiden, bei denen die Venenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen ist, wie etwa Bluthochdruck, ausgeprägten Krampfadern, peripherer Verschlusskrankheit (pAVK) sowie erhöhtem Thrombose-Risiko, sollte man auf Wechselbäder verzichten.

Warm und duftend

Kalte Fußbäder haben eine ähnliche Wirkung. Hier kann das Wasser auch gerne noch kälter sein. Dafür verkürzt sich die Badedauer auf 30 Sekunden bis wenige Minuten. Das ansteigende Fußbad ist eine Variante des warmen Fußbads. Hierbei wird die Temperatur von ca. Zimmertemperatur innerhalb 15 bis 20 Minuten auf rund 40°C erhöht. Man soll es als heiß, aber noch gut erträglich empfinden und noch ein paar Minuten im heißen Wasser verbleiben. Dies ist besonders bei chronisch kalten Füßen und Harnwegsinfekten hilfreich. Das beliebteste Fußbad ist das warme Fußbad. Bei 35 bis 38°C werden die Füße für ca. 15 Minuten gebadet. Das Wasser soll als warm, nicht als heiß empfunden werden. Diese Art des Fußbads wirkt entspannend und beruhigend. Die Durchblutung in den Füßen erhöht sich, die Füße werden warm, der Körper entspannt. Wir können von Alltagsproblemen abschalten und so leichter einschlafen. Diese Art des Fußbades ist daher auch eine beliebte Einschlafhilfe. Durch verschiedene Badezusätze kann das warme Fußbad noch weitere Wirkungen entfalten. Beliebt sind duftende Zusätze. Lavendel wird traditionell zu Entspannung und auch Desodorierung eingesetzt. Genau wie Teebaumöl hat es außerdem fungizide Eigenschaften. Bei Nagel- und Fußpilz wird dem Badewasser Essig zugesetzt, um den pH-Wert zu erhöhen und das Pilzwachstum zu behindern. Verschiedenen Kräutern wie Rosmarin, Kiefer oder Eukalyptus werden anregende Eigenschaften zugeschrieben. Rosskastanie soll bei beginnenden Venenleiden helfen. Auch Sprudelbäder sind sehr beliebt, da sie neben dem Bad noch einen leicht belebenden Massageeffekt bieten. Im Zuge des Detox-Trends erfreuen sich ferner basische Fußbäder wachsender Beliebtheit. Dabei wird der pH-Wert des Badewassers z. B. mit Natron auf ca. 8 erhöht und die Füße in der basischen Lösung länger gebadet (ca. 30 Minuten), um Giftstoffe im Körper zu neutralisieren.

Kontraindikationen

Entspannende warme Fußbäder sind nicht für jeden geeignet. Bei erhöhtem Thrombose-Risiko, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Polyneuropathien und offenen Wunden am Fuß sollte man darauf verzichten. Nach einem Bad sollten die Füße gut abgetrocknet werden, auch zwischen den Zehen. Hornhaut lässt sich dann leicht mit einem Bimsstein entfernen. Eine leichte Massage mit einem Pflegeprodukt rundet die wohltuende Behandlung ab.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in KOSMETIK international 11/2022.
 

Von | Fotos: stock.adobe.com/RobertNyholm

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